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August 2019

INHALTSVERZEICHNIS

NEUES VON LANDBELL GROUP
European Recycling Platform äußert Bedenken gegen neues Batteriegesetz in Deutschland
Neue Untersuchung zu Elektroaltgeräten und zur Kreislaufwirtschaft im Vereinigten Königreich

WER IST WER BEI LANDBELL GROUP 
Interview mit Peter Christensen, Projektmanager im Bereich Kreislaufwirtschaft, Nordamerika
 
TAKE-BACK
EU Open Scope: Ein Jahr danach

CIRCULAR ECONOMY
Neue EU-Kommissionspräsidentin kündigt neuen Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft an

CHEMICAL CONTROL
Europäische Union verschärft Vorschriften für gefährliche Chemikalien

SOFTWARE
Blockchain-basierte Software sorgt für mehr Transparenz beim Glasrecycling

NEUE STUDIEN UND BERICHTE
Neuer Bericht zur Vermeidung von Kunststoffabfällen in Europa

INNOVATIONEN UND VORREITER
Der Green Alley Award 2019: Zahlen & Fakten

TERMINE


European Recycling Platform äußert Bedenken gegen neues Batteriegesetz in Deutschland 

European Recycling Platform (ERP), ein Unternehmen der Landbell Group, hat Bedenken gegen den Vorschlag des Bundesumweltministeriums zur Änderung des Batteriegesetzes geäußert. Laut ERP Deutschland würden die vorgeschlagenen Änderungen die Probleme im Batteriemarkt weiter verschärfen statt sie zu lösen, und zudem den Wettbewerb zwischen den verschiedenen Rücknahmesystemen aufs Spiel setzen. ERP Deutschland ist der Meinung, dass die Überarbeitung des Batteriegesetzes als Chance genutzt werden sollte, endlich gleiche Bedingungen mit einheitlichen Rechten und Pflichten für alle Systeme zu schaffen, um damit eine flächendeckende Sammlung und Verwertung von Altbatterien zu bestmöglichen Preisen und in bestmöglicher Qualität zu gewährleisten. 

In der momentanen Lesefassung sieht das Batteriegesetz weiterhin zwei Arten von Rücknahmesystemen vor: Die gemeinnützige Stiftung Gemeinsames Rücknahmesystem (GRS) und die herstellereigenen Rücknahmesysteme (hRS) wie ERP. Die Rollen und Verantwortlichkeiten der beiden Systemtypen unterscheiden sich in einigen Punkten voneinander. So hat das GRS einige exklusive Rechte, die die anderen Systeme nicht haben.  Allen ist allerdings die Verpflichtung gemein, mindestens 45% der von ihren Herstellern auf den Markt gebrachten Batterien einsammeln zu müssen. Hauptauslöser für die geplante Gesetzesänderung sind die aktuellen finanziellen Schwierigkeiten des GRS, die wiederrum zum Teil auf dessen rechtliche Sonderrolle zurückzuführen sind.  

Allerdings bezweifelt ERP, dass die Maßnahmenvorschläge zu einer Beruhigung der angespannten Marktlage führen würden, zumal sie das gegenwärtige Zwei-Klassen-Modell nicht grundsätzlich in Frage stellen. Im Gegenteil: Die geplanten Änderungen werden die Ungerechtigkeiten zwischen den Systemen nur neu verteilen, was neue Probleme schaffen könnte, auch wenn andere eventuell gelöst wären. Im Besonderen würden laut ERP die plötzliche Anwendung einer neuen Methode zur Berechnung der Sammelquote ohne Übergangsfristen finanziell untragbare Strukturen für die hRS schaffen, durch die diese im schlimmsten Fall sogar aus dem Markt gedrängt werden könnten. 

Die vorgeschlagenen gesetzgeberischen Maßnahmen sehen auch neue Anforderungen wie modulierte Gebühren vor, mit denen die überarbeitete EU-Abfallrahmenrichtlinie umgesetzt werden soll. Die vorgeschlagenen Änderungen würden jedoch greifen, bevor die Kommission ihre diesbezüglichen Leitlinien für die Mitgliedstaaten veröffentlicht hat, um eine Harmonisierung des Binnenmarkts gemäß der Richtlinie sicherzustellen. 

Der Gesetzentwurf ist Teil einer vom Bundesumweltministerium durchgeführten geschlossenen Stakeholder-Konsultation, an der ERP teilgenommen hat. Das Ministerium wird die Stellungnahmen nun auswerten und vermutlich nach der parlamentarischen Sommerpause Anfang September einen überarbeiteten Entwurf vorlegen, der dann in ein offizielles Gesetzgebungsverfahren übergehen würde.
 
Parallel dazu arbeitet die Europäische Kommission an einer Änderung der Batterierichtlinie, welche die Grundlage für die nationalen Batteriegesetze in den Mitgliedstaaten bildet. Es wird erwartet, dass die Kommission im kommenden Jahr einen Gesetzesvorschlag veröffentlichen wird. Die neuen europäischen Regeln würden dann dazu führen, dass auch das deutsche Batteriegesetz erneut überarbeitet werden müsste. 

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Neue Untersuchung zu Elektroaltgeräten und zur Kreislaufwirtschaft im Vereinigten Königreich 

Das Environmental Audit Committee (EAC) in Großbritannien hat eine neue Untersuchung zu Elektro- und Elektronikaltgeräten (WEEE) und zur Kreislaufwirtschaft eingeleitet. Vertreter des WEEE-Sektors begrüßten den Schritt, warnten jedoch vor möglichen Rückwirkungen auf das Recycling. 

Mary Creagh, Vorsitzende des Komitees, erläuterte bei ihrem Auftritt bei den National Recycling Awards der Materials Recycling World (MRW) Sinn und Zweck der Untersuchung. Sie wies darauf hin, dass in Großbritannien aktuell 25 Kilogramm Elektroaltgeräte pro Person und Jahr anfallen, was fast 50% über dem EU-Durchschnitt liegt. Während ihrer Rede zeigte Creagh den Konferenzbesuchern ein Video aus Agbogbloshie, einem Slum in Ghana, in dem die Bewohner hauptsächlich davon leben, Elektroaltgeräte zu zerlegen und die darin enthaltenen Metalle zu gewinnen. 

John Redmayne, Managing Director beim Landbell Group-Unternehmen European Recycling Platform, wies darauf hin, dass die gegenwärtigen Bemühungen zur Verbesserung der WEEE-Sammlung im Vereinigten Königreich nicht übersehen werden dürften: „Mit Recht sprechen Sie mehrere Probleme an und ich begrüße, dass Sie gleichzeitig die wertvolle Arbeit, die bereits heute geleistet wird, nicht herunterspielen. Die Leute, die tagtäglich dafür sorgen, dass Materialien gesammelt, verarbeitet und recycelt werden, sind Helden, da stimme ich Ihnen zu.“ 

Das EAC nimmt noch bis zum 16. August schriftliche Hinweise zu seiner WEEE-Untersuchung entgegen. ERP UK wird sich an der Konsultation beteiligen.

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Interview mit Peter Christensen, Projektmanager im Bereich Kreislaufwirtschaft, Nordamerika 

Was ist Ihre Aufgabe bei Landbell Group?
Ich arbeite als Projektmanager für Kreislaufwirtschaft bei Landbell Group in Nordamerika. Wir managen für unsere Kunden alles, was mit Kreislaufwirtschaft zu tun hat, also insbesondere die Rücknahme, das Recycling und die Wiederverwendung ihrer Produkte sowie die Einhaltung aller Vorschriften bezüglich der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR). Wir verbringen viel Zeit damit, das regulatorische Umfeld in den USA im Blick zu behalten, um unsere Kunden bestmöglich beraten zu können. Anschließend erarbeiten wir für unsere Kunden Lösungen, mit denen sie die vielen Chancen der Kreislaufwirtschaft optimal nutzen können. 

Was sind Ihre wichtigsten Aufgaben und Herausforderungen?
Das regulatorische Umfeld in den USA ist sehr kompliziert und fragmentiert. Jeder Staat hat unterschiedliche EPR-Gesetze. Eine große Herausforderung besteht darin, die rechtlichen Strukturen sowie deren Auswirkungen zu verstehen und diese dann für Unternehmen zu interpretieren. Wir versuchen immer, eine möglichst universelle Lösung zu entwickeln und diese dann minimal für diejenigen Staaten anzupassen, in denen strengere Gesetze gelten. Eine weitere wichtige Aufgabe für uns ist es, Unternehmen auf die sich bietende Chancen aufmerksam zu machen und ihnen das Geschäftsmodell Kreislaufwirtschaft näher zu bringen. Das ist eine subtile Herausforderung, da die Unternehmen nicht dazu verpflichtet sind. Darin liegt übrigens die Krux der Kreislaufwirtschaft: Unternehmen zu Dingen zu ermutigen, die sie eigentlich nicht tun müssen. 

Wie sind Sie zur Landbell Group gekommen?
Auf Grund meiner Arbeit auf dem Gebiet unendlich recycelbarer Kunststoffe (siehe Artikel) habe ich von der US-Regierung ein Stipendium bekommen, in dessen Rahmen ich mit vielen Branchenvertretern sprechen und über die kommerziellen Möglichkeiten dieser neuen Kunststoffe diskutieren konnte. So kam ich unter anderem mit John Dickenson, dem Leiter des Bereichs Kreislaufwirtschafts der Landbell Group in Amerika, in Kontakt. John hat im Bereich Internationale Compliance gearbeitet, deshalb hat er ein enormes Fachwissen. Gleichzeitig hat er einen sehr realistischen Blickwinkel auf die Kreislaufwirtschaft. Es ist relativ einfach, Unternehmen mit neuen Produkten und Erfindungen zu begeistern, aber es ist ungleich schwerer, diese Unternehmen davon zu überzeugen, in wirklich wichtige Projekte wie Rücknahmelogistik zu investieren. Bei der Kreislaufwirtschaft geht es nicht um die eine große Maßnahme, die alles verändert, sondern darum, ein komplett neues System zu schaffen und die Leute dazu zu bringen, das große Ganze in den Blick zu nehmen. 

Was tun Sie in Ihrem Privatleben für die Umwelt?
Die Städte in den USA haben eine sehr unterschiedliche Recyclinginfrastruktur – selbst innerhalb eines Bundesstaats. Bezüglich dessen, was Sie recyceln können und was nicht, gibt es erhebliche Unterschiede. Das macht es schwierig, unter Umweltgesichtspunkten ein guter Bürger zu sein. Aus meiner Sicht brauchen wir ein besseres System, um effektive Veränderungen herbeizuführen. Deshalb denke ich viel über das Produktdesign nach. Ich schaue mir Objekte an und überlege mir, wie man diese am besten zerlegen kann. Ich halte auch Vorträge vor Kindern, nicht nur über die wissenschaftlichen Aspekte meiner Arbeit, sondern auch darüber, was sie persönlich tun können, um besser auf ihre Umwelt aufzupassen. 


EU WEEE Open Scope: Ein Jahr danach 

Der offene Anwendungsbereich („open scope“) der Elektroaltgeräte-Richtlinie (WEEE-Richtlinie), den die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) bis zum 15. August 2018 in nationales Recht umsetzen mussten, feiert in Kürze seinen ersten Geburtstag. Die neue Definition und Kategorisierung von Elektro- und Elektronikgeräten hat die nationalen Behörden und Hersteller vor einige Herausforderungen gestellt. Mittlerweile wird sie von allen EU-Mitgliedstaaten sowie einem Land der Europäischen Freihandelsassoziation verwendet. Allerdings ist fast ein Viertel der Mitgliedstaaten über die in der Richtlinie aufgeführten sechs Kategorien hinausgegangen und hat einen anderen Ansatz implementiert oder zusätzliche Unterkategorien eingeführt. Die Hälfte der Länder hat die neuen Kategorien schon in 2018 eingeführt (allerdings mit jeweils unterschiedlichen Fristen für die Anwendung), die andere Hälfte hat die Anwendung auf 2019 verschoben. 

In der Praxis hat der offene Anwendungsbereich dazu geführt, dass mehr Unternehmen und Produkte unter den Geltungsbereich der WEEE-Richtlinie fallen. Andere Unternehmen mussten ihre Produkte entsprechend ihrer Dimensionen neu kategorisieren oder ihre Produktkategorien von Land zu Land anpassen. Das hat in manchen Fällen dazu geführt, dass Unternehmen sich erneut oder für unterschiedliche Kategorien registrieren mussten. Die Behörden mussten zudem ihre nationalen Register neu aufsetzen, die Hersteller bei der Produkteinordnung unterstützen und die erhöhte Anzahl von Registrierungen bewerkstelligen. 

Landbell Group hat viele Hersteller bei diesem Prozess unterstützt. Unsere Berater haben dafür gesorgt, dass unsere Kunden die neuen Anforderungen sicher, effizient und kostengünstig erfüllen können. 

Landbell Group hat eine „open scope“-Übersicht für Hersteller erstellt, in der alle Informationen über die unterschiedliche Umsetzung des offenen Anwendungsbereichs in den Mitgliedstaaten aufgeführt sind.
 
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Neue EU-Kommissionspräsidentin kündigt neuen Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft an 

Die frisch gewählte Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, will Europa zu einem Vorreiter der Kreislaufwirtschaft machen. In ihrer „Agenda für Europa“ kündigte Frau von der Leyen die Entwicklung eines neuen Aktionsplans für die Kreislaufwirtschaft an, der insbesondere ressourcenintensive und einflussreiche Sektoren wie das Textil- und das Baugewerbe in den Blick nehmen soll. Außerdem möchte von der Leyen einen stärkeren Fokus auf die Eindämmung von Einmalkunststoffen, insbesondere von Mikroplastik, setzen. Es bleibt abzuwarten, welche konkreten Gesetzgebungen die neue Kommission tatsächlich vorantreiben wird. Schon die alte Kommission hatte ein besonderes Augenmerk auf die Kreislaufwirtschaft gesetzt und unter anderem eine Revision der Abfallrahmenrichtlinie auf den Weg gebracht. 

Inzwischen gibt es auch Klarheit über die Zusammensetzung der Ausschüsse des neuen Europäischen Parlaments. Der Ausschuss zu Umweltfragen, öffentlicher Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI), der unter anderem für die Gesetzgebung im Abfallbereich zuständig ist, besteht aus insgesamt 71 Abgeordneten, von denen fast zwei Drittel (46) neu im Parlament sind. Von den anderen 25 Ausschussmitgliedern haben die meisten bereits zuvor im ENVI-Ausschuss gearbeitet, darunter Simona Bonafè (Sozialdemokraten), Berichterstatterin der Revision der Abfallrahmenrichtlinie, und Frédérique Ries (Renew Europe), Berichterstatterin der kürzlich verabschiedeten Richtlinie zu Einmalkunststoffen. Neuer Vorsitz des ENVI-Ausschusses ist Pascal Canfin (Renew Europe), die einflussreichen Koordinatoren der Fraktionen sind – soweit schon offiziell bekannt – Hans-Peter Liese (Europäische Volkspartei) und Nils Torvalds (Renew Europe).


Europäische Union verschärft Vorschriften für gefährliche Chemikalien 

Die Europäische Union (EU) hat die Regeln für persistente organische Schadstoffe (persistent organic pollutants, POPs) verschärft. POPs sind Chemikalien, die in natürlichen Umgebungen über einen langen Zeitraum verharren und bioakkumulieren können. Ziel der Verschärfung: Mensch und Umwelt besser vor den Auswirkungen dieser Chemikalien schützen. 

Mit den am 25. Juni im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlichten Änderungen der POP-Verordnung werden die Vorschriften an die neuesten Änderungen des Stockholmer Übereinkommens angeglichen, das den rechtlichen Rahmen für weltweite Regelungen zu  Herstellung, Verwendung sowie Ein- und Ausfuhr von POPs bildet. 

Die neuen Vorschriften könnten bei Recyclinganbietern zu erheblichen Kopfschmerzen führen, nicht nur wegen der höheren Kosten aufgrund der komplizierteren Sammlung und Sortierung, sondern auch wegen der faktischen Unmöglichkeit, bestimmte europäische Recyclingvorgaben zu erreichen. 

Diese Entwicklungen werden beispielsweise im Vereinigten Königreich erwartet, wo die Umweltbehörde kürzlich neue Vorschriften zur Behandlung von POPs in Kunststoffen aus Elektroaltgeräten erlassen hat. Untersuchungen hatten ergeben, dass Kunststoffe über mehrere WEEE-Ströme hinweg unerlaubt hohe Konzentrationen von POPs enthalten, insbesondere des Flammschutzmittels DecaBDE.  

Diese Situation und das Fehlen validierter Messmethoden, die im industriellen Maßstab für Konzentrationsgrenzwerte von weniger als 1000 ppm Gesamtbrom eingesetzt werden können, machen ein Recycling dieser Stoffe in alle neuen Produkte, die nicht unter eine Ausnahmeregelung fallen, technisch unmöglich.  

Hinzu kommt: Wenn ein Recycling dieser Kunststoffe nicht möglich ist, stellen die neuen Anforderungen eine große Herausforderung für das Vereinigte Königreich und andere Mitgliedstaaten dar, welche aktuell nicht die Kapazitäten haben, die als gefährlich gekennzeichneten Materialien ordnungsgemäß zu entsorgen. Deshalb müssten große Mengen ins Ausland verbracht werden, um dort in geeigneten Anlagen verbrannt zu werden. 

Das gemeinsame Positionspapier mehrerer Organisationen zum damaligen Entwurf der POP-Verordnung finden Sie hier.


Blockchain-basierte Software sorgt für mehr Transparenz beim Glasrecycling 

Momentum Recycling hat mit der Implementierung einer neuen Blockchain-Software zur Rückverfolgung von Abfällen begonnen. Das Unternehmen hofft, damit zu einer höheren Transparenz beim Glasrecycling und damit auch zu höheren Recyclingquoten beitragen zu können. Die von der End of Waste Foundation (EOWF) bereitgestellte Software verfolgt das Glas vom Altglascontainer bis hin zum neuen Produkt. Anschließend wird ein Glaszertifikat erstellt, auf dem unter anderem die Menge an recyceltem Material und die CO2-Kompensation dargestellt sind und welches dann von Verbrauchern und Unternehmen gekauft werden kann. 

John Stefanescu, Mitgründer und Chief Traceability Officer der EOWF, sieht in dem neuen Ansatz einen Vorgeschmack auf die Zukunft des Recyclings: „Wir eröffnen mit unserem Produkt eine neue Perspektive auf die Branche, die hoffentlich zu vielen neuen Aktivitäten und letztlich zu einem Systemwechsel führen wird.“ 

Nach der Implementierung der Software sieht EOWF ihre zukünftige Rolle vor allem als Ausbilder. Mit den gesammelten Daten soll Verbrauchern, Unternehmen und Märkten beigebracht werden, wie sie selbst zur Kreislaufwirtschaft beitragen können. 

Hier können Sie mehr über die End of Waste Foundation erfahren: endofwaste.com

Neuer Bericht zur Vermeidung von Kunststoffabfällen in Europa 

Die Europäische Umweltagentur (European Environment Agency, EEA) hat einen neuen Bericht veröffentlicht, der aufzeigt, wie wichtig es ist, das Kunststoffrecycling in Europa zu erhöhen. Der Bericht gibt Aufschluss über den Umfang des Problems und liefert gleichzeitig Vorschläge, wie es künftig besser bewältigt werden kann. Trotz der Bemühungen, den Einsatz von Kunststoffen in den 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) zu verringern, stieg die Nachfrage 2017 auf 52 Millionen Tonnen. Im Jahr 2010 lag sie noch bei 46 Millionen Tonnen. 

Die EEA hat zudem eine Reihe von Maßnahmen zur besseren Bewältigung des Plastikmüllproblems identifiziert. Aktuell werden 31,1% der Kunststoffabfälle in der EU verwertet, aber recycelte Kunststoffe oder Sekundärkunststoffe machen nur 6% der europäischen Kunststoffnachfrage. Laut Bericht gibt es ein großes Potenzial dafür, diese Zahlen näher zusammenzubringen und der Branche somit mehr Zirkularität zu verleihen. 

Den vollständigen Bericht der EEA finden Sie hier

Der Green Alley Award 2019: Zahlen & Fakten 

Als Landbell Group im Jahr 2014 den Green Alley Award ins Leben rief, nahmen 70 Start-ups aus Deutschland, Österreich und der Schweiz am Wettbewerb teil. Fünf Jahre dürfen wir voller Freude bekanntgeben, dass wir in diesem Jahr 274 Bewerbungen aus über 30 europäischen Ländern erhalten haben, 27% mehr als im Vorjahr. Ein Viertel der Anträge kommt aus Deutschland, gefolgt von Großbritannien (12%) und Spanien (10%). Spanien hat mit 28 Anträgen sogar Italien übertroffen, welches etwa 7% aller eingegangenen Anträge ausmacht. Berlin und London sind nach wie vor die wichtigsten Innovationszentren für Start-ups. Allerdings zeigt sich in Deutschland eine wachsende Vielfalt: Letztes Jahr kamen die Start-ups hierzulande aus 28 unterschiedlichen Städten, dieses Jahr sind es 39. 

Trends in der Kreislaufwirtschaft 

Über die Hälfte der teilnehmenden Start-ups sind Anbieter von Produkten, 28% Dienstleister und 15% Entwickler digitaler Lösungen. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich diese Zahlen kaum verändert. Beim Geschlecht der Geschäftsführer gibt es nach wie vor ein Ungleichgewicht: 68% der Start-up-CEOs sind Männer, 32% Frauen. Die Zahl der weiblichen CEOs ist gegenüber dem Vorjahr leicht um einen Prozentpunkt zurückgegangen, liegt aber immer noch über dem Durchschnitt. Laut dem Green Startup Monitor 2018 machen Frauen nur etwa 18% der grünen Führungskräfte aus. Wenn es um Start-ups im Allgemeinen geht, liegt der Anteil sogar noch niedriger. 

Wie geht es weiter? 

Im September werden wir die sechs diesjährigen Finalisten bekannt geben. Diese dürfen dann beim Grand Final in Berlin ihre Geschäftsidee vor einer Jury präsentieren, welche dann wiederum aus den sechs Finalisten den Green Alley Award-Gewinner 2019 kürt.

29 - 30 August 2019, Ecodesign Learning Factory - Public Training, Berlin, Deutschland

30 August - 01 September 2019, Global Challenges Retreat 2019, Exeter, Vereinigtes Königreich 

11 September 2019, RWM, Marston Green, Vereinigtes Königreich

19 September 2019, European Recycling Conference 2019, Paris, Frankreich

23 September 2019, Sustainable Business Models in Circular Bio-Economy, Brüssel, Belgien

25 - 26 September 2019, EREK Intrnational Conference, Brüssel, Belgien

26 September 2019, NISP® Canada – Circular Economy Workshop, Vancouver, Kanada  

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