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Februar 2018

INHALTSÜBERSICHT 


NEUES VON DER LANDBELL GROUP  
European Recycling Platform sammelt und verwertet 3 Millionen Tonnen Elektroschrott
Neue Regelungen hinsichtlich autorisierter Vertreter in Portugal
Sammelversuche des Projekts zur Rückgewinnung kritischer Rohstoffe in geschlossenen Kreisläufen abgeschlossen


LANDBELL GROUP STELLT SICH VOR 
Interview mit Patrycja Winiarz 

UPDATE AUS BRÜSSEL  

UMWELT COMPLIANCE NEWS - DEUTSCHLAND

Deutschland: 2016 wurden mehr Verpackungen als jemals zuvor lizenziert
Duale Systeme einigen sich auf neuen Clearingvertrag

UMWELT COMPLIANCE NEWS - EUROPA
Politischer Kompromiss zum EU Kreislaufwirtschaftspaket
Übergang zu einer ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft in Europa: Lehren aus der Politik der EU und ihrer Mitgliedsstaaten
Kunststoffabfälle: Eine europäische Strategie zum Schutz des Planeten, der Bürger und als Wachstumsimpuls für die Wirtschaft
Die EU-Kunststoffstrategie motiviert Mitgliedsstaaten, aktiv zu werden
Die europäische Kunststoffindustrie geht eine freiwillige Selbstverpflichtung ein
ECHA prüft Beschränkungen für die Verwendung von Oxo-Plastik und Mikroplastik
Blaupause für Abfälle aus Plastikverpackung: Hochwertiges Sortieren & Recycling
Bestimmungen zum Abfalltransport


UMWELT COMPLIANCE NEWS - INTERNATIONAL
Global E-Waste Monitor 2017


INNOVATIONEN UND VORREITER
Eine Million US-Dollar für Innovationen im Kampf gegen Plastikmüll in den Meeren
Finalist des Green Alley Award 2017: Newcy
Aufruf für mehr Recycling bei Kaffeebechern im Kampf gegen den Plastikmüll


WUSSTEN SIE SCHON DASS... ?   
Einfacher, energieeffizienter Recyclingprozess für Lithium-Ionen-Batterien
NFL kündigt Zero-Waste-Pläne für den Super Bowl an


TERMINE

European Recycling Platform sammelt und verwertet 3 Millionen Tonnen Elektroschrott


Die European Recycling Platform (ERP), ein Unternehmen der Landbell Group, hat durch das Sammeln und Verwerten von mehr als drei Millionen Tonnen Elektro- und Elektronikaltgeräten (Waste of Electrical and Electronic Equipment, WEEE) in Europa einen bemerkenswerten Meilenstein seit seiner Gründung im Jahr 2002 erreicht. Diese Zahl entspricht der Menge WEEE, die in der gesamten Europäischen Union innerhalb eines Jahres anfällt. Durch das Recycling von WEEE werden nicht nur wertvolle natürliche Ressourcen geschont, sondern auch Gefahren für Umwelt und Mensch reduziert. Eine Infografik stellt die ökologischen Vorteile durch das Recycling von mehr als drei Millionen Tonnen Elektroschrott dar, z.B. die Vermeidung von über 32 Millionen Tonnen CO2.

Diese Leistung unterstreicht einmal mehr die wichtige Rolle, die ERP auf dem europäischen Recyclingmarkt spielt. Dank ihres einzigartigen, europaweiten Einsatzes (ein Netzwerk von 35 Compliance-Systemen in 15 Ländern), ihrer konkurrenzlosen Erfahrung und Expertise und ihrer innovativen Recycling-Strategie, leistet ERP einen entscheidenden Beitrag für die Transformation hin zu einer wirklichen Kreislaufwirtschaft in Europa.
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Neue Regelungen hinsichtlich autorisierter Vertreter in Portugal 


Die portugiesische Regierung hat ein Dekret verabschiedet, das neue Regelungen für den Abfallmarkt festlegt. Die Verordnung 152-D/2017 – veröffentlicht am 11. Dezember 2017 und in Kraft getreten am 1. Januar 2018 – regelt das Management verschiedener wichtiger Abfallströme wie Verpackungen, Batterien und Elektroschrott.

Die neuen Regelungen stärken das Prinzip einer erweiterten Herstellerverantwortung, welche Hersteller verpflichtet, die Kosten für das Management ihrer Produkte und Verpackungen zu übernehmen, wenn sie das Ende der Nutzung erreicht haben. Hersteller, die ihre Produkte aus anderen Ländern nach Portugal verkaufen, müssen einen lokalen autorisierten Vertreter ernennen, der die Erfüllung dieser gesetzlichen Verpflichtung in ihrem Namen übernimmt.

Das Unternehmen Waste Trends der Landbell Group bietet die Leistung eines autorisierten Vertreters in Portugal an, der den Anforderungen der Verordnung 152-D/2017 für Hersteller, Verpacker/ Befüller oder Anbieter gerecht wird. 
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Sammelverusche des Projekts zur Rückgewinnung kritischer Rohstoffe in geschlossenen Kreisläufen abgeschlossen


Das von fünf Versuchspartnern geführte Projekt zur Rückgewinnung kritischer Rohstoffe in geschlossenen Kreisläufen (Critical Raw Materials, CRM) hat die Phase der Sammlung ausreichender Mengen an Altgeräten, wie Smartphones, Laptops und PCs, abgeschlossen.

Das von EU LIFE finanzierte Projekt investiert in Versuchsprojekte und erkundet neue Möglichkeiten, um das Sammeln und Rückgewinnen von kritischen Rohstoffen aus Elektro- und Elektronikaltgeräten aus Haushalten zu verbessern. Dadurch soll bis 2020 die Rückgewinnung bestimmter kritischer Rohstoffe um 5 Prozent und bis 2030 um 20 Prozent gesteigert werden.

In Großbritannien, Italien, Deutschland und Tschechien waren ganz unterschiedliche Sammelmethoden anzutreffen, von Rücknahme-Systemen durch den Einzelhandel bis hin zur geschäftsmäßigen Sammlung. Zu den Versuchspartnern zählten John Lewis, Dixons Carphone, Enviropol, Fraunhofer IWKS und das Institut für Materialprüfung Glörfeld GmbH.

Die gesammelten Materialien werden jetzt zur Rückgewinnung kritischer Rohstoffe getestet. Mit einer umfassenden Evaluierung soll festgestellt werden, welches Potenzial hinsichtlich Wiederverwendung und Menge der Rückgewinnung mit unterschiedlichen Methoden vorhanden ist. ERP UK, ein Unternehmen der Landbell Group, ist einer der Projektpartner.
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Interview mit Patrycja Winiarz, Environmental Compliance Manager, Landbell Group 


Frau Winiarz, was ist Ihre Aufgabe bei der Landbell Group?

Als Environmental Compliance Manager unterstütze ich global tätige Unternehmen, ihre verschiedenen Produzentenverpflichtungen in ganz Europa und darüber hinaus einzuhalten. Derzeit bin ich für ein komplexes Programm verantwortlich. Im Rahmen dessen stellen wir einem unserer Hauptkunden eine breite Palette an Dienstleistungen in mehreren Ländern zur Verfügung. Sie reichen von Datenberichten, dem Kontaktmanagement im Tagesgeschäft mit Hersteller-Rücknahme-Systemen und Behörden bis hin zur laufenden Beratung zu regulatorischen Änderungen sowie Benchmarking, um sicherzustellen, dass die Konformität in hoher Qualität zu bestmöglichen Kosten erreicht wird.

Was zählt zu Ihren wichtigsten Tätigkeiten und Herausforderungen?
Die Vielfalt der Aufgaben und die ständige Analyse der sich ändernden Vorschriften und wie sie sich möglicherweise auf die Produzenten auswirken machen meine tägliche Arbeit sehr spannend. Meine Rolle besteht nicht nur darin, Kundenerwartungen zu erfüllen, sondern sie mit einfachen administrativen Aufgaben zu unterstützen. Ich habe auch die Möglichkeit, neue Prozesse und Lösungen zu entwickeln und einzuführen, dabei unseren Compliance-Ansatz überdenkend. Ich agiere als Brücke zwischen dem Kunden und unzähligen Stakeholdern. Der Umgang mit kulturellen, sprachlichen und vor allem regulatorischen Unterschieden kann schwierig sein. Die internationale Arbeit ist aber auch das, was mir besonders viel Spaß macht.

Wie sind Sie zur Landbell Group gekommen?
Ich komme eigentlich aus dem Finanzbereich. Während meiner Tätigkeit für eine Investmentbank war ich 2013 für einen Auftrag für einige Zeit in Großbritannien. Ich verliebte mich in London und beschloss, hierher zu ziehen und nach neuen Herausforderungen zu suchen. Ich kam 2014 zur Landbell Group, wo ich gleich die Chance bekam, eine unserer ersten pan-europäischen Lösungen –„EuropePlus“ – mitzugestalten. Im Fokus stand der Aufbau von Fachwissen zur erweiterten Herstellerverantwortung international sowie der Aufbau von Beziehungen zu anderen Systemen außerhalb der Länder, in denen wir tätig sind. Nachdem sich EuropePlus etabliert hatte, begann ich mich auf maßgeschneiderte Beratungsprojekte zu konzentrieren. Aktuell arbeite ich in unserer Beratungsabteilung.

Was tun Sie privat für die Umwelt?
Es scheint, als hätten wir alle die Bedeutung der Umwelt und die Tatsache, dass wir uns darum kümmern müssen, verstanden. Leider sagen wir aber allzu oft, dass wir die Welt nicht alleine ändern können. Ich glaube, das stimmt nicht. Veränderungen beginnen immer mit einem selbst und in kleinen Schritten. Privat stelle ich zum Beispiel sicher, dass wir alle Abfälle in unserem Haushalt trennen. Ich beteilige mich an größeren Initiativen, indem ich einfache Entscheidungen treffe und nach Möglichkeit nachhaltig erzeugte oder biologische Produkte kaufe. Einkaufen ohne eine meiner lustigen, wiederverwendbaren Taschen ist ein No-Go!


In letzter Zeit wurden die politischen Diskussionen in Brüssel von zwei Themen dominiert: Dem politischen Deal zum Kreislaufwirtschaftspaket und der Veröffentlichung der Kunststoffstrategie. 

Folgend kurze Zusammenfassungen und im Kapitel „Compliance News“ auch weiterführende Artikel zum Thema.

Kreislaufwirtschaftspaket
Die drei europäischen Institutionen konnten nach fast zweijährigen Diskussionen endlich einen Kompromiss zum Kreislaufwirtschaftspaket erzielen und einigten sich auf einen neuen Rahmen, mit dem das Abfallaufkommen in Europa verringert und die Recyclingraten weiter gesteigert werden sollen. Landbell Group begrüßt die Einführung von Minimalanforderungen für Herstellerrücknahmesysteme, insbesondere da dies für fairere Rahmenbedingungen und mehr Wettbewerb sorgen wird. Das Prinzip der erweiterten Herstellerverantwortung soll bis 2025 in allen Mitgliedsstaaten auch für Verpackungen verpflichtend werden, wodurch die Recyclingraten erhöht und die Kosten für Hersteller und Konsumenten gesenkt werden. Das Kreislaufwirtschaftspaket soll wurden vom Ausschuss der Ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten in der EU (23.2./COREPER) und vom Umwelt-Komitee des europäischen Parlaments (27.2./ENVI) bereits gebilligt. Somit wird eine finale Verabschiedung des Paketes noch im Frühjahr 2018 wahrscheinlich, um dann von den Mitgliedsstaaten in die nationale Gesetzgebung übertragen zu werden.   

Kunststoffstrategie
Die Europäische Kommission hat am 16. Januar die lang erwartete Kunststoffstrategie veröffentlicht. Eine der vorgeschlagenen Maßnahmen zur Reduzierung von Kunststoffabfällen ist die Prüfung der Richtlinie über Verpackungen und Verpackungsabfälle. Eine Überarbeitung wäre eine gute Möglichkeit zur weiteren Harmonisierung des Regulierungsrahmens und zur Sicherung einer kosteneffizienten Verwertung von Verpackungsabfällen.


Deutschland: 2016 wurden mehr Verpackungen als jemals zuvor lizenziert 


2016 war ein Rekordjahr für die Verpackungsindustrie. Insgesamt wurden 4,96 Millionen Tonnen Verpackungstonnage bei den dualen Systemen in Deutschland lizenziert. Das seien mehr gemeldete Verpackungen als je zuvor, gab der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) an. Gleichzeitig stieg 2016 aber auch die Zahl der Betriebe, die dazu verpflichtet sind, Vollständigkeitserklärungen abzugeben.

Das Jahr 2016 war ein Rekordjahr auch hinsichtlich der Zahl an Unternehmen, die sich mit ihren Verpackungen bei den dualen Systemen lizenziert haben: 2016 betrug die Zahl 55.159, 2015 waren es noch 51.231 registrierte Unternehmen.


Duale Systeme einigen sich auf neuen Clearingvertrag


Nach monatelangen Verhandlungen konnten sich die dualen Systeme im Januar auf einen neuen Clearingvertrag einigen. Bei der Meldesystematik der ersten indikativen Mengenberechnung hatten die Systeme bereits im November letzten Jahres einen gemeinsamen Nenner gefunden.

Der Clearingvertrag ist die Grundlage für eine reibungslose, faire und klare Verteilung der Entsorgungskosten zwischen den dualen Systemen. Das Bundeskartellamt muss dem Vertrag allerdings noch zustimmen.

Landbell setzte sich seit Beginn der Verhandlungen für eine gemeinsame Lösung aller Systeme ein (Pressemitteilung vom September 2017) und begrüßt diese Einigung.


Politischer Kompromiss zum Kreislaufwirtschaftspaket 


Wenige Tage vor der Weihnachtspause schlossen die Europäische Kommission, das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union einen Kompromiss in den Trilog-Verhandlungen zum Kreislaufwirtschaftspaket. Die drei Institutionen einigten sich auf die Änderung von sechs Rechtsakten, die den Rahmen für Europas Abfallmarkt in den nächsten zehn Jahren vorgeben. Bevor diese in Kraft treten, muss das Paket offiziell vom Parlament und vom Rat verabschiedet werden.

Der politische Kompromiss, der unter der estnischen Ratspräsidentschaft ausgehandelt wurde, beinhaltet unter anderem höhere Ziele für das Recycling von Haushaltsabfällen und Verpackungsmüll sowie weitere Instrumente zur Verringerung des Müllaufkommens insgesamt. Zusätzlich soll es Minimalanforderungen für Herstellerrücknahmesysteme geben, die für fairere Rahmenbedingungen und mehr Wettbewerb auf dem Abfallmarkt sorgen sollen. Landbell Group begrüßt dies und hat sich auch in der politischen Debatte dafür eingesetzt (vgl. Positionspapier vom Dezember 2017).

Nach Klärung der politischen Fragen arbeiten die drei Institutionen jetzt an den technischen Details des Pakets, mit dem unter anderem die Abfallrahmenrichtlinie und die Richtlinie zu Verpackungen und Verpackungsabfällen geändert werden soll. Nach dieser sogenannten Anpassungsphase gibt es eine weitere Abstimmung im Europäischen Parlament zur endgültigen Fassung. Diese muss dann wiederum vom Rat offiziell genehmigt werden, um das Paket in erster Lesung zu verabschieden. Dies sollte im Frühjahr 2018 abgeschlossen sein, Anschließend beginnt die nationale Umsetzungsphase, in der die Mitgliedsstaaten die Vorschriften in nationales Gesetz übertragen müssen.


Übergang zu einer ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft in Europa: Lehren aus der Politik der EU und ihrer Mitgliedsstaaten


In jüngster Vergangenheit ist die Europäische Union mehr Verpflichtungen zum Aufbau einer ressourceneffizienteren Wirtschaft eingegangen. Eine neue Studie skizziert die aktuellen politischen Maßnahmen, um dieses Ziel auf EU-Ebene zu erreichen und erforscht die nationalen Strategien ausgewählter Mitgliedsstaaten. Die Analyse identifiziert die konkurrierenden Vorgaben und Zielsetzungen in unterschiedlichen Politikfeldern als problematisch. Dieser Konflikt behindert die Effizienz verschiedener politischer Maßnahmen und bremst den Gesamtprozess. Basierend auf der Analyse der unterschiedlichen Strategien auf verschiedensten Ebenen gibt die Studie auch Empfehlungen zu einer effektiveren Strategieentwicklung, um die gewünschten Ergebnisse und die Harmonisierung der Gesetzgebung auf EU- und nationaler Ebene zu erreichen.
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Kunststoffabfälle: Eine europäische Strategie zum Schutz des Planeten, der Bürger und als Wachstumsimpuls für die Wirtschaft


Die Europäische Union hat eine Kunststoffstrategie verabschiedet, die Maßnahmen zum Schutz der Umwelt vor Kunststoffabfällen ebenso beinhaltet wie Wachstumsimpulse für die Wirtschaft, Investitionen und Innovationen. Die Strategie zielt darauf ab, Recycling zu einer profitablen Lösung – nicht zu einem Hindernis – für Wirtschaftsunternehmen zu machen und Plastikabfälle sowie Meeresmüll zu reduzieren.

Eine Kerngruppe von EU-Kommissaren, unter ihnen Frans Timmermans, haben mit dem Kunststoffstrategiepapier einen großen Schritt nach vorn für die Kreislaufwirtschaft in Europa gemacht. Das Strategiepapier, das am 16. Januar verabschiedet wurde, wird im weiteren Jahresverlauf dem Rat der EU vorgelegt. Die Schlüsselelemente des Papiers fokussieren die Strategie für Kunststoffe in der Kreislaufwirtschaft, eine Kommunikation an der Schnittstelle zwischen Chemikalien, Produkten und Abfall, einen Rahmen zur Beobachtung für die Kreislaufwirtschaft sowie eine Richtlinie für Hafenauffangeinrichtungen.

Die Anhörungen der Stakeholder wurden am 12. Februar beendet; damit wurde die nächste Phase im Gesetzgebungsprozess erreicht.

Landbell Group begrüßt das Paket als wichtigen Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft.
Positionspapier einsehen

Die EU-Kunststoffstrategie motiviert Mitgliedsstaaten, aktiv zu werden


Im Zuge der EU-Kunststoffstrategie haben viele EU-Mitgliedsstaaten jetzt mit der Verabschiedung nationaler Maßnahmen begonnen. So hat etwa Großbritannien die Verwendung von Mikrokügelchen in Kosmetikprodukten verboten und plant weitere Schritte, die Verwendung von Mehrwegbeuteln zu fördern. Schottland plant ein Verbot von Plastikstrohhalmen bis Ende 2019; in Italien werden Kunden demnächst biologisch abbaubare Tüten für Obst und Gemüse kaufen müssen. Griechenland wird ebenfalls Einwegplastik verbieten und Kunststofftragetaschen in Supermärkten kostenpflichtig machen.


Die europäische Kunststoffindustrie geht eine freiwillige Selbstverpflichtung ein


Hersteller von Plastik und Verbundstoffen verpflichten sich freiwillig zu einer Erhöhung des Anteils von recyceltem Kunststoff in ihrer Versorgungskette. Die European Plastics Converters (EuPC), Plastics Recyclers Europe (PRE), Polyolefin Circular Economy Platform Europe (PCEP) und viele andere haben das Papier „Die freiwillige Selbstverpflichtung der Europäischen Kunststoffindustrie zur Kreislaufwirtschaft – Für 50 Prozent Kunststoffrecycling“ („The European Plastics Industry Circular Economy Voluntary Commitments“) veröffentlicht. 

Die Vertreter der Kunststoffindustrie schließen sich mit folgenden Zielen zusammen:
· Einrichtung europäischer Plattformen für Kreislaufführung und Initiativen für Wertschöpfungsketten
· Erhöhung des Anteils von recycelten Polymeren von Verarbeitern und Markenherstellern; und
· Organisation von 50 branchenübergreifenden Seminaren und Workshops bis 2020, um den Dialog zwischen den Stakeholdern in Europa zum Zweck der Qualitätsverbesserung von wiederverwerteten Polymeren.

Die Projektpartner planen auch die Erstellung eines Katalogs von 500 Polymerverbundstoffen mit einer minimalen Recyclingrate von 50 Prozent bis spätestens 2020.

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ECHA prüft Beschränkungen für die Verwendung von Oxo-Plastik und Mikroplastik


Das Problem von Mikroplastik in den Weltmeeren und in weiterer Folge in der Nahrungskette und auf unseren Tellern sorgt für wachsende Besorgnis. Deshalb wandte sich die EU-Kommission an die European Chemicals Agency (ECHA), die um die Vorbereitung von Strategievorschlägen gebeten wurde. Sie soll Lösungen entwickeln für den vorsätzlichen Zusatz von Mikroplastik in Zahnpasta bzw. anderen Kosmetikartikeln oder auch von Oxo-Plastik - Verbundstoffe, die sich schnell zu Mikroplastik abbauen. Stakeholder in der gesamten Lieferkette werden zu den Anhörungen eingeladen, um die Kommission bei der Entwicklung der praktischsten Lösungen für das Problem zu unterstützen.

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Blaupause für Abfälle aus Plastikverpackung: Hochwertiges Sortieren & Recycling


Eine neue Studie des Brüsseler Verbands Plastics Recyclers Europe und Deloitte Sustainability ergab, dass das Erreichen des Recyclingziels von 65 Prozent für Kunststoffverpackungen bis 2025 möglich ist. Damit dieses Ziel erreicht wird, müsse laut Forscher die Recyclingfähigkeit ein integraler Bestandteil des Produktdesigns werden. Außerdem könnten durch einen wesentlichen Anstieg bei der Wiederverwendung von Plastikverpackungen etwa 80 Prozent der Kohlendioxidemissionen vermieden und über 115.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Mit dem ganzheitlichen Ansatz spricht der Bericht sämtliche Stakeholder an – von der Kommission über weitere Legislativorgane bis hin zu den Herstellern, Händlern und NGOs. Sie alle spielen eine Schlüsselrolle bei der Erreichung des Recyclingziels. Als mögliche strategische Maßnahmen werden hierzu separate Sammel- und Pfandsysteme vorgeschlagen. Werden darüber hinaus ein Deponierungsverbot verhängt und die Müllverbrennung nur auf nicht recycelfähige Materialien beschränkt, sei das der Schlüssel, um das gesteckte Recyclingziel tatsächlich zu erreichen.

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Bestimmungen zum Abfalltransport


Die Europäische Kommission hat mit Konsultationen zur Abfalltransportverordnung begonnen, die Regeln zur Kontrolle von Abfalltransporten für einen besseren Schutz der Umwelt festlegt. Die Verordnung soll bis 2020 überarbeitet werden.

Landbell Group bringt sich mit der Erfahrung ihres Unternehmens European Recycling Platform (ERP) in die Diskussion ein. ERP ist die einzige paneuropäische Organisation für Herstellerverantwortung für WEEE, Batterien und Verpackungen. ERP hat sich zum Ziel gesetzt, das Recycling so effizient wie möglich hinsichtlich Qualität und Kosten durchzuführen, was mitunter den Transport von Abfall zur Folge hat.


Global E-Waste Monitor 2017


Die Universität der Vereinten Nationen (United Nations University) und ihr Sustainability Cycles (SCYCLE) Programm haben gemeinsam mit der International Telecommunication Union (ITU) und der International Solid Waste Association (ISWA) den Global E-Waste Monitor 2017 herausgegeben. Der Bericht unterstreicht die wachsenden Herausforderungen durch Elektroschrott aufgrund der weltweit steigenden Nachfrage nach Computern und Mobilfunk. Einerseits sind sie Wachstumsmotor für die sozioökonomische Entwicklung, andererseits führt die steigende Produktion von elektronischen Geräten auch zu einem dramatischen Anstieg von Elektroschrott, der einer nachhaltigen Entwicklung entgegensteht.

Der Bericht gibt einen umfassenden Überblick über den globalen Anstieg von Elektroschrott und betont, wie wichtig es ist, ihn zu reduzieren sowie adäquat zu entsorgen und recyceln. Die internationale Produktion von Elektroschrott erreichte 2016 45 Millionen Tonnen – das entspricht 4.500 Eiffeltürmen – und steigt weiterhin rapide an. Allerdings wirkt sich die Einführung regulatorischer Maßnahmen allmählich positiv aus: 2014 waren nur 44 Prozent der Erdbevölkerung durch eine Gesetzgebung zu Elektronikabfällen geschützt; diese Zahl stieg 2017 auf 66 Prozent. Der Bericht verweist außerdem auf die wirtschaftlichen Potenziale von Elektronikabfällen, da Materialien im Wert von 55 Milliarden Euro zurückgewonnen werden können.

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Eine Million US-Dollar für Innovationen im Kampf gegen Plastikmüll in den Meeren


Die Ellen-McArthur-Stiftung organisierte beim diesjährigen Treffen des World Economic Forum in Davos eine Veranstaltung, bei der Preisgelder in Höhe von insgesamt einer Million US-Dollar für Recyclinginnovationen in der Plastikverpackungsbranche verliehen wurden. Die Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, Innovationen zu fördern, die Verpackungs- und Kunststoffabfälle reduzieren, die aufgrund ihrer komplexen Verbundstruktur nicht recycelfähig sind. In Zusammenarbeit mit NineSigma wurden die besten Ideen und Lösungen weltweit ausgewählt und mit einem Preisgeld von jeweils 200.000 US-Dollar honoriert. Die Gewinner nehmen außerdem an einem zwölfmonatigen Accelerator-Programm teil. Ausgezeichnet wurden Lösungen, wie z.B. kompostierfähige Materialien aus Nebenprodukten der Land- und Forstwirtschaft, spezielle Nanotechnologien, die die Recyclingfähigkeit von Materialien erhöhen, sowie Beschichtungen, die die Materialeigenschaften von Biopolymeren verbessern.


Copyright @Newcy

Finalist des Green Alley Award 2017: Newcy 


Die Zahlen sprechen für sich: Einwegbecher haben ihre besten Tage hinter sich. Alleine in Frankreich werden pro Jahr 4,7 Milliarden Einwegbecher entsorgt. Ab 2020 wird die französische Regierung die Verwendung von Einwegbechern aller Art verbieten. Hier kommt Newcy ins Spiel. Das Startup mit Sitz in Rennes bietet Konsumenten die Möglichkeit, weiterhin Kaffee aus Automaten zu trinken, allerdings mit einem großen Unterschied: die gebrauchten Becher werden in einer Maschine gesammelt, anschließend professionell in einer Anlage gereinigt, um dann in den Automaten erneut eingesetzt zu werden. Dieser innovative Prozess greift einen europaweiten Trend auf. Denn immer mehr Politiker, Konsumenten und Anbieter suchen einen Ausweg aus der Wegwerfkultur – zu deren Symbol der Einweg-Kaffeebecher geworden ist.

Zum Green Alley Award

Aufruf für mehr Recycling bei Kaffeebechern im Kampf gegen den Plastikmüll 


Großbritannien hat eine neue Initiative gestartet, um das Recycling von Kaffeebechern voranzubringen. Aktuell wird nur ein Prozent der jährlich verwendeten 2,5 Milliarden Kaffeebecher jährlich wiederverwertet. Der aktuelle Prozess ist teuer und die Ergebnisse sind nicht zufriedenstellend. Die Kunststoffbeschichtung in den Bechern stellt Recyclingunternehmen vor Herausforderungen und macht Verbrennung und Deponierung zur kosteneffizienteren Alternative. Die vorgeschlagene Abgabe von 25 Pence ist dafür gedacht, den Recyclingprozess finanziell profitabler zu machen und mehr Unternehmen zum Recycling zu motivieren. Es gibt einige Recyclingunternehmen, die Kaffeebecher wiederverwerten können. Allerdings darf das Endprodukt nicht mehr in der Lebensmittelindustrie eingesetzt werden, kann aber einer anderweitigen Nutzung dienen.


Einfacher, energieeffizienter Recyclingprozess für Lithium-Ionen-Batterien


Es gibt eine neue Methode für ein energieeffizienteres Recycling von Lithium-Ionen-Batterien. Bei konventionellen Methoden werden die Batterien zerdrückt und das Granulat in Säure aufgelöst. Das resultierende Produkt wird in Metalle wie Lithium, Kobalt und Nickel aufgespalten. Die Mikrostruktur, die sorgfältig in energieintensiven Prozessen gefertigt wurde, geht verloren. Für eine erneute Verwendung müssen die Materialien diese Prozesse erneut durchlaufen. Die neue Methode hält die Mikrostruktur des Lithiums intakt – ein wichtiger Faktor für die Leistung der Batterie – und spart Energie, die für eine Wiederaufbereitung nötig wäre. Nur rund fünf Prozent der Lithium-Ionen-Batterien werden aktuell wiederverwertet. Da aber in den nächsten zehn Jahren ein wesentlicher Anstieg von Elektrofahrzeugen zu erwarten ist, steigt auch die Anzahl der hochgiftigen und brennbaren, aber wertvollen Altbatterien fürs Recycling.

Das internationale Rücknahme-Team der Landbell Group verfügt über die notwendige Expertise und Erfahrung in der Rücknahme und im Recycling von Lithium-Ionen-Batterien. 

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NFL kündigt Zero-Waste-Pläne für den Super Bowl an


In Zusammenarbeit mit allen Organisatoren des diesjährigen Super Bowl kündigte die National Football League (NFL) das ehrgeizige Ziel an, 90 Prozent der Abfälle im Stadion an diesem Tag zu recyceln. Die erwarteten 40 Tonnen werden gleichermaßen von Mitarbeitern in Gastronomie und Catering, dem Sicherheitspersonal sowie den Fans gesammelt. Zusätzlich zum Recycling von Flaschen, Bechern und Lebensmittelverpackungen plant das NFL Umweltprogramm auch die Spende von Dekorations- und Baumaterial an örtlich ansässige Organisationen zur Wiederverwendung.



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