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März 2019

INHALTSVERZEICHNIS

NEUES VON LANDBELL GROUP
BREXIT – wo Handlungsbedarf für Unternehmen besteht
Tagung der Elektro- und Elektronikgerätehersteller in Pretoria, Südafrika am 7. Februar
Tagung für Batteriehersteller in Pretoria, Südafrika am 8. Februar
Landbell Group erläutert Herstellern in Polen das Verpackungsgesetz

LANDBELL GROUP STELLT SICH VOR
Interview mit Anna Gajowniczek, Teamleader, Global Regulatory Tracking

TAKE-BACK 
Änderungen des schwedischen Verpackungsgesetzes in 2019
Britische Regierung eröffnet mehrere Konsultationsverfahren zu Verpackungen

CIRCULAR ECONOMY
Europäische Kommission überarbeitet Anforderungen an Verpackungen und bereitet Leitlinien für gestaffelte Lizenzentgelte vor
Europäische Kommission will neue Regeln zur Berechnung der Recyclingquoten einführen

CHEMICAL CONTROL
ECHA will absichtlich zugesetztes Mikroplastik einschränken
Vorläufige Einigung zur POP-Verordnung


SOFTWARE
Entsorgungsbranche sieht Verbesserungspotenzial bei der Digitalisierung

NEUE STUDIEN UND BERICHTE
PACE und Weltwirtschaftsforum stellen eine neue Circular Vision für Elektrogeräte vor
Circularity Gap Report 2019
EuPC-Umfrage zur Verwendung von recycelten Kunststoffen

INNOVATIONEN UND VORREITER
Revolutionäres Isoliermaterial auf Erfolgskurs

TERMINE


BREXIT – wo Handlungsbedarf für Unternehmen besteht 

Wegen des bevorstehenden Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union ergreifen immer mehr Unternehmen Maßnahmen in den folgenden Bereichen:


Einhaltung der britischen REACH-Verordnung:

Das britische Ministerium für Umwelt, Ernährung und ländliche Räume (Defra) hat detaillierte Leitlinien zur Verfügung gestellt, wie Importeure oder Hersteller in Großbritannien den Vorschriften der neuen REACH-Verordnung nachkommen können. Diese Leitlinien enthalten vor allem Beispielszenarien samt dazugehöriger einzuhaltender Fristen. Darüber hinaus klärt das Dokument, dass das neue REACH-System Dossiers und Zwischenprodukte im Rahmen produkt- und verfahrensorientierter Forschung und Entwicklung (PPORD) genauso behandeln wird wie die aktuelle EU-REACH-Verordnung. Defra hat außerdem bestätigt, dass für Registrierungen in Großbritannien keinerlei Gebühren fällig werden, sofern diese in das neue britische REACH-System übernommen werden.


Einhaltung der europäischen REACH-Verordnung:

In Großbritannien ansässige Hersteller und Formulierer können vor dem Austrittsdatum einen Alleinvertreter aus dem EU-27/EWR-Raum bestellen und entsprechende Verträge und Ernennungsurkunden aufsetzen. Allerdings verliert diese Bestellung nach dem Austritt ihre gesetzliche Grundlage. Für die formelle Ernennung eines EU-27/EWR-Alleinvertreters müssen betroffene britische Unternehmen ihre Registrierungen mit dem Online-REACH-IT-System auf diesen übertragen.

Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) wird zu diesem Zweck ein „Brexit Fenster“ im REACH-IT-System einrichten, damit die Übertragung an den ernannten Alleinvertreter einfach durchzuführen ist. Dieses „Fenster“ wird vom 12. bis zum 29. März (23:00 Uhr britische Zeit) für betroffene Unternehmen zur Verfügung stehen. Wenn bis zum 29. März um 23 Uhr kein EU-27/EWR-Alleinvertreter ernannt worden ist, müssen die EU-27/EWR-Abnehmer (Importeure) ihre eigene Registrierung übermitteln.


Bevollmächtigte und Elektroaltgeräte:
Mehrere EU-Mitgliedsstaaten erlauben Herstellern, die Verpflichtungen ihrer Händler zu übernehmen, sofern diese in einem anderen EU-Land ansässig sind. Haben diese ihren Sitz in einem Nicht-EU-Land, besteht diese Möglichkeit nicht. Wenn etwa ein britisches Unternehmen Elektrogeräte an Händler in Italien verkauft, sind diese Händler nach der italienischen Gesetzgebung die verantwortlichen Hersteller und müssen sich registrieren sowie einem Herstellerverantwortungssystem beitreten. Um diesen Prozess für Händler zu vereinfachen, kann der Hersteller diese Verpflichtungen übernehmen, sofern er seinen Sitz in der EU hat und einen Bevollmächtigten in Italien ernennt. Diese Pflichtübertragung ist nach dem EU-Austritt Großbritanniens nicht mehr möglich.

Bitte setzen Sie sich mit uns in Verbindung, wenn Sie:
  • Unterstützung bei Ihren REACH-Registrierungen brauchen
  • die Dienste eines britischen oder eines EU-27/EWR-Alleinvertreters benötigen
  • besorgt über Ihre Bevollmächtigten-Vereinbarungen sind
Klicken Sie hier, um Landbell Group zu kontaktieren


Tagung der Elektro- und Elektronikgerätehersteller in Pretoria, Südafrika am 7. Februar  

European Recycling Platform (ERP), ein Unternehmen der Landbell Group, hat am 7. Februar eine Tagung für die Elektro- und Elektronikgeräteindustrie in Südafrika ausgerichtet. An der Veranstaltung nahmen über 50 Vertreter von Recyclingunternehmen, öffentlichen Einrichtungen und sonstigen Organisationen teil.

Die Vormittagssitzung beinhaltete eine allgemeine Einführung in die Umweltgesetzgebung, die von der Verpackungs- und Elektroindustrie bis zum 6. September 2018 die Übermittlung eines Abfallmanagementplans (WMP) gefordert hatte. Dabei handelt es sich um den Genehmigungsantrag für den Betrieb von Herstellungsverantwortungsorganisationen (PROs). Zum gegenwärtigen Zeitpunkt haben alle PROs für Beleuchtung und Elektrogeräte ihre WMPs übermittelt. Thalo Mogomola vom südafrikanischen Umweltministerium (DEA) berichtete über den aktuellen Stand der Genehmigungsprozesse. Im Anschluss gab ERP Einsicht in seine Arbeit mit 35 PROs/WMPs und zeigte auf, wie es bereits viele Industrieverbände auf der Welt unterstützen konnte.

Während der Nachmittagssitzung gab ERP den Teilnehmern die Gelegenheit, die neuesten Entwicklungen in Südafrika zu diskutieren und gemeinsam eine Strategie für Hersteller zu formulieren. Einige der wichtigsten Diskussionen konzentrierten sich darauf, wie die Industrie den WMP-Prozess derart beeinflussen kann, dass er für Elektrogerätehersteller praktikabel ist. Dabei ging es unter anderem um die Frage, wie man mit den zu erwartenden hohen Abgaben auf spezifische Produkte, wie Kühlschränke, umgehen und Trittbrettfahrer im System bekämpfen kann.

Bitte kontaktieren Sie uns für weitere Informationen

Tagung für Batteriehersteller in Pretoria, Südafrika am 8. Februar   

Ebenfalls in Pretoria hat European Recycling Platform (ERP) am 8. Februar eine Tagung zu Geräte- und Bleisäurebatterien organisiert. Dabei ging es um die neuesten Entwicklungen in der Gesetzgebung zur erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) in Südafrika. Das südafrikanische Umweltministerium (DEA) plant, die Herstellerverantwortung in diesem Jahr auf Batterien und Pestizide auszudehnen.

Grundlage für die neuen EPR-Regelungen für Batterien sind zwei in den Jahren 2013 und 2016 veröffentlichte Abfallmanagementgesetze. Das eine Gesetz untersagt die Deponierung von Batterien ab dem 23. August 2021 und das andere verpflichtet Hersteller zur Erstellung eines Abfallmanagementplans (WMP) auf, mit dem das sukzessive Auslaufen der Batteriedeponierung umgesetzt werden soll. Da die Industrie bis jetzt noch keinen WMP für Batterien ausgearbeitet hat, möchte das DEA im Jahr 2019 einen obligatorischen WMP einführen. Ein Vortrag auf der Tagung befasste sich daher mit den Anforderungen an einen WMP und den erforderlichen Prozessen zur Einführung eines obligatorischen WMP; letztere beinhalten auch einen Konsultationsprozess mit Interessenvertretern.

Während der Tagung diskutierten die Hersteller von Geräte- und Bleisäurebatterien über die mögliche Einrichtung eines freiwilligen WMP, die Vorbereitungen für einen obligatorischen WMP und über die Unterstützung von ERP in diesem Zusammenhang.

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Landbell Group stellt Herstellern in Polen das Verpackungsgesetz vor

Vertreter von Landbell Group haben sich am 12. Februar im polnischen Ministerium für Unternehmertum und Technologie in Warschau mit einer Vielzahl von Herstellern getroffen.

In Kooperation mit der deutsch-polnischen Handelskammer wurden Cecile Gainche, Mikolaj Jozefowicz und Wojtek Swietochowski von Landbell Group ins Ministerium eingeladen, um den teilnehmenden Herstellern das neue deutsche Verpackungsgesetz vorzustellen. Dabei ging es vor allem darum, den nach Deutschland exportierenden Unternehmen zu erläutern, wie sie die neuen Regelungen einhalten können.

Nach ihren Vorträgen beantwortete das Team von Landbell Group Fragen der Teilnehmer und erhielt zahlreiche Anfragen für weitere Unterstützung bezüglich des deutschen Verpackungsgesetzes.

„Dies war eine perfekte Gelegenheit, Landbell Group vorzustellen und unser internationales Know-how einem breiten Publikum zur Verfügung zu stellen“, sagt Wojtek Swietochowski, Leiter internationaler Vertrieb bei Landbell Group.

„Für uns war es auch eine tolle Gelegenheit, den polnischen Unternehmen die neuen Auflagen zu erklären und sicherzustellen, dass sie diese verstehen. Gleichzeitig konnten wir unser polnisches Netzwerk erweitern“, sagt Mikolaj Jozefowicz, Leiter der European Recycling Platform Polen.

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Interview with Anna Gajowniczek, Teamleader, Global Regulatory Tracking 

Was sind Ihre Aufgaben bei Landbell Group?

Ich arbeite bei Landbell Group als Teamleiterin im Regulatory Tracking Team. Das Team recherchiert in verschiedenen Ländern die Gesetze zur erweiterten Herstellerverantwortung (EPR). Diese Informationen nutzt unser H2 Compliance Beratungsteam dann, um unsere Kunden bei der Einhaltung ihrer globalen EPR-Verpflichtungen zu unterstützen. Darüber hinaus haben wir kürzlich neue Dienstleistungen für unsere Kunden entwickelt, die ihren Informationsbedarf in Bezug auf die neuesten EPR-Vorschriften erfüllen. Neue Produkte wie At a Glance Reports, In Depth Reports oder Legal Registers halten unsere Kunden auf dem Laufenden.

Was sind Ihre wichtigsten Aufgaben und Herausforderungen?
Als ich bei Landbell anfing, bestand meine Hauptaufgabe darin, einen Ort zu schaffen, an dem regulatorische Informationen strukturiert und benutzerfreundlich gespeichert werden können. Diesen bezeichnen wir intern als "Knowledge Database”. Dann wurden meine Verantwortlichkeiten auf die Erstellung der Inhalte selbst ausgedehnt. Die Verfolgung der Vorschriften erfordert robuste Informationskanäle, die von meinem Team und unserem Netzwerk verwaltet werden. Die Anzahl der Länder, die wir untersuchen, wird immer größer und mein Team immer internationaler, denn die Aufgabe erfordert vor allem sprachliche und kulturelle Kenntnisse. Deshalb spricht unser Team nicht nur Englisch und Deutsch, sondern auch Deutsch mit österreichischem Dialekt, Russisch, Ukrainisch, Arabisch, Französisch, Polnisch und bald auch Spanisch und Griechisch, was durch die Fähigkeiten unserer internationalen Partner ergänzt wird.

Wie sind Sie zur Landbell Group gekommen?
Ich habe lange Zeit als Umweltspezialist für Sony gearbeitet - eine der Gründerinnen der European Recycling Platform (ERP). Zu diesem Zeitpunkt wurde darauf geachtet, die Einhaltung der Umweltgesetzgebung sicherzustellen und EPR-bezogene Reportingwerkzeuge für mehrere Länder zu entwickeln. So kannte ich die Firma Landbell als neue ERP-Eigentümerin und das Thema sehr gut. Das motivierte mich, mit meiner bisherigen Erfahrung den nächsten Schritt zu gehen, um eine Vielzahl von internationalen Kunden aus verschiedenen Branchen zu unterstützen.

Was tun Sie privat für die Umwelt?
Ich versuche zu tun, was ich kann und kenne meine Grenzen. Ich trenne meinen Abfall, baue mein eigenes Gemüse im kleinen Hofgarten an, versuche, das Licht in der Wohnung nicht unnötig brennen zu lassen und verbringe mehr Zeit draußen als vor dem Fernseher oder im Internet.


Änderungen des schwedischen Verpackungsgesetzes in 2019

Mit dem neuen Jahr haben Änderungen in das schwedische Verpackungsgesetz Einzug gehalten, insbesondere in Bezug auf die erweiterte Herstellerverantwortung. Das neue Gesetz, das 2021 vollumfänglich in Kraft treten wird, löst die Verordnung aus dem Jahr 2014 ab und zielt darauf ab, die Herstellerverantwortung weiter auszudehnen. Hersteller von Verpackungen müssen sich registrieren, Jahresgebühren zahlen und der schwedischen Umweltbehörde Bericht erstatten. 

Auch die Regeln für Herstellerverantwortungssysteme wurden überarbeitet. Ab 2021 müssen auch diese sich bei der schwedischen Umweltbehörde registrieren und eine Genehmigung einholen; davon ausgenommen sind Systeme, die Verpackungen von Unternehmen zurücknehmen.
Herstellerverantwortungssysteme sind künftig auch dafür zuständig, Haushalte und Unternehmen über Abfalltrennregeln, verfügbare Sammelsysteme und die verschiedenen Recyclingmöglichkeiten für Verpackungsmaterialien zu informieren.  

Die Herstellerverantwortung für Zeitungen, Zeitschriften, Verzeichnisse und Hersteller anderer Papierprodukte treten ab 2021 in Kraft.

Bitte kontaktieren Sie uns für weitere Informationen


Britische Regierung eröffnet mehrere Konsultationsverfahren zu Verpackungen 

Die Regierung des Vereinigten Königreichs hat offizielle Konsultationsverfahren zu mehreren Gesetzesinitiativen und zu der geplanten Steuer auf nicht-recycelte Kunststoffverpackungen eröffnet.

Die vier Konsultationsverfahren drehen sich im Detail um:

  • die Reform der erweiterten Herstellerverantwortung für Verpackungshersteller
  • die Schaffung von Konsistenz bei Recycling für Haushalte und Unternehmen
  • die Einführung eines Pfandsystems für Getränkeverpackungen
  • eine Steuer auf nicht-recycelte Kunststoffverpackungen
Die ersten drei Konsultationsverfahren betreffen Vorhaben, die in der kürzlich veröffentlichten Ressourcen- und Abfallstrategie angekündigt worden waren. Dabei werden Maßnahmen konsultiert, anhand derer sich die in dieser Strategie beschriebenen Ziele erreichen ließen. Mit der vorgeschlagenen Steuer auf nicht-recycelte Kunststoffverpackungen, die im April 2022 in Kraft treten soll, sollen Herstellung und Einfuhr von Kunststoffverpackungen mit einem Rezyklatanteil von weniger als 30% erheblich verteuert werden. Das Konsultationsverfahren hierzu gibt Einblicke in die Funktionsweise dieses Instruments und bietet gleichzeitig die Möglichkeit, Vorschläge zu deren Umsetzung zu geben. 

Die Konsultationsverfahren sind für 12 Wochen geöffnet und schließen am 13. Mai 2019. 

Erfahren Sie mehr auf der DEFRA-Webseite

Europäische Kommission überarbeitet Anforderungen an Verpackungen und bereitet Leitlinien für gestaffelte Lizenzentgelte vor 

Die Europäische Kommission arbeitet gemeinsam mit dem unabhängigen Beratungsunternehmen Eunomia an einer neuen Studie zur Evaluierung der wesentlichen Anforderungen an Verpackungen auf dem europäischen Markt. Die Studie mit dem Titel "Effizienz der wesentlichen Anforderungen an Verpackungen und Verpackungsabfälle und Vorschläge für ihre Verschärfung" untersucht die derzeit geltenden wesentlichen Anforderungen, prüft Instrumente zur verbesserten Durchsetzung dieser Anforderungen und zeigt auf, wie sich Überschneidungen mit den Kriterien für gestaffelte Lizenzentgelte vermeiden lassen. Nach Aussage der Kommission könnten die Ergebnisse der Studie später in einem Durchführungsrechtsakt zur Harmonisierung der wesentlichen Anforderungen münden. 

Parallel dazu arbeiten die Kommission und Eunomia an einer zweiten Studie, die als Grundlage für die in der neuen Abfallrahmenrichtlinie vorgesehenen Leitlinien für Herstellerverantwortungssysteme dienen soll. Damit sollen den Systemen unter anderem Empfehlungen für eine effektive Einführung gestaffelter Lizenzentgelte gegeben werden. 

Eunomia wird am 11. und 12. März zwei Stakeholder-Workshops zu den beiden Studien durchführen. Der erste Workshop wird sich um das Thema Verpackungen drehen und für beide Studien relevant sein. Beim zweiten Workshop geht es dann um Elektroaltgeräte und Batterien. Die Ergebnisse dieses zweiten Workshops sollen hauptsächlich in die Studie zu den Leitlinien einfließen.

Landbell Group hat sich für die Teilnahme an beiden Workshops angemeldet.


Europäische Kommission will neue Regeln zur Berechnung der Recyclingquoten einführen 

Die Europäische Kommission arbeitet derzeit an detaillierten Vorgaben für die Berechnung, Überprüfung und Meldung von Daten in Bezug auf die in der Abfallrahmenrichtlinie (Waste Framework Directive – WFD) festgelegten Recyclingziele. Mit den neuen Regeln sollen ehrgeizige und zugleich zwischen den Mitgliedstaaten vergleichbare Methoden geschaffen werden. 

Die Kommission beabsichtigt unter anderem, klare und einheitliche Berechnungspunkte festzulegen, um zu vermeiden, dass die Recyclingraten von Zielmaterial mit denen von Nicht-Zielmaterial gemischt werden. Die der Berechnung der Recyclingquote zugrundeliegende Abfallmenge wird nun nach dem Sortierprozess, d.h. vor dem Recyclingprozess, und nicht wie bisher vor dem Sortierprozess ermittelt, um vergleichbare Recyclingraten zwischen den Mitgliedstaaten zu ermöglichen. 

Der Durchführungsrechtsakt soll Ende März final vorliegen. Bevor er offiziell in Kraft treten kann, muss er von den Mitgliedstaaten genehmigt werden.


ECHA will absichtlich zugesetztes Mikroplastik einschränken  

Die Europäische Chemikalienagentur, ECHA, hat vorgeschlagen, den absichtlichen Einsatz von Mikrokunststoffen in von Verbrauchern oder Fachleuten verwendeten Gemischen zu beschränken. Dadurch soll die Menge der in die Umwelt freigesetzten Mikrokunststoffe in der Europäischen Union in den nächsten zwei Jahrzehnten um 400.000 Tonnen verringert werden. 

Mikrokunststoffe waren in letzter Zeit ein viel diskutiertes Thema. Große Mengen dieser Kunststoffe verschmutzen die Umwelt, verbleiben dort Tausende von Jahren lang und landen schließlich in der Nahrungskette. Die Auswirkungen dieser Mikrokunststoffe auf die menschliche Gesundheit sind bisher noch unklar. 

Derzeit gelten auf EU-Ebene keine Einschränkungen für die Verwendung von Mikrokunststoffen, obwohl mehrere Mitgliedstaaten diese Materialien in bestimmten Produkten bereits verboten haben, z.B. in abspülbaren Kosmetika.


Vorläufige Einigung zur POP-Verordnung 

Die Verhandlungsführer des Europäischen Parlaments und der rumänischen Präsidentschaft haben eine vorläufige Einigung erzielt, um die Vorschriften für persistente organische Schadstoffe (POPs) zu verschärfen. Diese Substanzen werden von den Vereinten Nationen als besonders gesundheitsgefährdend und umweltschädlich eingestuft.

Mit der Überarbeitung werden mehrere neue Substanzen in den Geltungsbereich der Verordnung aufgenommen, unter anderem das bromierte Flammschutzmittel Decabromdiphenylether (DecaBDE). Dieses darf in Substanzen nur noch eine Konzentration von 10 mg/kg aufweisen. In Gemischen und Erzeugnissen ist eine Gesamtkonzentration nicht beabsichtigter, aber technisch unvermeidbarer Rückstände an Bromdiphenylethern (BDEs) in Höhe von maximal 500 mg/kg erlaubt. Recyclingverbände und Unternehmen wie die Europäische Recyclingplattform der Landbell Group hatten davor gewarnt, dass zu niedrige Konzentrationen von decaBDE-bromierten Flammschutzmitteln das gesamte Recycling von Kunststoffen aus Elektronikschrott gefährden könnten. 

Die aktuellen Messnormen für Recyclingprozesse sind validiert, um die momentan gültigen Grenzwerte von 1000 mg/kg Gesamtbrom zu messen und eignen sich nicht zur Überwachung der vorgeschlagenen Grenzwerte. Die niedrigeren Limits erfordern auch, dass recycelte Materialien mit höheren Mengen an Neukunststoffen vermischt werden.

Der ursprüngliche Vorschlag der Europäischen Kommission wurde im März 2018 angenommen. Es folgten Diskussionen im Europäischen Parlament und dann Trilog-Verhandlungen, die im Dezember 2018 begannen. Die Vereinbarung wird nun den EU-Botschaftern zur Genehmigung im Namen des Rates vorgelegt. Parlament und Rat werden dann aufgefordert, den Verordnungsvorschlag in erster Lesung zu verabschieden. 


 Entsorgungsbranche sieht Verbesserungspotenzial bei der Digitalisierung 

Im Rahmen einer kürzlich erfolgten globalen Umfrage unter Entsorgern wurden neue Informationen über die fortschreitende Digitalisierung der Branche sowie Erkenntnisse über die Einstellung zur zukünftigen Entwicklung gewonnen. Mit dem Aufkommen neuer Geschäftsmodelle, die anspruchsvollere Technologien und Plattformen erfordern, strebt die gesamte Branche nach höheren Recyclingquoten. Die Ergebnisse der Studie wurden für die Erstellung eines „Digital Transformation“-Barometers verwendet, das einen detaillierten Überblick über die aktuellen Fortschritte in der Branche gibt und aufzeigt, in welchen Bereichen noch am meisten zu tun ist.  

Aus der Umfrage haben sich drei wesentliche Erkenntnisse ergeben:
  • Die digitale Transformation erfordert Führung im Change Management.
  • Der digitale Teil der digitalen Transformation ist die größte Herausforderung.
  • Vorhandene Systeme sind die wichtigste Aufgabe für eine erfolgreiche digitale Transformation.
Die Unternehmen wurden gebeten, sich auf einer Skala von 1 bis 10 bezüglich fünf Antriebsfaktoren der digitalen Transformation zu bewerten, woraus sich folgende Durchschnittswerte ergeben haben:
  • Leadership und Kultur: 6,9
  • Wertschöpfungskette: 6,5
  • Mitarbeiterengagement: 6,3
  • Business Intelligence: 5,9
  • und neue Technologien: 5,7

Der Gesamtdurchschnitt in Höhe von 6,3 unterstreicht die branchenweite Notwendigkeit, sich verstärkt auf diese Faktoren zu konzentrieren und die Weiterentwicklung der digitalen Transformation in der Abfallwirtschaft voranzutreiben.

Bitte kontaktieren Sie uns für weitere Informationen
Lesen Sie hier die komplette Studie

PACE und Weltwirtschaftsforum stellen eine neue Circular Vision für Elektrogeräte vor 

Die „Platform for Accelerating the Circular Economy“ (PACE) hat gemeinsam mit dem Weltwirtschaftsforum eine Studie veröffentlicht, die zu einem weltweiten Neustart beim Lebenszyklus-Management elektronischer Geräte aufruft. Der Bericht unterstützt die Elektroaltgerätekoalition der Vereinten Nationen (UN), eine Gruppe von sieben UN-Institutionen, die sich das Ziel gesetzt haben, die Mitgliedstaaten und Vertragsparteien bei der Bewältigung der mit Elektroaltgeräten verbundenen Herausforderungen zu unterstützen. Die Studie zeigt mehrere neue Entwicklungen im Zusammenhang mit den wachsenden Mengen an Elektroschrott auf.  

Eine der erschütterndsten Zahlen ist die jährlich erzeugte Menge an Elektroschrott: 44,7 Millionen Tonnen. Das entspricht 125.000 Jumbo-Jets, mehr als alle jemals hergestellten Verkehrsflugzeuge. Der Bericht schlägt neue Lösungen für die Bewältigung des wachsenden Problems vor und unterstreicht die mit den stetig steigenden Abfallmengen verbundenen wirtschaftlichen Chancen. Gefordert werden ein Neuaufbau des weltweiten Elektroniksystems und eine stärkere Berücksichtigung des Prinzips der Kreislaufwirtschaft bei der Verwendung und Wiederverwendung von Komponenten. Der Wert der jährlichen Menge an Elektroschrott in Höhe von 62,5 Milliarden US-Dollar dürfte ein wichtiger wirtschaftlicher Anreiz für Hersteller, Benutzer und Entsorger elektronische Geräte sein, sich dieser neuen Vision anschließen.

Lesen Sie hier den vollständigen Bericht

Circularity Gap Report 2019 

Die gemeinnütze Gesellschaft „Circle Economy“ hat ihren Circularity Gap Report 2019 veröffentlicht. Dieser zeigt auf, dass jährlich nur 9% aller verwendeten Materialien wiederverwendet werden. Der Bericht enthält mehrere Empfehlungen darüber, wie der Einfluss der Wirtschaft auf unsere Umwelt verringert werden kann, z.B. durch eine Verlängerung der Produktlebensdauer, eine Erhöhung der Recyclingquoten, die Verwendung von Abfällen als Ressource und ein zirkuläres Design. Regierungen werden aufgefordert, finanzielle Anreize für die Ausbeutung natürlicher Ressourcen abzuschaffen, die Steuern auf Emissionen und den übermäßigen Abbau von Ressourcen zu erhöhen und gleichzeitig die Steuern auf Arbeit, Wissen und Innovation in den oben genannten Bereichen zu senken.  

Im Bericht von Circle Economy heißt es, dass fast die Hälfte aller in die Wirtschaft eingebrachten Materialien für den Bau und die Instandhaltung von Häusern, Straßen, Büros und Infrastrukturen verwendet werden. Es besteht also ein massives Potenzial, den Konsum durch die Ausweitung zirkulärer Prozesse und ein Umdenken in den Lieferketten zu senken. Angesichts der Verdreifachung des globalen Materialverbrauchs seit 1970 und der voraussichtlichen erneuten Verdoppelung bis 2050 ist ein Umdenken bei der Verwendung und Wiederverwendung von Materialien für die Zukunft unserer Wirtschaft und der Welt insgesamt von entscheidender Bedeutung.

Lesen Sie hier den vollständigen Bericht

EuPC-Umfrage zur Verwendung von recycelten Kunststoffen 

Der Europäische Verband der Kunststoffverarbeiter (EuPC) hat seine zweite Studie zur Verwendung von Kunststoffrezyklaten in der europäischen kunststoffverarbeitenden Industrie veröffentlicht. Befragt wurden 376 Unternehmen aus 21 Ländern, die einen Online-Fragebogen ausgefüllt haben. Ziel der Studie war es, auf der Grundlage der Ergebnisse der ersten Studie die Hindernisse zu identifizieren, die einer vermehrten Nutzung von Kunststoffrezyklaten entgegenstehen. 

Die Studie kommt unter anderem zu folgenden Ergebnissen:
  • 76% der Kunststoffverarbeiter sind überzeugt, dass eine bessere Sammlung und Sortierung von Kunststoffabfällen der beste Weg wäre, die Qualität der recycelten Materialien zu erhöhen.
  • 80% der Befragten gaben an, dass sie bereits Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität von Rezyklaten ergriffen haben.
  • Unter den gegenwärtigen Bedingungen ist eine Steigerung des Einsatzes von Kunststoffrezyklaten praktisch unmöglich; laut Aussage der Befragten stehen nur bei 2 der 10 abgefragten Kunststoffarten ausreichende Mengen zur Verfügung, um den Verbrauch zu steigern.
Neben der Umfrage hat sich EuPC verpflichtet, bis 2020 europaweit 50 Workshops zwischen Verarbeitern und Recyclern zu organisieren, mit dem Ziel, die Qualität der recycelten Kunststoffe zu verbessern und ihre Nutzung zu steigern. 2019 sollen eine dritte Umfrage sowie ein Online-Tool zur Überwachung des Einsatzes von Kunststoffrezyklaten in der europäischen kunststoffverarbeitenden Industrie folgen.


Revolutionäres Isoliermaterial auf Erfolgskurs 

Mit dem Green Alley Award gelingt es der Landbell Group jedes Jahr die besten Innovationen der Kreislaufwirtschaft auf die Bühne zu holen, noch bevor sie auf dem Massenmarkt erscheinen. Die Entdeckung des letzten Jahres: Pluumo, ein umweltfreundliches Isoliermaterial aus Feder-Abfällen der Geflügelindustrie, entwickelt von dem britischen Startup Aeropowder. Für Lebensmittelhändler, die Ihre Produkte auch zum Online-Versand anbieten, oder die derzeit boomenden „Kochbox“-Unternehmen bietet Aeropowder eine thermisch isolierende Verpackungslösung, die wirklich nachhaltig ist. 

Die Nachfrage nach solchen Lösungen wächst, wie CEO Ryan Robinson mit Blick auf ein erfolgreiches vergangenes Jahr bestätigen kann: „Als wir Mitte 2018 mit dem Verkauf von Pluumo starteten, war dies ein entscheidender Moment für uns. Es zeigte, dass wir Pluumo vom konzeptionellen zum voll funktionsfähigen Produkt entwickelt hatten, für das Kunden sogar bereit sind zu zahlen! Tatsächlich entsteht gerade eine Dynamik, nicht nur auf Verbraucherebene und in der Öffentlichkeit, sondern auch in der Politik, die zu einer Förderung nachhaltiger Verpackungslösungen beiträgt.“ 

Im kommenden Jahr will sich das Startup darauf konzentrieren, sein Produkt und die damit verbundenen Prozesse zu optimieren. Derzeit arbeitet das Team an der vollständigen Automatisierung des Produktionsprozesses und an einer End-of-Life-Lösung für Pluumo. „Natürlich möchten wir die Umwelteinflüsse unseres Produkts während des gesamten Produktlebenszyklus minimieren“, bestätigt Robinson. „Unser Hauptaugenmerk in den nächsten Monaten wird aber auf dem Abschluss des automatisierten Fertigungslaufs für Pluumo liegen. Wir hoffen dadurch, unseren Kunden in Zukunft eine größere Menge an Pluumo-Einheiten mit verlässlicher Qualität liefern zu können. So können wir sicher auch noch weitaus größere Unternehmen als Kunden oder Partner gewinnen als bisher.“

Mehr Informationen im Green Alley Award Blog
11 – 12 März 2019, 9th World Convention on Waste Recycling and Reuse, Singapur

13 März 2019, EuRIC's Annual Conference 2019: Implementing Circular Value Chains, Brüssel, Belgien 

21 März 2019, The Telegraph Plastic Sustainability Summit, London, England  

21 März 2019, International conference: Which sustainable future for plastic?, Mons, Belgien     

20 – 22 März 2019, 19th International Automobile Recycling Congress IARC 2019Wien, Österreich 

27 – 28 März 2019, 6th World Elastomer Summit, Lyon, Frankreich 

1 – 2 April 2019, 12th World Congress and Expo on Recycling, Paris, Frankreich 

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