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Juni 2020

INHALTSVERZEICHNIS

NEUES VON LANDBELL GROUP
Wuppertal Institut und Prevent Abfall Allianz veröffentlichen neue Studie zur Vermeidung von Kunststoffabfällen
SCiP- und SiA-Webinar von H2 Compliance

WER IST WER BEI LANDBELL GROUP 
Interview mit Oscar Terroso, CEE Project Manager

TAKE BACK
Update zu den geplanten EPR-Leitlinien
Bundesregierung beschließt neues Batteriegesetz
Neue Studie zur Herstellerverantwortung im E-Commerce
Fokus auf... Chile

CIRCULAR ECONOMY
Neuer Bericht zu den grundlegenden Anforderungen an Verpackungen
Europäische Kommission veröffentlicht Leitlinien zum Abfallmanagement im Kontext der
Corona-Krise
Indonesien will Plastikmüll in den Weltmeeren um 16 Millionen Tonnen verringern

CHEMICAL CONTROL
Europäische Kommission startet Konsultation zu neuer Chemikalienstrategie
Aktualisierung der Stoffe D4, D5 und D6
ECHA-Unterstützung für Dossieraktualisierungen

NEUE STUDIEN UND BERICHTE
Forscher entwickeln neues Verfahren zur umweltfreundlicheren Herstellung von
Lithium-Ionen-Batterien
Neues Projekt zeigt Zukunft des Urban Mining in Europa

INNOVATIONEN UND VORREITER
Neues vom Green Alley Award-Team: Engagement für die Kreislaufwirtschaft 

EVENTS


Wuppertal Institut und Prevent Abfall Allianz veröffentlichen neue Studie zur Vermeidung von Kunststoffabfällen

Das Wuppertal Institut hat eine neue Studie im Rahmen der Prevent Abfall Allianz veröffentlicht, der auch die Landbell Group angehört. Die Studie mit dem Titel „Vermeidung von Kunststoffabfällen in Produktion und Konsum durch Multi-Akteur-Partnerschaften“ befasst sich mit dem wachsenden Problem der Kunststoffabfälle und bietet Lösungen für den Übergang in eine Kreislaufwirtschaft.

Die Landbell Group hat mit zwei Fallbeispielen der ehemaligen Green Alley Award-Gewinner RePack und Sulapac zu der Studie beigetragen, die beide vielversprechende Ansätze zur Vermeidung unnötiger Kunststoffabfälle entwickelt haben: RePack mit seinen wiederverwendbaren Verpackungen für den Online-Handel, Sulpac mit seinem vollständig biologisch abbaubaren Kunststoffersatz aus Holz.

Die neue Studie wurde vom für Kreislaufwirtschaft zuständigen Direktor des Wuppertal Instituts, Dr. Henning Wilts, per Videokonferenz vorgestellt und steht nun auf der Homepage der Prevent Abfall Allianz zum Download bereit.


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SCiP- und SiA-Webinar von H2 Compliance

Das letzte Webinar der aktuell von H2 Compliance (ein zur Landbell Group gehörendes Unternehmen) durchgeführten Reihe findet am Mittwoch, den 24. Juni um 14 Uhr britischer Zeit statt. Das Webinar befasst sich mit den Anforderungen der SCIP-Datenbank (Substances of Concern in Products) der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) und speziell mit dem Stichtag am 5. Januar 2021.

Das Webinar richtet sich an alle Unternehmen, deren Produkte oder Erzeugnisse besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC) mit einer Konzentration von mehr als 0,1% Massenprozent enthalten. Es wird erklärt, was genau SVHCs sind, wie man Erzeugnisse oder komplexe Gegenstände identifiziert und wie man Dossiers erstellt und Mitteilungen bei der ECHA einreicht.

Melden Sie sich hier für das Webinar an.
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Interview mit  Oscar Terroso, CEE Project Manager

Was ist Ihre Aufgabe bei der Landbell Group?

Ich arbeite bei dem zur Landbell Group gehörenden Unternehmen H2 Compliance und bin dort Projektleiter im Circular Economy Engineering (CEE)-Team. Zu meinen Aufgaben gehört die Bereitstellung von Rücknahme-Dienstleistungen für unsere Kunden (hauptsächlich Unternehmen, aber auch Verbraucher) bei gleichzeitiger Einhaltung lokaler und internationaler Transport- und Abfallvorschriften.

Was sind Ihre wichtigsten Aufgaben und Herausforderungen?

Ich bin in eine Vielzahl von wichtigen Aufgaben eingebunden: Das reicht von der Konzeption, Entwicklung und Umsetzung weltweiter Kreislaufwirtschaftsprojekte für Hersteller bis hin zur Verwaltung und Ausweiterung unserer Partnernetzwerke. Dabei versuche ich, bestehende Arbeitsprozesse zu verbessern und zu vereinfachen, so dass wir unseren Kunden jederzeit qualitativ hochwertige Dienstleistungen anbieten können. Außerdem überwache ich die Serviceleistung aller an den Projekten Beteiligten sowie die Rentabilität der Lösungen, indem ich große Datenmenge analysiere. Da sich die meisten unserer Projekte an Kunden in aller Welt richten, führe ich all diese Tätigkeiten für mehrere Länder durch.

Wie sind Sie zur Landbell Group gekommen?

Angefangen habe ich als Praktikant bei einem unserer lokalen Systeme, nämlich bei ERP Spanien, wo ich dann später als Techniker direkt im operativen Geschäft mitgewirkt habe. Von dort wurde ich auf die europäische Ebene befördert, wo ich dem Head of Supply Chain unterstellt war. Nach ein paar Jahren als Logistikexperte bin ich dann zum Circular Economy Engineering Team gewechselt, wo ich jetzt als Projektmanager arbeite.

Was tun Sie in Ihrem Privatleben für die Umwelt?

Ich habe bisher in jeder Stadt, in der ich gelebt habe, versucht, so viel wie möglich zu recyceln, entsprechend der Möglichkeiten vor Ort. So oft es geht fahre ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad statt mit dem Auto. Außerdem versuche ich, meinen Strom- und Wasserverbrauch einzuschränken.


Update zu den geplanten EPR-Leitlinien 

Die im Sommer 2018 überarbeitete Abfallrahmenrichtlinie verpflichtet die Europäische Kommission, Leitlinien für die Anforderungen an Herstellerverantwortungssysteme zu erarbeiten mit dem Ziel, diese in den Mitgliedstaaten einheitlich zu regeln. Als Grundlage für die Erarbeitung der Leitlinien soll eine Studie des Beratungsunternehmens Eunomia dienen, deren finale Version letzten Monat veröffentlicht wurde.

Die Empfehlungen der Studie beziehen sich auf folgende Aspekte: Notwendige Kosten, ökologische Gestaltung der Beteiligungsentgelte, gleiche Behandlung aller Inverkehrbringer und Trittbrettfahrer. Das zu Landbell Group gehörende Unternehmen European Recycling Platform hat aktiv an dem Stakeholderprozess teilgenommen und wird sich auch weiterhin in die nun anstehende Ausarbeitung der Leitlinien durch die Europäische Kommission einbringen.

Die vollständige Studie kann hier heruntergeladen werden.

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Bundesregierung beschließt neues Batteriegesetz

Die Bundesregierung hat einen neuen Entwurf zur Änderung des Batteriegesetzes beschlossen und veröffentlicht. Ziel der neuen Regelungen ist es, den gravierenden Veränderungen auf dem Markt der Geräte-Altbatterieentsorgung der letzten Jahre Rechnung zu tragen und weiterhin eine flächendeckende Sammlung und hochwertige Verwertung von Geräte-Altbatterien in Deutschland zu gewährleisten.

Die zur Landbell Group gehörende European Recycling Platform (ERP), die in Deutschland ein Rücknahmesystem für Batterien betreibt, hat sich intensiv an dem vorausgegangenen Stakeholder-Prozess beteiligt und begrüßt die im Gesetzentwurf vorgesehene Schaffung fairer Wettbewerbsbedingungen für die Rücknahmesysteme. Das derzeitige, gesetzlich festgelegte Zweiklassensystem mit den herstellereigenen Rücknahmesystemen auf der einen und dem Gemeinsamen Rücknahmesystem auf der anderen Seite, jeweils mit unterschiedlichen Rechten und Pflichten, wird abgeschafft. Diese Änderung ist auch der Tatsache geschuldet, dass das Gemeinsame Rücknahmesystem seit Januar 2020 in der Form nicht mehr existiert und die dahinter stehende Gesellschaft seitdem ebenfalls ein herstellereigenes Rücknahmesystem betreibt.

Darüber hinaus stellt der Entwurf klar, dass Online-Verkäufer ebenfalls in den Geltungsbereich des Gesetzes fallen. Hersteller mit Sitz außerhalb Deutschlands können zukünftig einen Bevollmächtigten ernennen, der an ihrer Stelle die Rechten und Pflichten wahrnimmt. Außerdem werden neue Regelungen für die Registrierung der Hersteller sowie für die ökologische Gestaltung der Beteiligungsentgelte eingeführt, in Übereinstimmung mit Artikel 8a der EU-Abfallrahmenrichtlinie.

Ebenfalls neu ist, dass das Umweltbundesamt zukünftig Aufgaben wie die Organisation des Herstellerregisters und die Genehmigung der Rücknahmesysteme an die bestehende Stiftung Elektro-Altgeräte Register delegieren kann. Die Bundesregierung erhofft sich von der Zusammenführung von Elektroaltgeräte- und Batterieregister eine Vereinfachung der Verfahren für die Hersteller.
Mit dem Beschluss der Bundesregierung beginnt das parlamentarische Verfahren. Zunächst wird der Gesetzentwurf dem Bundesrat zur Stellungnahme zugeleitet. Anschließend muss er in den Bundestag eingebracht und von diesem verabschiedet werden.

Den Gesetzentwurf der Bundesregierung finden Sie hier.

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Neue Studie zur Herstellerverantwortung im E-Commerce

Eine neue Studie des Öko-Instituts untersucht Lösungsansätze für das Problem von „Freeridern“ aus Drittländern und der Vernichtung von Rücksendungen. Zudem befasst sie sich mit den jeweiligen Auswirkungen auf die betroffenen Akteure.

Konkret diskutiert die Studie drei Lösungsansätze, mit denen sich die oben genannten Probleme eindämmen ließen: Eine verbindliche Kontrolle der Konformität von Verkäufern durch die Onlineplattformen, die pauschale Betrachtung der Onlineplattformen als Hersteller sowie die Einführung eines vereinfachten Herstellerverantwortungsmodells („Flat Fee Model“). Die Studie geht auf jeden dieser Vorschläge detailliert ein und benennt auch die rechtlichen Folgen für die Akteure.

Die vollständige Studie finden Sie hier.
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Fokus auf... Chile

Das Prinzip der erweiterten Herstellerverantwortung existiert in Chile bereits seit mehreren Jahren, und zwar für Elektroaltgeräte, Batterien und Verpackungen. Umgesetzt wurden diese Regelungen mit dem Gesetz 20.920, das den Rahmen für das Abfallmanagement in Chile vorgibt.

Laut diesem Gesetz sind Hersteller dazu verpflichtet, entweder gemeinsam oder individuell einen Managementplan einzuführen. Diese Pläne müssen bestimmte Kriterien erfüllen und vom Umweltministerium genehmigt werden. Sie sind fünf Jahre lang gültig; anschließend müssen sie neu genehmigt werden.
Weitere abfallstromspezifische Regelungen und Vorgaben, etwa die von den Herstellern zu erreichenden Ziele, werden zu einem späteren Zeitpunkt über entsprechende Verordnungen konkretisiert.

Obwohl das Gesetz 20.920 bereits im Jahr 2016 in Kraft getreten ist, hat das chilenische Umweltministerium die Verordnung 379, die den Umgang mit Verpackungsabfällen regelt, gerade erst am 7. Mai 2020 verabschiedet. Sie muss noch auf ihre Verfassungskonformität geprüft werden, bevor sie im Amtsblatt veröffentlicht wird.

Hersteller müssen ein Managementsystem einrichten und vom Umweltministerium genehmigen lassen. Außerdem müssen sie sich in einem Register zur Erfassung der Freisetzung und Übertragung von Schadstoffen eintragen lassen und die vom Ministerium festgelegten jährlichen Verwertungsziele erfüllen.

Die Landbell Group bietet in ihren „Regulatory Tracking Reports“ eine Übersicht über alle Gesetze, Verordnungen und wichtigen Informationen zu EPR. Diese Berichte decken die geltenden Anforderungen sowie neuesten Entwicklungen in über 100 Ländern ab, darunter vier Länder in Südamerika (einschließlich Chile) und zehn Länder in Mittelamerika.

Mehr Informationen zu unseren "Regulatory Tracking Reports" finden Sie hier

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Neuer Bericht zu den grundlegenden Anforderungen an Verpackungen

Die Europäische Kommission hat den vom Beratungsunternehmen Eunomia erstellten finalen Bericht zur Effektivität der grundlegenden Anforderungen an Verpackungen (packaging essential requirements) veröffentlicht. Der Bericht ist eine Folge der im Sommer 2018 überarbeiteten Verpackungsrichtlinie. Diese verpflichtet die Europäische Kommission, bis Ende dieses Jahres zu prüfen, ob die grundlegenden Anforderungen verschärft werden sollten, um das Recycling von Verpackungen zu verbessern.

Die Kommission wird aufbauend auf dem Bericht nun eigene Vorschläge zur Neugestaltung der „Essential Requirements“ erarbeiten und außerdem bis Herbst 2021 Vorschläge zu einer Revision der Richtlinie bezüglich weiterer Präventionsmaßnahmen unterbreiten, so wie es der neue Aktionsplan zur Kreislaufwirtschaft vorsieht. Die Landbell Group beteiligt sich aktiv an dem Stakeholder-Prozess, den die Kommission am 26. Mai mit einem gemeinsam mit Eunomia durchgeführten Workshop eröffnet hat.

Der Bericht kann hier heruntergeladen werden.

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Europäische Kommission veröffentlicht Leitlinien zum Abfallmanagement im Kontext der Corona-Krise

Die Europäische Kommission hat einen Leitfaden zum Abfallmanagement während der Corona-Krise veröffentlicht. Das Dokument erläutert einige neue Praktiken, die die Gesundheit und Sicherheit der in der Abfallwirtschaft beschäftigten Arbeiter sowie den richtigen Umgang mit Abfällen aus Gesundheitseinrichtungen gewährleisten sollen. Zudem werden bestehende Fördermöglichkeiten aufgezeigt.

Mitgewirkt an dem Bericht haben unter anderem die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sowie zentrale Akteure aus der Abfallwirtschaft. Er soll fortlaufend aktualisiert und mit neuen Daten, welche regelmäßig erhoben werden, ergänzt werden. Der Abfallwirtschaftssektor ist unverzichtbar für die Aufrechterhaltung von Sicherheit- und Hygienemaßnahmen sowie für den Umweltschutz.

Die Leitlinien der Europäischen Kommission finden Sie hier.

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Indonesien will Plastikmüll in den Weltmeeren um 16 Millionen Tonnen verringern

Indonesien will einen wichtigen Beitrag gegen die wachsende Verschmutzung der Ozeane setzen. Ein neuer Aktionsplan soll Entscheidungsträger aus dem öffentlichen, privaten und zivilen Sektor zusammenbringen und 150.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Zudem soll der Plan dazu beitragen, den Plastikmüll in den Weltmeeren um 16 Millionen Tonnen zu verringern und damit gleichzeitig 20 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen pro Jahr zu vermeiden.

Der Aktionsplan unterstreicht, wie wichtig es ist, bei der Verringerung der Kunststoffabfälle einen Gang höher zu schalten. Bei Beibehaltung des „Business as usual“ würde die Menge an Kunststoffabfällen in Indonesien bis zum Jahr 2025 um ein Drittel zunehmen und sich bis 2040 sogar mehr als verdoppeln, sofern nicht gegengesteuert wird.

Europäische Kommission startet Konsultation zu neuer Chemikalien-
strategie

Die Europäische Kommission hat eine Konsultation zu ihrer neuen Chemikalienstrategie gestartet. Interessierte Akteure können bis zum 20. Juni eine Stellungnahme abgeben. Im Anschluss daran wird die Kommission die eingegangenen Rückmeldungen auswerten und veröffentlichen. Dabei soll auch auf die Umsetzungsmöglichkeit der einzelnen Vorschläge eingegangen werden.

Ziel der neuen Strategie ist es, die mit der Herstellung und Verwendung von Chemikalien verbundenen Risiken zu verringern und idealerweise das Verfahren zur Überprüfung verschiedener Substanzen zu vereinfachen. Die Europäische Kommission plant, die finale Strategie noch im dritten Quartal dieses Jahres zu veröffentlichen.

Weitere Informationen zur Strategie finden Sie in der Roadmap der Europäischen Kommission.

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Aktualisierung der Stoffe D4, D5 und D6

Siloxane Octamethylcyclotetrasiloxan (D4), Decamethylcyclopentasiloxan (D5) und Dodecamethylcyclohexasiloxan (D6) werden von der Europäischen Chemikalienagentur ECHA als besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC) eingestuft. Sie werden aufgrund ihrer persistenten, bioakkumulierbaren und toxischen (PBT) sowie sehr persistenten und sehr bioakkumulierbaren (vPvB) Eigenschaften seit Juni 2018 auf der Kandidatenliste der besonders besorgniserregenden Stoffe aufgeführt.

Momentan ist die Verwendung von D4 und D5 in abwaschbaren kosmetischen Produkten in einer Konzentrationen größer als 0,1% eingeschränkt. Laut einer laufenden Beschränkungsabsicht soll D6 zu der gegenwärtigen Beschränkung hinzugefügt werden. Desweiteren soll die Beschränkung auf Körperpflegeprodukte und andere Produkte für den privaten und gewerblichen Gebrauch (z.B. chemische Reinigung, Wachse und Polituren, Wasch- und Reinigungsmittel) ausgeweitet werden, in denen die Konzentration von D4, D5 oder D6 größer als 0,1% ist.

Im Rahmen ihrer 10. Aufnahmeempfehlung hat die ECHA ihren Vorschlagsentwurf zur Aufnahme in das Verzeichnis der zulassungspflichtigen Stoffe (Anhang XIV der REACH-Verordnung) veröffentlicht. Die Aufnahme der Stoffe D4, D5 und D6 in die Zulassungsliste wurde dabei empfohlen. Bis zum 5. Juni 2020 findet eine öffentliche Konsultation zu dem Entwurf statt.

Abhängig von der Entwicklung des Beschränkungsvorschlags und den während der öffentlichen Konsultation eingegangenen Kommentaren könnte die ECHA D4, D5 und D6 bereits im Jahr 2021 als Einträge in Anhang XIV aufnehmen. Nach der Aufnahme könnte der späteste Nutzungszeitpunkt 18, 21 oder 24 Monate darauf und der Ablauftermin, also der Zeitpunkt der Zulassungspflicht, weitere 18 Monate später folgen.

Mit dem Ablauftermin würden alle Verwendungen von D4, D5 und D6 zulassungspflichtig. Eine Ausnahme bilden Verwendungen, die unter generische Ausnahmen von der Zulassungspflicht fallen, wie die Verwendung als Zwischenprodukt, worunter z.B. die Herstellung von Silikonpolymeren, die Verwendung in der wissenschaftlichen Forschung und Entwicklung und die Verwendung in Konzentrationen von weniger als 0,1% fallen.
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ECHA-Unterstützung für Dossieraktualisierungen

Die in der bevorstehenden Durchführungsverordnung festgelegten Fristen zur verpflichtenden Aktualisierung der REACH-Registrierungen stellen sowohl für die Industrie als auch für die Mitgliedsstaaten eine Herausforderung dar. Um diese abzuschwächen und den Prozess der Dossieraktualisierung zu vereinfachen, entwickelt die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) zusätzliche Unterstützungsmechanismen.

Dazu zählen:
   •   Unterstützung bei migrierten IUCLID-Datensätzen
   •   Eine überarbeitete Registrierungsanleitung und eine Anleitung zur Aktualisierung älterer Dossiers
   •   Eine Anleitung für die Industrie, wie Triggerpunkte identifiziert werden können, die eine Aktualisierung             des Dossiers veranlassen würden
   •   Informationen über den Status von Co-Registranten innerhalb gemeinsamer Mitteilungen
   •   Ein Benachrichtigungssystem für Informationen und Ereignisse für registrierte Stoffe
   •   Erhöhte Sichtbarkeit der Registrierungen und ihrer letzten Aktualisierungen
   •   Dossieraktualisierungen, die keine Einreichung eines IUCLID-Dossiers erfordern
   •   Die Bereitstellungen von Informationen, wann der aktuell federführende Registrant zuletzt ein aktuali-              siertes Dossier eingereicht hat für Mitglieder einer gemeinsamen Mitteilung
   •   Weitere Anpassung der Aktualisierungsgründe sind als Optionen innerhalb von IUCLID verfügbar

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Forscher entwickeln neues Verfahren zur umweltfreundlicheren Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien

Forscher der Virginia Tech und des Oak Ridge National Laboratory in Tennessee haben ein neues Verfahren entwickelt, bei dem wasserlösliche Bindemittel verwendet werden, um den Gebrauch von organischen Lösungsmitteln bei der Herstellung und beim Recycling zu vermeiden. Dieser Durchbruch könnte einen wichtigen Beitrag zur Verringerung der Kosten sowie zur Vermeidung von negativen Umweltauswirkungen leisten, welche üblicherweise mit der Produktion von Lithium-Ionen-Batterien verbunden sind.

Bei der Ausweitung der Produktion von Lithium-Ionen-Batterien geht es vor allem um die Frage, wie die wertvollen Metalle, welche sich in den Elektroden der Batterie befinden, zurückgewonnen und wiederverwendet werden können. Derzeit wird sowohl bei der Herstellung als auch bei der Rückgewinnung ein kostspieliges und giftiges Lösungsmittel, N-Methyl-2-Pyrolidon (NMP), verwendet. Die Wissenschaft forscht seit Jahren nach einem umweltfreundlicheren Mittel, und es scheint als hätten sich diese Bemühungen jetzt gelohnt, auch wenn vor der Markttauglichkeit noch weitere Tests sowie Feinabstimmungen durchgeführt werden müssen.

Die vollständige Studie finden Sie hier.

Neues Projekt zeigt Zukunft des Urban Mining in Europa

Seit vier Jahren untersucht das von der Europäischen Union geförderte und vom Fraunhofer ITL betreute ADIR-Projekt („Next generation urban mining – Automated disassembly, separation and recovery of valuable materials from electronic equipment“) die Machbarkeit von Urban Mining in der Europäischen Union. Im Fokus der Untersuchung stehen dabei insbesondere die automatische Zerlegung, Sortierung und Rückgewinnung von wertvollen Rohmaterialien aus Elektroaltgeräten.

Ziel des Projektes ist es, die Europäische Union unabhängiger von kostspieligen und umweltschädlichen Rohstoffimporten zu machen. Das hinter dem Projekt stehende Konsortium konnte sowohl mit der Effizienz als auch mit der Marktreife seines Recyclingkonzeptes überzeugen. So ist es gelungen, mehr als 1.000 Mobiltelefone und 800 Schalttafeln in Einzelteile zur zerlegen. Die Ergebnisse des Projektes wurden im Rahmen der Berliner Recycling- und Rohstoffkonferenz im März präsentiert.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Projektes.


Neues vom Green Alley Award-Team: Engagement für die Kreislaufwirtschaft 

Jedes Jahr wird das Green Alley Award-Team von einer Werkstudentin oder einem Werkstudenten unterstützt. Erst vor ein paar Wochen haben wir uns von Laura verabschiedet, die mehr als ein Jahr dem Team angehörte. Laura hatte den größten Teil ihres Bachelor-Studiums in einem Supermarkt gearbeitet und aufgrund der dort anfallenden Mengen an Verpackungsmüll beschlossen, ihren eigenen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. So begann sie sich für umwelt- und nachhaltigkeitsbezogene Aktivitäten zu interessieren – und stieß so auf den Green Alley Award.

Ein neues Abenteuer

Von Anfang an war Laura an der Vorbereitung der Bewerbungsphase 2019 beteiligt. Teil dieser spannenden Phase ist der Aufruf an die Mitglieder unseres umfangreichen Netzwerks, uns bei der Promotion des Green Alley Awards zu unterstützen. Damit wollen wir sicherstellen, dass innovative Start-ups in ganz Europa, unabhängig davon ob sie in einem Co-Working Space arbeiten oder noch an der Universität eingeschrieben sind, von dem Award und dem Bewerbunszeitraum erfahren. Natürlich erfordert es viel Mut, zum Telefon zu greifen, eine unbekannte Person anzurufen und mit ihr in einer fremden Sprache zu reden. Fragen, die Laura dabei durch den Kopf gingen, waren: „Was ist, wenn niemand abnimmt? Was soll ich machen, wenn ich nicht weiß, wie ich ihre Fragen beantworten soll?"

Inspiriert durch den Unternehmergeist

Nach Ablauf der Bewerbungsphase steht das Team vor der Aufgabe, die eingegangenen Geschäftsideen zu sortieren. Letztes Jahr hatte sich eine Rekordzahl von 274 Startups beworben. Lauras Anrufe hatten sich also ausgezahlt. Allerdings würden am Ende nur sechs Startups ins Finale kommen und nur eines würde den Green Alley Award gewinnen. Am Tag des großen Finales, als Laura die sechs Finalisten auf der Bühne sah, merkte sie, dass sich ihr Einsatz und der des Teams gelohnt hatte: „Die Start-ups zu sehen und ihnen dabei zuzuschauen, wie sie ihre Ideen live auf der Bühne präsentieren, hat mir einmal mehr vor Augen geführt, dass der Green Alley Award eine richtig gute Sache ist und dass es ein Privileg ist, daran mitgewirkt zu haben.“

Lesen Sie hier den ganzen Artikel über Lauras Erfahrungen beim Green Alley Award.


9 June, Tackling Climate Change: The Case for a Circular Economy, Worldwide

22 & 29 June, The Pathway to a Circular Economy Powered Through Design, Worldwide

22-29 June, Webinar Week: Cradle to Cradle Design - Powering the Circular Economy, Worldwide

23 June, Packaging: Hero or Villain in a Circular Economy, Worldwide

24 June, H2 Compliance: SCiP / SiA Webinar, Worldwide
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