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Juli 2019

INHALTSVERZEICHNIS

NEUES VON LANDBELL GROUP
Neue Studie könnte den „heiligen Gral“ des Recyclings gefunden haben
Ökodesign Workshops
World Circular Economy Forum

WER IST WER BEI LANDBELL GROUP 
Interview mit Cecile Gainche, Teamleiterin Internationaler Vertrieb, Landbell Deutschland
 
TAKE-BACK
Fokus auf Island

CIRCULAR ECONOMY
Europawahlen verursachen Machtverschiebung im Europäischen Parlament
Neuer Bericht zeigt Plastikverschmutzung im Mittelmeerraum
Änderungen am Basler Übereinkommen sollen Kunststoffverschmutzung bekämpfen

CHEMICAL CONTROL
TSCA-Verzeichnis: Frist für die „reset rule“ läuft ab
WICHTIG: Voranmeldungsphase in Korea endet bald

NEUE STUDIEN UND BERICHTE
Bergbauabfälle und Deponien bieten großes Potenzial für die Rückgewinnung von Rohstoffen  

INNOVATIONEN UND VORREITER
Finalisten des Green Alley Award 2018: MIWA

TERMINE


Neue Studie könnte den „heiligen Gral“ des Recyclings gefunden haben 

Eine Gruppe von Wissenschaftlern des zum US-Energieministerium gehörenden Lawrence Berkley National Laboratory hat möglicherweise einen Kunststoff entwickelt, der unbegrenzt recycelt werden kann und zwar in allen möglichen Farben und Formen. Grund hierfür ist die besondere Fähigkeit des neuen Materials, bis auf die molekulare Ebene heruntergebrochen zu werden. 

Einer der Wissenschaftler ist Peter Christensen, Projektmanager für Kreislaufwirtschaft bei Landbell Group und Postdoktorand am Lawrence Berkeley National Laboratory. „Die meisten Kunststoffe sind gar nicht dafür ausgelegt, irgendwann recycelt zu werden“, erklärt Peter. „Wir haben einen neuen Herstellungsweg gefunden, der das Recycling von Anfang an mitdenkt und zwar direkt auf der molekularen Ebene.“ 

Die Entdeckung könnte weitreichende Auswirkungen auf die Menge an Plastikmüll haben, die in der Umwelt und auf Deponien landet. Forscher behaupten, dass die Herstellung von Anlagen zur Verarbeitung dieser Kunststoffe die Recyclingraten erheblich steigern könnte. Viele der heute verwendeten Kunststoffe werden mit bestimmten Chemikalien kombiniert, um sie widerstandsfähiger und langlebiger zu machen. Das erschwert allerdings die Wiederverwertung der Materialien und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sie in der Umwelt oder auf Deponien landen. Die Fortschritte der Forschergruppe vom Lawrence Berkley National Laboratory könnten zu einem einheitlicheren Verfahren für das Kunststoffrecycling führen und die Effizienz von der Herstellung über die Sammlung bis hin zum Recycling der Produkte steigern.

Die vollständige Studie finden Sie hier


Ökodesign Workshops 

Experten des zu Landbell Group gehörenden Unternehmens H2 Compliance haben eine Workshop-Serie zum Thema Ökodesign gestartet. Die Workshops, die bisher vor Ort bei den Kunden in Deutschland und Frankreich stattgefunden haben, sollen bei den Unternehmen das Bewusstsein dafür schärfen, beim Design ihrer Elektrogeräte das spätere Recycling zu beachten

Die Workshops decken sowohl Theorie als auch Praxis ab. Während der theoretischen Teils erklären die Spezialisten von H2 Compliance die bestehenden Vorschriften für Elektroaltgeräte, Altbatterien und Verpackungen, und diskutieren Trends und vorhandene Recyclingtechnologien. Zudem zeigen sie „best practices“ aus dem Bereich Ökodesign auf. 

Wenig überraschend freuen sich die Teilnehmer typischerweise besonders über den praktischen Teil des Workshops, bei dem es darum geht, Elektroaltgeräte – unter Anweisung der Experten – bis zur letzten Schraube zu zerlegen. Mit Hämmern, Schraubenziehern und Zangen zerlegen die Teilnehmer zum Beispiel alte Laptops, die zuvor von ihren Unternehmen hergestellt worden waren. Begeistert schlüpfen sie auch in die Rolle des Recyclers und prüfen, ob die Geräte unter Umweltgesichtspunkten entworfen wurden. Am Ende der Workshops tauschen sich die Teilnehmer über ihre Erfahrungen und Beobachtungen aus und können hoffentlich einige Anregungen für zukünftige Designverbesserungen mitnehmen. 

Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie in Ihrem Unternehmen einen Ökodesign-Workshop organisieren möchten.

Kontaktieren Sie Landbell Group hier

World Circular Economy Forum 

Das World Circular Economy Forum (WCEF) ist eine weltweite Initiative des finnischen Innovationsfonds Sitra. Vom 3. bis zum 5. Juni 2019 kamen auf der diesjährigen Veranstaltung mehr als 2.000 Teilnehmer aus über 90 Ländern zusammen, darunter eine Vielzahl von politischen Entscheidungsträgern und Vertretern von Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen, Unternehmen, und Wissenschaft. WCEF findet alle zwei Jahre in Finnland und dazwischen jeweils an einem anderen Ort statt: Das erste WCEF wurde 2017 in Helsinki organisiert. Das zweite fand 2018 im japanischen Yokohama statt. 

Die beiden Tage waren gefüllt mit Präsentationen und Diskussionen zu Kreislaufwirtschaftslösungen für Regierungen, Industrie, Unternehmen und Bürger. Die Teilnehmer waren sich grundsätzlich darüber einig, dass unser Wirtschaftssystem von einem linearen zu einem zirkularen umgestaltet werden müsse und dass es vor allem Aufgabe der Europäischen Union sei, hierbei eine Führungsrolle einzunehmen. Für die Beschleunigung dieser Umgestaltung bedarf es zusätzlicher Investitionen in Unternehmen der Kreislaufwirtschaft, der Einführung neuer Technologien und der Umsetzung entsprechender regulatorischer Maßnahmen. 

Mit dabei auf dem diesjährigen WCEF war auch Olli Alanen, der bei Landbell für die Compliance-Dienstleistungen in Skandinavien zuständig ist und gleichzeitig zusammen mit anderen Experten die Finalisten des Green Alley Award auswählt, dem von Landbell Group organisierten jährlichen Innovationswettbewerb für Start-ups und Unternehmen der Kreislaufwirtschaft.


Interview mit Cecile Gainche, Teamleiterin Internationaler Vertrieb, Landbell Deutschland 

Was ist Ihre Aufgabe bei Landbell Group?
Ich bin verantwortlich für das internationale Vertriebsteam von Landbell Deutschland. Dieses Team kümmert sich um global agierende Unternehmen, die sich an die deutschen Verpackungsvorschriften halten müssen. 

Was sind Ihre wichtigsten Aufgaben und Herausforderungen?
Es gibt zwar eine einheitliche europäische Verpackungsrichtlinie, aber jeder Mitgliedstaat setzt die Vorgaben anders um. Für die Hersteller ist es eine echte Herausforderung, diese ganzen Regeln zu verfolgen und einzuhalten, zumal sie sehr komplex sind und sich ständig ändern. Darüber hinaus ist das neue deutsche Verpackungsgesetz, das im Januar 2019 in Kraft getreten ist, nur in deutscher Sprache verfügbar, was es internationalen Unternehmen noch schwerer macht. Meine Hauptaufgabe ist es, Unternehmen, die verpackte Waren nach Deutschland einführen, zu beraten und ihnen wettbewerbsfähige Lösungen anzubieten. Da ich darüber hinaus auch Recherche für unser Rechtsteam betreibe, kann ich unseren Kunden außerdem dabei helfen, ihre Verpackungsverpflichtungen in anderen Ländern zu identifizieren. 

Wie sind Sie zur Landbell Group gekommen?
Ich habe Internationale Betriebswirtschaftslehre in Frankreich, Großbritannien und Deutschland studiert. Nach einigen Jahren in der Papier- und Druckindustrie habe ich 2015 bei Landbell Group angefangen, als ich aus der Schweiz zurück nach Deutschland gezogen bin. Landbell Group bietet für mich das ideale Arbeitsumfeld, da ich eine Leidenschaft für unsere Umwelt habe und zudem gerne in einem multikulturellen Unternehmen arbeite. 

Was tun Sie in Ihrem Privatleben für die Umwelt?
Als ich zu meinem Studium nach Deutschland kam, war ich ziemlich verwirrt wegen der ganzen unterschiedlichen Abfallbehälter. Es kann schon eine Weile dauern, bis man als Neuling versteht, welcher Müll in welche Tonne kommt! Aber die Deutschen sind so versiert darauf, ihren Müll richtig zu sortieren, dass sie einem gerne helfen, wenn man es „falsch“ macht. Ich habe zwei Kinder und ich sehe es als einen wichtigen Teil ihrer Ausbildung an, ihren Geschmack für gesundes Essen zu „formen“, ihnen den Spaß beim Kochen zu vermitteln und ihnen die ökologischen Konsequenzen ihres Konsumverhaltens bewusst zu machen. Auch Greta Thunberg und die „fridays for future“-Bewegung tragen dazu bei, dass sie sich stärker für Umweltthemen interessieren.


Fokus auf Island 

Als Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) hat Island Vorschriften zur erweiterten Herstellerverantwortung eingeführt und die Anforderungen der europäischen WEEE-, Batterie- und Verpackungsrichtlinien im Rahmen der EWR-Vereinbarung umgesetzt. Die Anforderungen an EWR-Mitglieder sind zumeist die gleichen wie in der Europäischen Union. 

Nach isländischem Recht sind Hersteller und Importeure von einer Vielzahl an Produkten, unter anderem von Elektrogeräten, Batterien und Verpackungen, die in Island in Verkehr gebracht werden, für deren Sammlung und die Einhaltung der Rückgewinnungs- und Recyclingziele verantwortlich. Letztere entsprechen den in den EU-Richtlinien festgelegten Zielen und müssen vom isländischen Recyclingfonds erreicht werden, dem sich alle Hersteller anschließen müssen. 

Die Registrierung von Herstellern in Island unterscheidet sich allerdings von der in den EU-Mitgliedstaaten. Sobald ein Produkt importiert wird, wird automatisch ein Bericht an den Isländischen Recyclingfonds übermittelt, der dann wiederum den Hersteller bei der Umweltbehörde registriert. Importeure müssen sich dafür zunächst bei der Zollbehörde registrieren. Für die entsprechende Registrierung der lokalen Hersteller ist die Steuerbehörde zuständig. Der Isländische Recyclingfonds erhebt dann vom Hersteller eine Gebühr für Rücknahme und Recycling, übernimmt die Herstellerverantwortung sowie den Bericht an die Umweltbehörde. 

Sofern Sie nach Island importieren und Unterstützung benötigen, sind wir Ihnen gerne behilflich.

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Europawahlen verursachen Machtverschiebung im Europäischen Parlament 

Die Europawahlen von Ende Mai haben einige Veränderungen ins Europäische Parlament gebracht. Fast zwei Drittel (64%) der Abgeordneten sind neu. Die ehemalige Große Koalition bestehend aus der Europäischen Volkspartei (EVP) und den Sozialdemokraten (S&D) hat 87 ihrer Sitze verloren und ist nicht länger in der Lage, eine Mehrheit zu bilden. Die Liberalen (ALDE) und die Grünen hingegen haben 39 bzw. 18 Sitze mehr als im alten Parlament und sind somit die klaren Wahlgewinner. Vor allem ALDE’s Einfluss dürfte erheblich zunehmen, da es kaum möglich sein wird, ohne diese Fraktion eine Mehrheit im neuen Parlament zu bilden. 

Obwohl die neue Zusammensetzung der Parlamentsausschüsse erst Mitte Juli festgelegt wird, kann davon ausgegangen werden, dass diejenigen Abgeordneten, die in der vergangenen Legislaturperiode an Kreislaufwirtschaftsthemen gearbeitet haben, dies auch in der neuen Legislaturperiode tun werden. Dies sind insbesondere Simona Bonafè und Frederique Ries. 

Die Wahlbeteiligung ist europaweit um rund 9 Prozentpunkte im Vergleich zu 2014 gestiegen. Das zeigt, dass die Wähler verstanden haben, welche wichtige Rolle die Europäische Union in Schlüsselfragen wie dem Klimaschutz spielen kann.
 

Neuer Bericht zeigt Plastikverschmutzung im Mittelmeerraum 

Eine neue Untersuchung des WWF hat die Gebiete mit der höchsten Plastikverschmutzung im Mittelmeerraum ermittelt. Angeführt wird dieses unrühmliche Ranking von der Küste Kilikiens im Südosten der Türkei, gefolgt von Touristenhochburgen wie Barcelona, ​​Tel Aviv und dem Po-Delta in der Nähe Venedigs. Die größten Verursacher von Plastikmüll sind dem Bericht zufolge Ägypten, die Türkei und Italien. 

Die Ursache des wachsenden Plastikmülls im Mittelmeerraum liegt nicht nur in dem hohen Plastikverbrauch der Einwohner und Touristen, sondern auch in den unzureichenden Sammel- und Entsorgungssystemen in den Ländern. Der Bericht empfiehlt den Regierungen der Mittelmeerländer, ein Widerverwendungs- bzw. Recyclingziel in Höhe von 100% für Plastik einzuführen und alle Einwegartikel aus Plastik aus dem Verkehr zu ziehen. 

Das Mittelmeer umfasst zwischen 4 und 18% aller Meerestiere und hat in den Anrainerstaaten einen enormen Stellenwert sowohl für den Tourismus als auch für die Fischerei. Laut WWF könnte sich die Plastikverschmutzung in der Region bis 2050 vervierfachen, sollten keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden.


Änderungen am Basler Übereinkommen sollen Kunststoffverschmutzung bekämpfen 

Bei einem Treffen in Genf haben die Regierungen von 180 Ländern mehrere Änderungen am Basler Übereinkommen beschlossen, mit denen Menschen und Umwelt besser vor den Gefahren von Chemikalien und Abfällen geschützt werden sollen. Die Änderungen zielen insbesondere auf das Problem des wachsenden Plastikmülls ab. 

Die beschlossenen Maßnahmen beinhalten unter anderem eine Verschärfung der Vorschriften für den weltweiten Handel mit Kunststoffabfällen, eine Erhöhung der Transparenz und eine Reihe neuer praktischer Unterstützungsmaßnahmen für Unternehmen, Regierungen, Wissenschaftler und die Zivilgesellschaft. 

Das zweiwöchige Treffen in Genf fand unter dem Titel „Sauberer Planet, gesunde Menschen: Vernünftiges Management von Chemikalien und Abfällen“ statt. Dabei nahmen 1.400 Delegierte aus 180 Ländern teil. Zusätzlich zu den schärferen Vorschriften für Kunststoffabfälle einigten sich die Delegierten auch auf Änderungen des Stockholmer Übereinkommens. So wurden zwei Gruppen giftiger Chemikalien mit insgesamt rund 4.000 Stoffen, die in Anhang A des Übereinkommens aufgeführt sind, verboten.


TSCA-Verzeichnis: Frist für die „reset rule“ läuft ab 

Hersteller und Verarbeiter müssen sich bis zum 5. August 2019 an die US-Umweltschutzbehörde (EPA) wenden, um die im Verzeichnis des Toxic Substances Control Acts (TSCA) aufgeführten inaktive Substanzen in aktive umzuwidmen. Nach diesem Datum ist die Verwendung eines inaktiven Stoffes nicht mehr erlaubt, es sei denn, innerhalb von 90 Tagen nach der tatsächlichen Herstellung oder Verarbeitung eines inaktiven Stoffes wird ein sogenannter „notice of activity“ (NOA-B) eingereicht. 

Der TSCA wurde zuletzt am 22. Juni 2016 geändert und gilt für Hersteller, Importeure und Verarbeiter, einschließlich Formulierer und nachgeschalteter Anwender. Dabei spielt das oben erwähnte Verzeichnis eine besonders wichtige Rolle bei der Definition neuer oder bereits im Handel befindlicher Substanzen. Im Rahmen der TSCA-Reform wollte die EPA alle 85.000 im Verzeichnis aufgeführten Substanzen aktualisieren, so dass nur die tatsächlich verwendeten Substanzen als aktiv gekennzeichnet sind. Aus diesem Grund hat die EPA am 11. August 2017 die sogenannte „inventory reset rule“ erlassen. Nach dieser Regel müssen Unternehmen der EPA sämtliche verwendeten Substanzen melden, und jeder nicht gemeldete Stoff wird automatisch als inaktiv eingestuft. Das überarbeitete Verzeichnis enthält nur noch halb so viele aktive Substanzen wie das alte. Daher ist es sehr wichtig zu prüfen, ob die von Ihnen verwendeten Substanzen noch als aktiv aufgeführt sind. 

Das zu Landbell Group gehörende Unternehmen H2 Compliance hat eine Niederlassung in New York. Wenden Sie sich an uns, wenn Sie Unterstützung bei den Regelungen des TSCA benötigen.

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WICHTIG: Voranmeldungsphase in Korea endet bald 

Die Frist für die Voranmeldung in Verkehr befindlicher Stoffe, die derzeit nach Südkorea verschifft werden – insgesamt mehr als eine Tonne pro Jahr – läuft am 30. Juni 2019 ab. Um eine reibungslose Lieferung nach Südkorea zu gewährleisten, sollten Unternehmen bis zu diesem Datum eine entsprechende Voranmeldung vornehmen. Hersteller und Importeure sind direkt von diesem Gesetz betroffen; nicht-koreanische Hersteller und Importeure können einen Alleinvertreter benennen (ähnlich der Rolle des Bevollmächtigten für Elektroaltgeräte). 

Bitte beachten Sie, dass die Voranmeldung etwa 20 Arbeitstage benötigt. Unternehmen sollten den Prozess daher so schnell wie möglich starten. Das zu Landbell Group gehörende Unternehmen H2 Compliance arbeitet mit einem Partner in Südkorea zusammen, um Kunden bei ihren Compliance-Anliegen zu unterstützen. 

K-REACH ist eine relativ neue Verordnung und erst seit dem 1. Januar 2015 in Kraft. Zum Jahreswechsel 2019 wurden zuletzt einige Änderungen vorgenommen. Laut Verordnung müssen neue Stoffe mit einer Menge von über 0,1 Tonnen pro Jahr vor der Herstellung oder Einfuhr registriert werden.

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Bergbauabfälle und Deponien bieten großes Potenzial für die Rückgewinnung von Rohstoffen 

Ein neuer Bericht der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission hat die Rückgewinnung kritischer und anderer Rohstoffe aus Bergbauabfällen und Deponien untersucht. Obwohl es bisher nur wenige Beispiele aus der Praxis gibt, besteht laut Bericht ein erhebliches Potenzial in diesem Bereich. Um dieses auszuschöpfen, müssten bestehende Hürden wie die unzureichende Wissensbasis oder der rechtliche Rahmen beseitigt werden, z.B. durch die Förderung von Forschung und Entwicklung. 

Mit dem Bericht wird die Maßnahme 39 des Aktionsplans Kreislaufwirtschaft der Europäischen Kommission umgesetzt: „Austausch bewährter Praktiken für die Rückgewinnung von kritischen Rohstoffen aus Abfällen aus der mineralgewinnenden Industrie sowie aus Deponien“. Der Bericht baut auf Diskussionen aus 2018 auf und zeigt technologische Innovationen und Fortschritte, die hinsichtlich einer besseren Wissensbasis zu kritischen Rohstoffen gemacht wurden. In dem Bericht wird die Erweiterung dieser Wissensbasis als besonders wichtig für die weitere Entwicklung der Verfahren zur Rückgewinnung kritischer Rohstoffe genannt. 

Kritische Rohstoffe sind Materialien, die für die Wirtschaft der Europäischen Union von besonderer Bedeutung sind und die einem hohen Risiko von Versorgungsengpässen ausgesetzt sind.

Der Bericht kann hier abgerufen werden

Finalisten des Green Alley Award 2018: MIWA 

In Zeiten von Zalando, Amazon und dem Online-Verkauf von Lebensmitteln ist der Kampf gegen die enorme Menge an Verpackungsabfällen eine große Herausforderung. Allein im Jahr 2016 verursachten die europäischen Verbraucher durchschnittlich 167,3 Kilogramm Abfall pro Person. Aus diesem Grund hat das tschechische Startup MIWA, Finalist des Green Alley Award 2018, eine modulare Lösung für den Einzelhandel entwickelt, bei der keine Verpackungsabfälle entstehen. 

So funktioniert’s: Hersteller verpacken ihre Waren in den von MIWA bereitgestellten Mehrwegkapseln. Großhändler liefern die Waren dann an die Geschäfte, wo sie wie gewohnt an die Verbraucher verkauft werden. Nach dem Entleeren werden die Kapseln über ein Rücknahmesystem in ein Waschzentrum zurückgeführt. Und sobald die Kapseln wieder bei den Herstellern angekommen sind, beginnt der gesamte Prozess von vorne. Für die Kunden und die Community bietet MIWA eine Shopping-App. MIWA-Gründer und -Geschäftsführer Petr Baca ist überzeugt, dass „Pre-Cycling“, also der Verkauf von Waren ohne Verpackung, die Zukunft ist: „Wir sind definitiv stolz darauf, an diesem bedeutenden Projekt zu arbeiten, das das Potenzial hat, einen enormen positiven Einfluss auf die Umwelt zu haben.“ 

Pre-cycling in globalem Maßstab
Baca ist nicht der einzige mit dieser Meinung. Das frühere Startup Terracycle hat gerade „Loop“ gestartet. Das US-amerikanische Pilotprogramm ist dem von MIWA sehr ähnlich. Die Tatsache, dass Unilever, Procter & Gamble, Clorox, Nestlé, Mars, Coca-Cola und PepsiCo ihre Verpackungen neu gestaltet haben, um an dem Programm teilzunehmen, zeigt: große Unternehmen haben endlich erkannt, dass es an der Zeit ist, auf den „Kreislaufwirtschafts-Zug“ aufzuspringen. 

Sowohl MIWA als auch Terracycle unterstützen die weltweite Selbstverpflichtung zur Bekämpfung der Kunststoffverschmutzung und zählen zu den 40 Marken und Einzelhändlern, die Wiederverwendungs- und Nachfüllsysteme erproben oder ausweiten. Die Initiative wurde 2018 von der Ellen MacArthur Foundation ins Leben gerufen und umfasst über 250 Unternehmen und Organisationen, die sich alle für die Bekämpfung von Verpackungsabfällen einsetzen.

4 Juli 2019, 1st OECD Roundtable on the Circular Economy in Cities and Regions, Paris, Frankreich

8 – 9 Juli 2019, 1st International Conference on Construction Circular Economy, Manchester, England

9 – 11 Juli 2019, IFAT Africa 2019, Johannesburg, Südafrika

18 Juli 2019, Circular Economy Club Manchester: Putting Theory into Practice, Manchester, England

20 – 21 Juli 2019, Open Source Circular Economy Mini Festival: Jump in the Loop, Kuala Lumpur, Malaysia

22 – 26 Juli 2019, Global Leadership Program on the Circular Economy 2019, Adelaide, Australien

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