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November 2018

INHALTSVERZEICHNIS

NEUES VON DER LANDBELL GROUP
Aeropowder gewinnt den Green Alley Award 2018
„At a Glance Reports“ – Herstellerverantwortung leicht erklärt
Erinnerung: Chemical Compliance Webinar (auf Englisch) zu Poison Centre Notifications
    

DIE LANDBELL GROUP STELLT SICH VOR
Interview mit João Avelar

TAKE-BACK
Rückgewinnung kritischer Rohstoffe: Empfehlungen für eine zwanzigprozentige Steigerung bis 2030
Studie empfiehlt Überarbeitung der Batterierichtlinie


CIRCULAR ECONOMY
Bekämpfung von Meeresmüll: EU-Parlament befürwortet Restriktionen für bestimmte Plastik-Einwegprodukte
Beschlüsse des Europäischen Parlaments zur Kunststoffstrategie und zur Schnittstelle zwischen Chemikalien-, Produkt- und Abfallrecht


CHEMICAL CONTROL
Trotz Bedenken: EU-Parlament schlägt neue Beschränkungen für bromierte Flammschutzmittel vor
2019-2021: EU-Mitgliedstaaten evaluieren 100 Stoffe

SOFTWARE
Software bietet neue Möglichkeiten für die Kreislaufwirtschaft   


NEUE STUDIEN UND BERICHTE 
Eine grüne Zukunft für Batterien?
Politische Perspektiven: Verbesserung des Kunststoffmanagements
Neue Studie zum ökologischen Mehrwert von Verpackungen


TERMINE


Aeropowder gewinnt den Green Alley Award 2018

Der Gewinner des diesjährigen von Landbell Group unterstützten Green Alley Awards ist das britische Start-up Aeropowder. Die Gründer konnten die Jury mit ihrem isolierendem Verpackungsmaterial überzeugen und sich gegen fünf starke Konkurrenten durchsetzen. Aeropowder stellt aus Geflügelfedern, die in der Industrie als Abfall anfallen, nachhaltiges thermisches Verpackungsmaterial her. Federn sind dazu hervorragend geeignet, denn sie sind leicht, robust und isolieren gegen Hitze und Kälte. Für die Verarbeitung zur Verpackung werden nach der Reinigung und Behandlung die Federn von einer biologisch abbaubaren, zertifizierten und lebensmitteltauglichen Schutzhülle umwickelt. Unter dem Namen Pluumo stellen diese schützenden Kissen eine umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Polystyrolverpackungen, PE-Schaumstoffen oder Thermofolien dar.

Die Green Alley Award-Verleihung fand am Abend des 18. Oktobers im Haus Ungarn in Berlin statt. Im Rahmen von Mentoring-Gesprächen arbeiteten die Finalisten gemeinsam mit Experten an ihren Geschäftsmodellen. Im Anschluss stellten alle sechs Start-ups ihre Projekte in Live-Pitches dem Publikum und der Jury vor. „Auch in diesem Jahr ist uns die Entscheidung nicht leichtgefallen. Unsere Finalisten haben sechs starke und gut ausgearbeitete Konzepte präsentiert“, so Jan Patrick Schulz, CEO von Landbell Group. „An Aeropowder und ihrem Produkt Pluumo hat uns die Idee überzeugt, Materialien, die andernfalls entsorgt würden, einen neuen Sinn zu geben. Solche innovativen Ansätze, die die Entwicklung zur Kreislaufwirtschaft fördern, wollen wir mit dem Green Alley Award würdigen.“ 

Der Green Alley Award ist der erste europäische Start-up-Preis im Bereich der Kreislaufwirtschaft. Seit fünf Jahren zeichnet Landbell Group junge Unternehmen aus, die mit ihren Lösungen dazu beitragen, den Verbrauch endlicher Ressourcen zu verringern und Abfall zu vermeiden. In diesem Jahr bewarben sich 215 Start-ups aus 30 Ländern mit ihren Geschäftsmodellen aus den Bereichen Digital Circular Economy, Recycling oder Abfallvermeidung.
Bilder von der Award-Verleihung finden Sie hier


„At a Glance Reports“ – Herstellerverantwortung leicht erklärt

Landbell Group startet einen neuen Service im Bereich „Regulatory Tracking“. Dieser beinhaltet unter anderem Kurzberichte mit dem Namen „At a Glance Reports“.

Ziel der Kurzberichte ist es, den Herstellern - übersichtlich und verständlich - einen länderspezifischen Überblick über ihre bestehenden Pflichten im Rahmen der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) aufzuzeigen. Die Übersicht adressiert neben den gesetzlichen Grundlagen jede Phase des Produktlebenszyklus - vom Produktdesign, der Benutzerinformation bis zu den Rücknahmeverpflichtungen unter Berücksichtigung verschiedener Verkaufsstrategien.

Drei verschiedene Berichte vermitteln dabei die notwendigen Grundkenntnisse für die Einhaltung der nationalen Vorgaben für Verpackungen, Elektroaltgeräte und Batterien.

Bisher decken die Berichte mehrheitlich europäische Länder ab, werden aber zügig um andere Länder auch außerhalb Europas erweitert.


Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen

Erinnerung: Chemical Compliance Webinar (auf Englisch) zu Poison Centre Notifications

H2 Compliance, ein Tochterunternehmen von Landbell Group, veranstaltet am 4. Dezember ein kostenfreies Webinar zum neuen System der Giftnotrufzentralen (Poison Centre Notification - PCN).

Das Webinar soll zur Vorbereitung auf das am 1. Januar 2020 eingeführte PCN-System dienen.

Hier gelangen Sie zur Registrierung

Interview mit João Avelar, Projekt Manager bei European Recycling Platform

Was sind Ihre Aufgaben bei Landbell Group?
Ich bin Projekt Manager im Circular Economy Engineering Team (CEE). In dieser Rolle helfe ich bei der Konzeption und der Umsetzung innovativer und kosteneffizienter Lösungen für die Kreislaufwirtschaft. Diese sollen den Anforderungen der Kunden entsprechen, wenn möglich sogar übertreffen! Außerdem überprüfe ich, wie wir bestehende Lösungsansätze verbessern können.

Was sind Ihre wichtigsten Aufgaben und Herausforderungen?
Die Projekte, die wir im CEE entwickeln, sind sehr unterschiedlich. Von der Einführung eines geschlossenen Kreislaufes für Kunststoffe aus Elektroaltgeräten bis hin zur Bewertung der Recyclingfähigkeit bestimmter End-of-Life-Produkte kann alles vorkommen. Diese Aufgabenvielfalt ist sehr spannend, da wir uns ständig mit neuen Thematiken auseinandersetzen. Die größten Herausforderungen ergeben sich aus den rechtlichen Rahmenbedingungen, die unsere Lösungen einhalten müssen. Dazu zählen zum Beispiel die erweiterte Herstellerverantwortung und die Vorschriften zum Abfallmanagement. Transport-, Gesundheits- und Sicherheitsrichtlinien müssen ebenfalls berücksichtigt werden. Dabei ist Anpassungsfähigkeit gefragt, da sich die entsprechenden Vorschriften schnell ändern können und sich zudem von Land zu Land unterscheiden. Die Kreislaufwirtschaft birgt viele Handlungsfelder. Es macht mich glücklich zu wissen, dass ich in einem Unternehmen arbeite, in dem die notwendigen Kenntnisse vorhanden sind, um tatsächliche Veränderungen zu schaffen. Wir haben ein eindrucksvolles Kundenportfolio, kompetente Mitarbeiter, internationale Präsenz, leistungsfähige IT-Systeme und eine ausgeprägte Referenzliste über erfolgreiche Investitionen. Dadurch generieren wir einen einzigartigen Mehrwert für unsere Kunden.

Wie sind Sie zur Landbell Group gekommen?
Als Chemieingenieur bin ich seit fast 20 Jahren in der Abfallwirtschaft tätig und habe bisher zahlreiche Projekte für pharmazeutische, petrochemische und ähnliche Industrien entwickelt. Dazu gehörte ein nachhaltiges Management aller Arten von (meist gefährlichen) Abfällen und deren effizienter Verbringung durch Europa, um so die nachhaltigste Lösung für jeden Abfallstrom zu garantieren. Auf diese Weise bin ich auf European Recycling Platform (ERP) aufmerksam geworden. Ende 2015 wurde mir die Möglichkeit gegeben, Teil der Landbell Group zu werden, um an der Entwicklung eines Geschäftsplans für eine brasilianische Herstellerverantwortungsorganisation für Elektroaltgeräte zu arbeiten. Die Arbeit im brasilianischen Markt war sehr interessant und hat mich gelehrt, europäische Unternehmenssichtweisen auch auf andere Kulturen auszurichten.

Was tun Sie privat für die Umwelt?
Ich versuche so oft wie möglich bei mir in der Nähe einzukaufen und kleinere Unternehmen zu unterstützen. Außerdem versuche ich, meinen Konsum von verpackten Produkte zu verringern, obwohl ich ab und zu von meinem eigenen Plastikverbrauch schockiert bin. Ich bin bei mehreren Sharing-Plattformen angemeldet und bemühe mich, so sorgfältig wie möglich meinen Müll zu trennen und zu recyceln.


Rückgewinnung kritischer Rohstoffe: Empfehlungen für eine zwanzigprozentige Steigerung bis 2030

In der Europäischen Union werden jedes Jahr enorme Mengen an Elektro- und Elektronikaltgeräten (WEEE) entsorgt. Während bestimmte Wertstoffe im Recyclingprozess zurückgewonnen werden (z.B. Aluminium), ist dies bei vielen "kritischen Rohstoffen" (CRMs) nicht der Fall.

Das Tochterunternehmen der Landbell Group, European Recycling Platform in Großbritannien (ERP UK), ist Partner des Projekts „Critical Raw Material Closed Loop Recovery“ und hat an der Ausarbeitung politischer Empfehlungen mitgearbeitet, die bis 2030 eine zwanzigprozentige Steigerung der Rückgewinnung bestimmter CRMs in ganz Europa zum Ziel haben:

1. Neugestaltung und Harmonisierung der WEEE-Sammelinfrastruktur.
2. Erhöhte Sensibilisierung von Bürgern und Unternehmern.
3. Schaffung von Anreizen für Sammel- und Recyclingorganisationen.
4. Laufende Innovation und Forschung zum Thema CRM-Rückgewinnung und Förderung der internationalen Zusammenarbeit.
5. Einführung CRM-spezifischer Anforderungen als Standards.

Die Zusammenfassung der politischen Empfehlungen finden Sie hier


Studie empfiehlt Überarbeitung der Batterierichtlinie

Die EU-Richtlinie über Batterien und Akkumulatoren bedarf einer Überarbeitung. Zu diesem Ergebnis gelangt ein umfassender Evaluierungsbericht, den die Europäische Kommission letzten Monat veröffentlichte.

Der von den Forschungsinstituten Trinomics und Öko-Institut erstellten Studie zufolge ist die Batterierichtlinie weitgehend ein Erfolg. Sie hat dazu beigetragen, die Verwendung von Schwermetallen wie Quecksilber und Cadmium in Batterien zurückzufahren. Allerdings gibt es auch Verbesserungspotenzial. Obwohl sich das Prinzip der erweiterten Herstellerverantwortung für Gerätebatterien als wirksam erwiesen hat, sind die Sammelquoten für Altbatterien innerhalb der Europäischen Union unzureichend niedrig und müssen erheblich gesteigert werden.

Weitere Empfehlungen für die Überarbeitung der Richtlinie:
  • besserer Vollzug der Richtlinie in den Mitgliedstaaten, insbesondere in Hinblick auf die Sammelziele und die Demontage von Batterien aus Elektroschrott;
  • Europäische Zielvorgaben und Berichtspflichten, um zu vermeiden, dass Altbatterien in Siedlungsabfällen landen;
  • verbesserte Anpassung der Richtlinie an neue Entwicklungen, insbesondere in Bezug auf Lithium-Ionen-Batterien;
  • effektivere und vereinheitlichte Kennzeichnung der Batterieleistung und der Sicherheitsaspekte; und
  • Mindestanforderungen für Herstellerverantwortungssysteme, z.B. in Bezug auf Sensibilisierungskampagnen.
Der Evaluierungsbericht basiert auf einer umfassenden Konsultation der Interessengruppen, die vorab durchgeführt wurde und an der auch die Landbell Group mit ihrem Tochterunternehmen European Recycling Platform teilgenommen hat. Die Überarbeitung wird wahrscheinlich erst im Anschluss an die Europawahlen im Mai und den Amtsantritt der neuen Kommission beginnen – also nicht vor Mitte nächsten Jahres.

Die Landbell Group wird die Entwicklungen eng verfolgen und weiterhin dazu beitragen.

Lesen Sie den Bericht hier

Bekämpfung von Meeresmüll: EU-Parlament befürwortet Restriktionen für bestimmte Plastik-Einwegprodukte

Am 24. Oktober 2018 hat das Europäische Parlament für einen Richtlinienentwurf zum Verbot bestimmter Wegwerfprodukte aus Kunststoff gestimmt. Nach Angaben der Europäischen Kommission handelt es sich bei mehr als 70% des Meeresmülls um zehn Produkte aus Einwegplastik sowie Fischernetze. Im Rahmen der geplanten Maßnahmen sollen Einwegbesteck, Wattestäbchen, Strohhalme und Rührstäbchen ab 2021 verboten werden. Für andere Kunststoffprodukte sollen nationale Reduktionsziele in Höhe von mindestens 25% bis 2025 gelten.

Darüber hinaus umfasst der Richtlinienentwurf bzw. der Vorschlag des Europäischen Parlaments die Pflicht, kunststoffhaltige Zigarettenfilter bis 2035 um 50% zu reduzieren und eine Recyclingquote von 50% für verloren gegangene Fischfanggeräte zu erreichen.

Außerdem müssen die Mitgliedstaaten Herstellerverantwortungssysteme für Fischfanggeräte, aber auch für andere Kunststoffprodukte wie Lebensmittel- und Getränkebehälter und Tabakwaren mit Filtern einführen. Die Hersteller dieser Produkte sollen nicht nur die Kosten für die Sammlung und Verwertung ihrer Abfallprodukte, sondern auch die Reinigungskosten von Vermüllung (englisch Littering) tragen.

Der Richtlinienentwurf wurde im Europäischen Parlament mit einer Abstimmung von 571 zu 51 bei 34 Stimmenthaltungen angenommen. Das Europäische Parlament ist nun in Trilogverhandlungen mit der Kommission und den Mitgliedstaaten eingetreten. Geplant ist, einen gemeinsamen Kompromiss zu finden und die Richtlinie noch vor den Europawahlen im Mai kommenden Jahres offiziell zu verabschieden.

Die Landbell Group wird die Entwicklungen weiterhin eng verfolgen.


Beschlüsse des Europäischen Parlaments zur Kunststoffstrategie und zur Schnittstelle zwischen Chemikalien-, Produkt- und Abfallrecht.

Das Europäische Parlament hat zwei Entwürfe zum Thema Kreislaufwirtschaft angenommen, die Anfang dieses Jahres von der Europäischen Kommission als Mitteilungen veröffentlicht wurden.

Der erste Beschluss betrifft die Kunststoffstrategie der Kommission von Januar 2018 („Europäische Strategie für Kunststoffe in einer Kreislaufwirtschaft“). Die Mitglieder des Europäischen Parlaments begrüßen die Strategie als wichtigen Schritt hin zu einer europäischen Kreislaufwirtschaft. Darüber hinaus unterstreichen sie, wie wichtig die Entwicklung eines echten Binnenmarktes für Sekundärrohstoffe ist, und fordern die Kommission auf, Qualitätsstandards für recycelte Kunststoffe zu setzen. Im Hinblick auf das Prinzip der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) schlagen sie vor, EPR zwecks Steigerung der Sammel- und Recyclingquoten auch auf Nichtverpackungskunststoffe zu erweitern. Darüber hinaus fordern die Parlamentsmitglieder ein Verbot von Mikrokunststoffen in Kosmetika und Reinigungsmitteln bis 2020.

Der zweite Beschluss bezieht sich auf die Mitteilung der Kommission über Möglichkeiten zur Regelung der Schnittstelle zwischen Chemikalien-, Produkt- und Abfallrecht. Das Europäische Parlament macht darauf aufmerksam, wie wichtig es ist, die vollständige Kohärenz dieser Schnittstelle herzustellen und regulatorische Lücken zu schließen, um Hindernisse für die Kreislaufwirtschaft zu beseitigen. Das Parlament fordert die Kommission auf, die Substitution besonders besorgniserregender Stoffe zu fördern und die Verwendung von Stoffen, die inakzeptable Risiken für die menschliche Gesundheit mit sich bringen, zu beschränken.

Sowohl die Mitteilungen als auch die Beschlüsse sind nicht rechtsverbindlich.


Trotz Bedenken: EU-Parlament schlägt neue Beschränkungen für bromierte Flammschutzmittel vor

Das Europäische Parlament hat die Bedenken der Hersteller und Recyclingindustrie ignoriert und die Einschränkung der Verwendung bestimmter bromierter Flammschutzmittel vorgeschlagen. In einer Abstimmung am 15. November stimmten die Abgeordneten über den Berichtsentwurf von Julie Girling über die Änderung der Verordnung über persistente organische Schadstoffe (POP) ab. European Recycling Platform (ERP) und neun Wertschöpfungskette abdeckende Industrieverbände hatten eingewandt, dass diese Beschränkungen das ordnungsgemäße Recycling von Kunststoffen aus Elektro- und Elektronikaltgeräten (WEEE) gefährden und auf diese Weise die Bemühungen der Europäischen Union um eine Kreislaufwirtschaft vereiteln könnten.

Die Änderungen des EU-Parlaments sehen vor, für Decabromdiphenylether (DecaBDE) eine Höchstgrenze von 10 mg/kg einzuführen, sofern diese als Bestandteil in Stoffen, in Gemischen, Erzeugnissen oder flammgeschützten Bestandteilen von Erzeugnissen auftreten. Diese Höchstgrenze wäre jedoch zu niedrig, um DecaBDE im Recyclingprozess zuverlässig nachzuweisen und DecaBDE-haltige Altgeräte von anderen Materialien zu trennen. Das Recycling von Kunststoffen aus Elektro- und Elektronik-Altgeräten käme praktisch zum Erliegen. Obwohl der sukzessive Abbau dieser Stoffe in neuen Produkten und die Einschränkung ihrer Verwendung in unbehandelten Materialien von größter Bedeutung ist, muss es weiterhin Einsatzmöglichkeiten für - auch mit bromierten Flammschutzmitteln behandelte – recycelte Kunststoffe geben, um ihr natürliches Ausscheiden aus dem Kreislauf zu ermöglichen. Daher fordern ERP und andere Institutionen einen konsistenten und international ausgerichteten Ansatz.

Die Neufassung der POP-Verordnung geht nun in die Trilogverhandlungen mit der Europäischer Kommission und den Mitgliedstaaten.

Hier finden Sie das Joint paper

2019-2021: EU-Mitgliedstaaten evaluieren 100 Stoffe

Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) hat 100 Stoffe vorgeschlagen, die von den EU-Mitgliedstaaten in den nächsten drei Jahren im Rahmen des fortlaufenden Aktionsplans der Gemeinschaft (CoRAP) evaluiert werden sollen. Die Evaluierung der ersten 31 Stoffe ist für 2019, weiterer 43 für 2020 und der letzten 25 für 2021 geplant.

Die ECHA fordert, dass nachgeschaltete Anwender der registrierten Stoffe die Informationen prüfen und mit den Registranten teilen. Von besonderer Bedeutung ist, dass die Verwendungs- und Expositionsszenarien auf dem neuesten Stand und in den Stoffsicherheitsberichten klar dokumentiert sind. Der mit den Mitgliedstaaten erstellte Entwurfsplan kann noch geändert werden. Der endgültige Plan wird im März 2019 veröffentlicht. Ab dann haben die Mitgliedstaaten ein Jahr Zeit, um ihre Entscheidungsentwürfe vorzubereiten.
Kontaktieren Sie H2 Compliance für weitere Informationen

Software bietet neue Möglichkeiten für die Kreislaufwirtschaft

Die Recyclingindustrie verzeichnet derzeit weltweit enorme Wachstumsraten, die sich bis zum Ende des Jahrzehnts gegenüber 2011 mehr als verdoppeln sollen. Angesichts dieser enormen Steigerung können neueste Technologien eingesetzt und Prozesse in der gesamten Branche optimiert werden. Einer der vielversprechendsten neuen Trends in der Kreislaufwirtschaft ist die Verwendung intelligenter Softwareprogramme zur Automatisierung und Steigerung der Effizienz bestimmter Aufgaben.

Ein gutes Beispiel hierfür ist das National Motor Vehicle Title Information System (NMVTIS) in den Vereinigten Staaten. Dort müssen alle für das Recycling bestimmten Fahrzeuge gemeldet werden; entsprechende Informationen werden an das Department of Motor Vehicles (DMV) in Kalifornien übermittelt. Softwareprogramme sind in der Lage die erforderlichen Daten automatisch zu erfassen und weiterzuleiten, wodurch der Anlagenbetreiber die Informationen nicht selbst eingeben muss.

Neben der Zeitersparnis ist auch die verbesserte Rückverfolgung ein großer Vorteil der neuen Software. Mit dem Live-Container-Tracking können Recyclingunternehmen jederzeit sehen, wo sich ihre Behälter befinden. Dank wertvoller Informationen – z.B. wann und von wem die Behälter abgeladen wurden – sind Unternehmen in der Lage, neue, verbesserte und bisher unmögliche Dienstleistungen anzubieten.

Seit über zehn Jahren treibt Landbell Group den Einsatz von Software voran, um Aufgaben zu vereinfachen und neue Formen der Kommunikation mit Lieferanten, Partnern und Kunden zu ermöglichen. Die von Landbell Group entwickelte Software Circul8 kann Materialien und Produkte entlang der gesamten Wertschöpfungskette verfolgen und Firmen dabei helfen, die Rücknahmelogistik für ihre gebrauchten Produkte zu organisieren und somit Abfall in wertvolle Ressourcen zu verwandeln. Diese innovative Software unterstützt alle Akteure im Bereich der Kreislaufwirtschaft dabei, die aktuell geltenden Anforderungen zu erfüllen und sich an zukünftige Bedarfe anzupassen.

Kontaktieren Sie Prodigentia für weitere Informationen

Eine grüne Zukunft für Batterien?  

Quer durch die Automobilindustrie, den Energiesektor und die Digitalisierung bieten Batterien sowohl für die Wirtschaft als auch für die weltweite Umstellung auf saubere Energien große Chancen. Aber angesichts der Vielzahl negativer Umweltauswirkungen muss die Entwicklung kosteneffizienter, zuverlässiger und leistungsstarker Batterien gleichzeitig die Verringerung ihrer Umweltbelastung zum Ziel haben. Der neue Bericht der Europäischen Kommission "Towards the Battery of the Future" bietet Einblicke in die zukünftige Entwicklung umweltfreundlicherer Batterien. Dem Bericht zufolge sind Konstruktionsmerkmale, die die Wiederverwendung und das Recycling von Batterien erleichtern, von entscheidender Bedeutung.

Der Bericht empfiehlt:
  • den Einsatz ungiftiger und reichlich verfügbarer Materialien;
  • eine Erhöhung der Energiedichte;
  • die Ladung der Batterien aus sauberen Energiequellen;
  • die Verlängerung der Lebensdauer von Batterien;
  • die Verbesserung der Effizienz; und
  • die Ermöglichung einer einfachen Wiederverwertung und Wiederverwendung am Ende der Lebensdauer („Design for Diassembly“)
Lesen Sie den Bericht hier

Politische Perspektiven: Verbesserung des Kunststoffmanagements

Ein OECD-Strategiepapier, das für das Treffen der G7 Umwelt-, Energie- und Ozeanminister vorbereitet wurde, zeigt Vorschläge zur Verbesserung des internationalen Kunststoffmanagements auf. Um mit den Umwelteinflüssen aus der rasanten Weiterentwicklung, dem steigenden Verbrauch und der Entsorgung von Kunststoffen umzugehen, empfiehlt der Bericht folgende Ansätze:
  • Änderungen im Produktdesign,
  • bessere Abfallmanagementsysteme und
  • Abfallsammelaktionen sowie Wiederverwendung.
Der Bericht befasst sich mit dem Problem der niedrigen Recyclingquoten und des begrenzten Marktanteils recycelter Kunststoffe. Darüber hinaus zeigt er auf, dass der Kunststoffhandel durch Handelsbarrieren eingeschränkt ist und dass die Folgen von Einfuhrbeschränkungen mit einem zukunftsorientierten und wirtschaftlichen Ansatz anzugehen sind. Insgesamt sind strengere nationale Rahmenbedingungen und internationale Zusammenarbeit erforderlich, die für bessere Standards und mehr Innovation sorgen sollen.

Lesen Sie den Bericht hier

Neue Studie zum ökologischen Mehrwert von Verpackungen

Die Arbeitsgemeinschaft Verpackung + Umwelt (AGVU) hat eine neue Studie zu ökologischen und ökonomischen Aspekten von Verpackungen vorgestellt. Durchgeführt wurde sie von der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung sowie dem Institut denkstatt.

Die Studie untersucht unter anderem die Umweltauswirkungen von Verpackungen. Demnach haben Verpackungen einen Anteil von 1,5 bis 2,0% am Klimafußabdruck eines durchschnittlichen Europäers. Im Vergleich verursacht ein Mensch bereits mit einer einzigen Flugreise von Berlin nach Paris und zurück genauso viele CO2-Emissionen wie durch fünf Jahre Verpackungskonsum. Darüber hinaus zeigt die Studie, dass Verpackungen auch einen ökologischen Nutzen haben. Denn durch deren Schutzfunktion halten sensible Produkte wie Lebensmittel deutlich länger. Es entstehen weniger Lebensmittelabfälle, wertvolle Ressourcen werden geschont. Allein bei Salatgurken verringert sich die Abfallrate durch die Schutzfunktion der Verpackungen um mehr als die Hälfte.

Lesen Sie die Studie hier

27 – 30 November 2018, Pollutec 2018, Chassieu, Frankreich 

4 – 5 December 2018, 13th European Bioplastics Conference – the leading business forum for the bioplastics industry, Berlin, Deutschland

5 – 6 December 2018, 9 th International Conference on Recycling: Reduce, Reuse and Recycle, Vancouver, British Columbia, Kanada


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