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September 2018

INHALTSVERZEICHNIS

NEUES VON LANDBELL GROUP
ERP unterstützte Reise der EU-Kreislaufwirtschaftsdelegation nach Indien
CEO von ERP auf dem E-Waste Business Forum in Singapur  
Unternehmen der Landbell Group auf der ICBR in Berlin  
Webinare zur Chemikalien Compliance in diesem Herbst/Winter   

LANDBELL GROUP STELLT SICH VOR
Ein Interview mit Luis Domingues, Head of Sales von Prodigentia

TAKE-BACK
Verschärfte Vorgaben zum Elektroschrott-Recycling in der EU   
Bundesumweltministerium aktualisiert Eckpunktepapier zur geplanten Revision des Batteriegesetzes
Materialeffizienzanforderungen für Server und Datenspeicherprodukte  
Europäische Kommission vergibt Studie zu Qualitätsstandards bei der Behandlung von WEEE

CIRCULAR ECONOMY
ENVI-Ausschuss begrüßt Plastikstrategie  
Deutschland: Neue Leitlinien für die ökologische Gestaltung der Lizenzentgelte  
Zentrale Stelle veröffentlicht Entwurf eines Verpackungskatalogs
Start des neuen Verpackungsregisters LUCID


CHEMICAL CONTROL
Europäische Kommission plant Beschränkung bestimmter Phthalate  
Australien hat Hazardous Chemical Information System (HCIS) aktualisiert  
Öffentliche Anhörung der Europäischen Kommission zur Schnittstelle zwischen Chemikalien-, Produkt- und Abfallrecht  

NEUE STUDIEN UND BERICHTE
Abschlussbericht der Europäischen Kommission zur WEEE-Compliance   

INNOVATIONEN UND VORREITER
Green Alley Award 2018 – Das sind die Finalisten
NTU Singapur in Partnerschaft mit CEA bei der Entwicklung innovativer Recyclingtechnologien für Elektroschrott     

WUSSTEN SIE SCHON, DAS ... ?
Web-App zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung in Nigeria     

TERMINE


ERP unterstützte Reise der EU-Kreislaufwirtschaftsdelegation nach Indien 

European Recycling Platform (ERP), ein Unternehmen der Landbell Group, begleitete vom 4. bis zum 7. September 2018 die von der Europäischen Kommission organisierte Delegationsreise (Circular Economy Mission) nach Indien. Die Reise diente dazu, Unternehmen und politische Entscheidungsträger aus Europa und Indien zusammenzubringen und den erfolgreichen Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft in Indien zu fördern. Im Fokus der Veranstaltung stand das Thema Elektroaltgeräte.

Die Delegation nahm im Rahmen der Reise auch am 13. Nachhaltigkeitsgipfel teil, der von der Confederation of Indian Industry organisiert wurde und vom 6. bis zum 7. September in Delhi stattfand. Geplante Gespräche zur nachhaltigen Entwicklung und zu möglichen Herausforderungen für grüne Unternehmen in Indien dienten dazu, zukünftige Partnerschaften zwischen der Europäischen Union und Indien aufzubauen.

Die Circular Economy Missions sind eine Reihe von Delegationsreisen, die den Austausch hochrangiger Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie eine nachhaltige und ressourceneffiziente Politik fördern sollen.

Mehr zu den Circular Economy Missions


CEO von ERP auf dem E-Waste Business Forum in Singapur  

Umberto Raiteri, Präsident und CEO der European Recycling Platform (ERP), hat die Landbell Group am 11. Juli 2018 beim E-Waste Business Forum auf dem CleanEnviro Summit in Singapore (CESS) vertreten. Er nahm an der Podiumsdiskussion zum Thema "Austausch von Rücknahmelösungen von Herstellerverantwortungssystemen“ teil.

Singapur möchte im Jahr 2021 ein geregeltes Managementsystem für Elektroaltgeräte einführen, das auf dem Prinzip der erweiterten Herstellerverantwortung basiert. Für den Aufbau eines effektiven Netzwerks hat die Regierung in Singapur Kontakt mit Produzenten, Herstellerverantwortungssystemen, Einzelhändlern und Verbrauchern aufgenommen.

Mit Blick auf die geplanten Regelungen für Singapurs Managementsystem diente das E-Waste Business Forum als Austauschplattform für Entscheidungsträger. Singapur erzeugt derzeit 60.000 Tonnen Elektroschrott pro Jahr. Mit der Einführung des neuen Managementsystems will das Land sicherstellen, dass auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft angemessene Recycling-Verfahren angewendet werden.

Mehr zum E-Waste Business Forum hier

Unternehmen der Landbell Group auf der ICBR in Berlin   

Prodigentia, ein Unternehmen der Landbell Group, wird vom 26. bis zum 28. September 2018 am dreiundzwanzigsten International Congress for Battery Recycling (ICBR 2018) in Berlin teilnehmen. Prodigentia bietet Software-Anwendungen zur Verfolgung von Materialien und Produkten in der Rückführungskette an und präsentiert sich am Stand Nummer 3. Das Unternehmen mit Sitz in Portugal bietet seinen Service weltweit in über 20 Ländern an.

Die Konferenz bringt Experten und Entscheidungsträger aus der Wertschöpfungskette rund um das Batterierecycling zusammen. Führende Industrievertreter stellen neueste Marktentwicklungen vor und diskutieren die Herausforderungen der Batterierecyclingindustrie, darunter Recycling, Materialversorgung in der Kreislaufwirtschaft, Transport, Sicherheit, die Novelle der Batterierichtlinie und eine Bewertung der weltweiten Aktivitäten.

Mehr zu Prodigentia erfahren Sie hier
Mehr zum ICBR

Webinare zur Chemikalien Compliance in diesem Herbst/Winter    

H2 Compliance, ein Unternehmen der Landbell Group, bietet im Herbst eine Reihe von Webinaren zur Chemikalien-Compliance an. Das erste findet am 2. Oktober 2018 statt und wird sich auf Biozidprodukte und -stoffe an EU-Standorten konzentrieren. Dabei wird H2 Compliance eine eigens entwickelte Software vorstellen, die als Unterstützung beim Compliance-Monitoring eingesetzt werden kann.

Nach der Tagung des Europäischen Rates im Oktober werden die Verhandlungen über den EU-Austritt von Großbritannien abgeschlossen sein. Dann wird Klarheit darüber herrschen, ob es im März 2019 zu einem No-Deal-Brexit kommen wird. Zu den Auswirkungen des Austritts auf die Registrierungsbestimmungen für Kunden und deren Zulieferer bietet H2 Compliance am 13. November ein weiteres Webinar an. Hier werden insbesondere Details zu Kundenregistrierungen und Lieferketten vorgestellt.

In einem dritten Webinar wird sich H2 Compliance am 4. Dezember mit der Frage beschäftigen, wie Kunden sich auf das neue Giftzentrenmeldesystem in der EU vorbereiten sollten, das am 1. Januar 2020 in Kraft tritt.

Bitte kontaktieren Sie H2 Compliance, um weitere Informationen zu erhalten oder um sich für eines der oben genannten Webinare anzumelden.

H2 Compliance kontaktieren

Ein Interview mit Luis Domingues, Head of Sales von Prodigentia   

Was sind Ihre Aufgaben bei Landbell Group, Herr Domingues?
Ich bin für den Verkauf der Softwarelösungen der Landbell Group verantwortlich, insbesondere der von Prodigentia entwickelten Circul8 Software Suite für die Kreislaufwirtschaft. Meine erste Handlung als Verkaufsleiter im Mai dieses Jahres war es, der Produktfamilie ein neues und einheitliches Gesicht zu geben und diese auf dem Markt zu positionieren. Circul8 ist der neue Name für die Produktsuite, die in den letzten 15 Jahren von uns entwickelt wurde. Ich bin davon überzeugt, dass Circul8 die beste Lösung auf dem Markt ist. Das zeigt auch der weltweite Einsatz der Software, die in 20 Ländern auf vier Kontinenten für das Management von mehr als acht Millionen Tonnen Abfall verwendet wird.

Was sind Ihre wichtigsten Aufgaben und Herausforderungen?
Zunächst erstelle ich die Angebote, nachdem ein potenzieller Kunde identifiziert wurde. Obwohl Circul8 ein ausgereiftes Softwareprodukt mit Hunderten von Konfigurationsparametern ist, hat jeder Kunde seine eigenen Wünsche. Es ist wichtig, die Bedürfnisse des Kunden zu verstehen und diese mit einem individualisierten Angebot klar zu adressieren. Viele unserer Kunden haben keine IT-Abteilungen, das Know-how wird meistens zwischen den Mitarbeitern ausgetauscht. Es kann manchmal eine Herausforderung sein, eine Lösung anzubieten, die auf den Kunden simpel wirkt, aber all seinen Bedürfnissen gerecht werden muss. Ein Angebot kann bis zu über hundert Seiten umfassen und jedes Angebot ist unterschiedlich.

Wie sind Sie zur Landbell Group gekommen?
Ich arbeite seit mehr als 20 Jahren in der Softwareindustrie. Als Gründer von Prodigentia habe ich die ersten Versionen von Circul8 entworfen und entwickelt. Ende 2010 begann ich mit der komplexen Aufgabe, Softwarelösungen zu implementieren, die mittlerweile Teil der Circul8-Suite geworden sind. Die Softwareeinführung innerhalb von sechs Monaten in sechs Ländern war eine große Herausforderung, da wir zuerst die Anforderungen identifizieren und ein Entwicklungsteam zusammenstellen mussten. Glücklicherweise war das Projekt sehr erfolgreich und ist nun Teil der Circul8 Software Suite.

Was tun Sie privat für die Umwelt?
Ich versuche das zu tun, was die meisten umweltbewussten Menschen tun, und dabei noch einen Schritt weiter zu gehen. Zum Beispiel sortiere ich meine Abfälle in acht Behältern. Als IT-Experte fasziniert mich natürlich, wie IT zum Schutz unserer Umwelt beitragen kann. Nach meinem Umzug in eine neue Wohnung habe ich motorbetriebene Fenster installiert, die sich automatisch öffnen und schließen. Somit kann ich die Innentemperatur optimieren und reduziere gleichzeitig die Notwendigkeit eine Klimaanlage einzuschalten. Eine Duschvorrichtung misst die Wasser- und Energieeffizienz. Außerdem habe ich für das gesamte Haus ein automatisiertes System implementiert, das den Energieverbrauch aller Geräte überwacht und nicht genutzte Lichter und Geräte abschaltet.


Verschärfte Vorgaben zum Elektroschrott-Recycling in der EU    

Das Europäische Parlament hat einen neuen Vorschlag zur Novellierung der Verordnung über persistente organische Schadstoffe (persistent organic pollutants, POP) veröffentlicht. Nachdem Julie Girling, Berichterstatterin des Europäischen Parlaments, zunächst eine Begrenzung der Decabromdiphenylether-Konzentration (DecaBDE) in Höhe von 10 mg/kg vorgeschlagen hatte, wurde die Vorlage jetzt zur Gewährleistung international einheitlicher Vorschriften aktualisiert. Der neue Vorschlag bringt die europäische Beschränkung von DecaBDE in Stoffen, Gemischen, Produkten oder als Bestandteil von flammhemmenden Produktkomponenten in Einklang mit den Übereinkommen von Basel und Stockholm.

European Recycling Platform (ERP) begrüßt diese Änderungen. Damit wurden die Bedenken berücksichtigt, die das Unternehmen bereits in der Pressemitteilung vom 25. Juli geäußert hatte. ERP wird die Entwicklungen in Zusammenarbeit mit großen europäischen Recyclingverbänden wie European Recycling Industries’ Confederation (EuRIC) und European Electronics Recyclers Association (EERA) weiter beobachten (Link zum gemeinsamen Positionspapier).

Der Entwurf des Ausschussberichts zum Vorschlag der Europäischen Kommission zur Neufassung der POP-Verordnung wird nun im Umweltausschuss und später im Plenum des Europäischen Parlaments diskutiert. Die endgültige Abstimmung zur Verordnung findet voraussichtlich im Oktober statt.

Den aktualisierten Entwurf finden Sie hier


Bundesumweltministerium aktualisiert Eckpunktepapier zur geplanten Revision des Batteriegesetzes

In unserem letzten Newsletter haben wir über die Pläne der Bundesregierung berichtet, das Batteriegesetz zu novellieren. Ziel der Novelle ist die Sicherstellung eines fairen Wettbewerbs und einer bundesweiten Sammlung von Altbatterien. Nach einer Konsultation mit den betroffenen Kreisen, darunter auch der European Recycling Platform (ERP), einem Unternehmen der Landbell Group, hat das Umweltministerium kürzlich sein Eckpunktepapier für das neue Batteriegesetz aktualisiert.

Das Bundesumweltministerium wird nun mit der Arbeit an dem Entwurf des neuen Batteriegesetzes beginnen, der – gemäß den Änderungen der Abfallrahmenrichtlinie 2018/851 – auch die neuen Regelanforderungen zur erweiterten Herstellerverantwortung umsetzt.

ERP begrüßt die Änderungen und wird ihre Kompetenz und ihr Know-how auch weiterhin dem Ministerium zur Verfügung stellen, um höchste Umweltstandards bei der Rücknahme von Batterien, einen fairen Wettbewerb und akzeptable Kosten für die Verbraucher zu gewährleisten.

Kontaktieren Sie ERP bei weiteren Fragen

Materialeffizienzanforderungen für Server und Datenspeicherprodukte  

Die Europäische Kommission plant eine Änderung der Ökodesign-Anforderungen für Server und Datenspeicherprodukte. Der vorgelegte Entwurf betrifft auch die Materialeffizienz.

Danach sollen Hersteller ab dem 1. März 2020 sicherstellen, dass Verbindungs-, Befestigungs- oder Versiegelungstechniken ein Zerlegen der einzelnen Komponenten wie Datenspeichergeräte, Speicher, Prozessoren, Motherboards, Erweiterungs- oder Grafikkarten und Netzteile erlauben. Die Maßnahme soll ermöglichen, dass einzelne Komponenten wiederverwendbar sind. Zusätzlich müssen Hersteller oder deren autorisierte Vertreter Informationen über die Verwendung von kritischen Materialien wie Kobalt und Neodym sowie Anweisungen zur Zerlegung bereitstellen.

Nachdem der Entwurf der Kommission eine Konsultationsphase mit den betroffenen Kreisen durchlaufen hat, kann er als Durchführungsverordnung zur Ökodesign-Richtlinie unmittelbar nach Fertigstellung und offizieller Annahme durch die Kommission in Kraft treten.


Europäische Kommission vergibt Studie zu Qualitätsstandards bei der Behandlung von WEEE

Die Europäische Kommission gibt eine Studie in Auftrag, die als Vorbereitung für einen möglichen Durchführungsrechtsakt zur Einführung von Mindeststandards für die Behandlung von Elektroaltgeräten (WEEE) sowie für andere politische Vorhaben dienen soll.

Die Studie soll Erfahrungen von Mitgliedstaaten auswerten, die bereits solche Mindeststandards umgesetzt haben, und Vor- und Nachteile einer EU-weiten Umsetzung beurteilen.

Außerdem sollen die Maßnahmen erneut geprüft werden, die in einem Bericht aus dem Jahr 2013 ("Gleichwertige Bedingungen für WEEE-Recycling-Verfahren außerhalb der Europäischen Union") vorgeschlagenen worden waren. Zusätzlich sollen die Veröffentlichung Europäischer Standards für die Behandlung von WEEE sowie andere relevante Entwicklungen, auch auf internationaler Ebene, berücksichtigt werden. Ziel ist es, Kriterien für die Bewertung gleichwertiger Bedingungen für die Behandlung von WEEE außerhalb der EU vorzuschlagen.


ENVI-Ausschuss begrüßt Plastikstrategie  

Der Ausschuss für Umweltfragen, Öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI) des Europäischen Parlaments hat der Kunststoffstrategie der Europäischen Union grünes Licht gegeben. Nach Aufnahme zahlreicher Änderungen nahmen die Ausschussmitglieder den Vorschlag der Europäischen Kommission am 10. Juli an.

Die Änderungen zielen unter anderem darauf ab, die Deponierung von Plastikmüll bis zum Jahr 2030 zu verbieten. Außerdem wird die Industrie dazu aufgerufen, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass alle Verpackungskunststoffe bis spätestens 2030 auf kosteneffiziente Weise wiederverwendbar oder recycelbar sind. Der ENVI-Ausschuss hebt zudem die Dringlichkeit hervor, einen stabilen Binnenmarkt zu entwickeln und die Mehrwertsteuer für Sekundärrohstoffe zu senken, um deren verstärkten Einsatz anzureizen. Im Hinblick auf Herstellerverantwortungssysteme weisen die Ausschussmitglieder auf deren Potenzial zur Erreichung hoher Sammel- und Recyclingquoten hin, vor allem in der Verbindung mit ökologisch gestalteten Lizenzentgelten.

Die Plastikstrategie wurde ursprünglich im Januar von der Europäischen Kommission veröffentlicht und vom Europäischen Parlament am 13. September diskutiert und verabschiedet.

Die Kunststoffstrategie selbst ist zwar rechtlich nicht bindend, allerdings könnten aus ihr legislative Maßnahmen hervorgehen, wie der bereits veröffentlichte Vorschlag für die Richtlinie zu Einwegkunststoffprodukten.


Deutschland: Neue Leitlinien für die ökologische Gestaltung der Lizenzentgelte     

Die für die Verpackungsregistrierung in Deutschland zuständige Behörde, die Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister, hat einen Entwurf der Leitlinien für die Beurteilung der Recyclingfähigkeit von Verpackungen veröffentlicht. Diese Beurteilung ist eine Voraussetzung für die vom neuen Verpackungsgesetz vorgeschriebene ökologische Gestaltung der Lizenzentgelte.

Die Richtlinien sehen Mindestkriterien für die Beurteilung der Recyclingfähigkeit von Verpackungen vor. Dazu gehören die Verfügbarkeit von Sortier- und Behandlungsanlagen für ein hochwertiges Recycling, die Sortierfähigkeit der Verpackung und die Trennbarkeit ihrer Komponenten sowie Inkompatibilitäten bestimmter, darin enthaltener Komponenten oder Stoffe. Die Konsultation der betroffenen Stakeholder über den Entwurf der Zentralen Stelle wurde soeben abgeschlossen. Die endgültigen Leitlinien sollen im September veröffentlicht werden.

Die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Svenja Schulze, betonte kürzlich, dass die verstärkte Nutzung von Recyclingmaterial ein wichtiges Ziel der Bundesregierung sei. Sie sieht den öffentlichen Sektor als Vorbild und fordert die Industrie auf, dem Beispiel zu folgen.

Mehr zu den ökologischen Lizenzentgelten hier

Zentrale Stelle veröffentlicht Entwurf eines Verpackungskatalogs

Die Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister hat den Entwurf eines Katalogs veröffentlicht, der eindeutig definiert, welche Verpackungsarten systembeteiligungspflichtig sind. Der Katalog basiert auf einer Studie der Zentralen Stelle und soll Herstellern und Vertreibern von Verpackungen Rechtssicherheit geben und das Umgehen der Systembeteiligungspflicht verhindern. Der Katalog definiert 36 Produktgruppen und deckt alle relevanten Verbraucherartikel ab.

Interessengruppen können bis zum 21. September 2018, in einem offenen Konsultationsverfahren Stellung nehmen. Im Oktober 2018 soll der finalisierte Katalog veröffentlicht werden.

Zum Katalog

Start des neuen Verpackungsregisters LUCID

Die Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister hat das Verpackungsregister LUCID freigeschaltet. Bei diesem müssen sich Hersteller rechtzeitig registrieren, um mit dem Inkrafttreten des neuen Verpackungsgesetzes am 1. Januar 2019 weiterhin systembeteiligungspflichtige Verpackungen in Umlauf bringen zu dürfen.

Das neue Verpackungsregister ist öffentlich einsehbar und erhöht somit die Transparenz des Systems. Damit soll gewährleistet werden, dass zukünftig alle Verpackungshersteller ihrer erweiterten Herstellerverantwortung nachkommen und die Kosten für die Rücknahme und Verwertung ihrer Verpackungen tragen.

Link zum Verpackungsregister LUCID

Europäische Kommission plant Beschränkung bestimmter Phthalate   

Die Europäische Kommission plant die Verwendung von vier giftigen Substanzen der Gruppe der Phthalaten zu beschränken. Produkte sollen nur dann in Verkehr gebracht werden dürfen, wenn die Konzentration dieser Stoffe maximal 0,1% des Gewichts beträgt.

Die vier Phthalate, DEHP, DBP, BBP und DIBP, sind hoch schädliche Stoffe, die im Verdacht stehen, negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit, insbesondere die reproduktive Gesundheit, zu haben. Sie werden in Spielzeugprodukten oder Sportgeräten verwendet.

Der Vorschlag der Kommission wurde dem Ausschuss für Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH-Ausschuss) am 11. Juli vorgelegt und wird derzeit in den Mitgliedstaaten und im Europäischen Parlament diskutiert. Die Verordnung wird nach der im Oktober geplanten endgültigen Annahme durch die Kommission in Kraft treten. Die eigentliche Beschränkung wird dann 18 Monate später gültig.


Australien hat Hazardous Chemical Information System (HCIS) aktualisiert   

Das Australian Hazardous Chemical Information System (HCIS) wurde seit seiner Einführung im Jahr 2016 zum ersten Mal grundlegend überarbeitet. 755 Chemikalien wurden neu in die Datenbank mitaufgenommen und bei 672 Stoffen wurden die Klassifizierungen neu definiert.

Mit der Überarbeitung der Klassifizierungen wurde das System mit den globalen Einstufungen des Globally Harmonized System of Classification and Labelling of Chemicals (GHS) in Einklang gebracht.

Durch die Aktualisierung der HCIS-Klassifizierung können Verbraucher geschützt und Unternehmen für die verarbeitenden Materialien in ihren Produkten verantwortlich gemacht werden. Jedoch bedarf das System weiterer Korrekturen: Für Hersteller und Importeure gefährlicher Chemikalien gibt es in Australien bislang noch keine rechtliche Pflicht zur Klassifizierung dieser Stoffe. Daher gibt es noch viel Potenzial zu Verbesserung der Transparenz in der Industrie.


Öffentliche Anhörung der Europäischen Kommission zur Schnittstelle zwischen Chemikalien-, Produkt- und Abfallrecht   

Die Europäische Kommission hat eine öffentliche Anhörung zur Schnittstelle zwischen Chemikalien-, Produkt- und Abfallrecht eingeleitet. Die Anhörung läuft insgesamt drei Monate und endet am 29. Oktober 2018. Ziel der Kommission ist es, Feedback von Interessengruppen zu sammeln. Der Fokus liegt dabei auf gefährlichen Stoffen in Produkten und Abfällen und der Frage, wie sich Änderungen auf die Rechtslage auswirken könnten.

Die Anhörung knüpft an die von der Kommission am 16. Januar 2018 vorgeschlagenen Maßnahmen an und folgt einer Analyse der vier wichtigsten Herausforderungen im Zusammenhang mit gefährlichen Stoffen:
  • unzureichende Informationen über gefährliche Stoffe in Produkten und Abfällen;
  • Existenz von gefährlichen Stoffen in recycelten Materialien;
  • Unklarheit darüber, wann Materialien kein Abfall mehr sind; und
  • Schwierigkeiten bei der Anwendung der EU-Abfallklassifizierungsmethoden und ihrer Auswirkungen auf die Recyclingfähigkeit von Materialien.
Eine Online-Umfrage dazu ist bis zum 29. Oktober in allen 23 EU-Sprachen verfügbar.

Die Online-Umfrage finden Sie hier

Abschlussbericht der Europäischen Kommission zur WEEE-Compliance    

Die EU-Kommission hat ihren Abschlussbericht zur "WEEE Compliance Promotion Exercise" veröffentlicht. Der Bericht ist eine kritische Betrachtung der Politik der Mitgliedstaaten in Bezug auf die Entsorgung von Elektro- und Elektronikaltgeräten (WEEE). Informationsblätter und Leitfäden dienen der optimalen Integration der Anforderungen der WEEE-Richtlinie. Darüber hinaus schlägt der Bericht politische Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Entsorgung von WEEE in der Europäischen Union vor, erläutert allgemeine Anforderungen an die Mitgliedstaaten und zeigt bewährte Verfahren anhand der Beispiele Frankreich, Deutschland, Italien, England und anderer Ländern auf.

Der Bericht enthält Empfehlungen für:  
  • einen verbesserten Vollzug der WEEE-Verwaltungsvorschriften;
  • die Umsetzung der erweiterten Herstellerverantwortung;
  • die Wiederverwendung von WEEE und Produktdesign; und
  • die Sammlung und Behandlung von Elektro- und Elektronik-Altgeräten.
Hier geht es zum Bericht

Green Alley Award 2018 – Das sind die Finalisten   

215 Geschäftsideen aus 30 verschiedenen europäischen Ländern wurden in diesem Jahr für den Green Alley Award, den ersten Start-up Preis der Kreislaufwirtschaft, eingereicht. Sechs Start-ups haben es nun in die Auswahl geschafft und präsentieren ihre Idee bei der großen Preisverleihung am 18. November in Berlin. Nur ein Start-up wird am Ende des Abends die Jury in einem Live-Pitch überzeugen und 25.000 € Preisgeld mit nach Hause nehmen.

So vielfältig die Herausforderungen der Circular Economy, so einfallsreich sind auch die Lösungen der sechs Finalisten. Das italienische Start-up Ecoplasteam setzt beispielsweise dort an, wo das Recycling bisher gescheitert ist: Statt Verbundstoffe aus Kunststoff- und Aluminiumschichten aufwändig voneinander zu trennen, haben die Italiener einfach ein neues Material aus beiden Komponenten entwickelt, das genauso hochwertig ist wie Primärrohstoff. Wertvolle Ressourcen zu schonen, gelingt auch dem österreichischen Start-up Refurbed mit seinem Händler-Marktplatz für gebrauchte Elektronikgeräte, dem mit 50 Millionen Tonnen jährlich am schnellsten wachsenden Abfallstrom weltweit. Auf die Digitalisierung der Kreislaufwirtschaft baut Circular IQ aus den Niederlanden, die mit ihrer Software Daten zur Kreislauffähigkeit von Produkten bündeln, von der Herkunft der Materialien bis zu den Lieferantenverträgen.

Dem Kampf gegen Verpackungsabfall haben sich gleich drei Start-ups verschrieben: MIWA aus Tschechien haben den Supermarkt der Zukunft erfunden, der vom Hersteller bis zum Verbraucher ganz ohne Verpackungen auskommt. Wenn doch einmal Verpackung notwendig ist, eignen sich die aus Cellulose bestehenden Schutzhüllen des deutschen Start-ups Superseven bestens dafür. Sie bauen sich innerhalb von 42 Tagen vollständig in der Natur ab und ihr Material ist so optimiert, dass auch große und schwere Produkte optimal verpackt werden können. Ein alternatives Isoliermaterial, dass an Stelle von Styropor für den Transport gekühlter Lebensmittel genutzt werden kann, hat das britische Start-up Aeropowder entwickelt. Für das Material nutzt es die Vorteile der Natur: Federn, die sonst als Abfall entsorgt würden.

Wer diese sechs spannenden Start-ups live auf der Bühne erleben und im Anschluss an die Preisverleihung direkt mit ihnen in Kontakt treten möchte, kann sich hier für die Veranstaltung am 18. Oktober 2018 registrieren. Ausführliche Informationen zu den Finalisten gibt es im Green Alley Award Newsroom sowie auf dem Blog.
Zur Pressemitteilung des Green Alley Awards

NTU Singapur in Partnerschaft mit CEA bei der Entwicklung innovativer Recyclingtechnologien für Elektroschrott      

In einer neuen Partnerschaft wollen die Nanyang Technological University (NTU) und das französische Kommissariat für Atomenergie und alternative Energien (CEA) innovative Lösungen im Bereich des Elektroschrott-Recyclings entwickeln. Beide Partner werden ihre Arbeit in einem gemeinsamen Labor auf dem Campus der NTU in Singapur aufnehmen. Das Abkommen wurde bei einem Treffen zwischen Singapurs Premierminister Lee Hsien Loong und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Frankreich vereinbart.

Mittels einer Studie sollen neue und zukunftsweisende Trennverfahren für das Recycling von Elektroschrott und der Wiederverwendung von Materialien entwickelt werden.

Die rasante Entwicklung der Unterhaltungselektronik, bei der jährlich eine noch nie dagewesene Anzahl von Geräten weggeworfen und ersetzt wird, macht diese Zusammenarbeit wichtiger denn je.

Das gemeinsame Labor wird sich auf die folgenden vier Forschungsbereiche konzentrieren: Recycling und Rückgewinnung von Materialien aus Lithium-Ionen-Batterien, Solarzellen auf Siliziumbasis, Leiterplatten und toxischen Kunststoffen im Elektroschrott. Die Partnerschaft zielt darauf ab, quantifizierbare und praktische Lösungen für Probleme in diesen Bereichen zu entwickeln, damit diese von der Industrie zum Nutzen der Gesellschaft umgesetzt werden können.


Web-App zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung in Nigeria      

Eine neue App soll den wachsenden Problemen der Lebensmittelverschwendung in Nigeria entgegenwirken. Die App namens Chowberry ermöglicht Einzelhändlern Lebensmittel zu verkaufen, die ansonsten nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums weggeworfen würden.

In Nigeria leben 60% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Das wollen die Entwickler von Chowberry ändern und mit der App etwas in Bewegung setzen. Nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen werden bis zu einem Drittel aller Lebensmittel weltweit nach der Ernte zerstört oder von Verbrauchern und Geschäften weggeworfen.

Die Idee hinter der App ist einfach, aber genial: nähert sich ein Produkt dem Verfallsdatum, wird der Händler informiert, der dann einen Preisnachlass von bis zu 75% anbieten kann. Gleichzeitig informiert die App ausgewählte NGOs über den Preisnachlass. Die können die Lebensmittel sofort abholen und an Bedürftige verteilen.

Chowberry arbeitet mit 20 Einzelhändlern in Lagos und Abuja, sowie mit lokalen Wohltätigkeitsorganisationen zusammen und konnte dadurch im vergangenen Jahr 20.000 Haushalten in ganz Nigeria mit den Lebensmitteln versorgen.

Die Chowberry Website finden Sie hier

26. – 28. September 2018, 23rd International Congress for Battery Recycling ICBR 2018, Berlin, Deutschland

6. – 7. Oktober 2018, 2018 World Recycling Convention (Round-Table Sessions) London, Vereinigtes Königreich 

9. – 11. Oktober 2018, E-SCRAP 2018, New Orleans, USA

16. – 18. Oktober 2018, Egy-Waste & Recycling Expo (EWRE Expo 2018), Cairo, Ägypten

26. – 29. November 2018, 7th International Symposium "Going Green – CARE INNOVATION 2018", Wien, Österreich  
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