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Mai 2017

Neues von Landbell
Die Bewerbungsphase für den Green Alley Award 2017 ist gestartet!

Es ist wieder soweit: Der Green Alley Award hat zum vierten Mal zur Bewerbung aufgerufen. Start-Ups aus der Kreislaufwirtschaft können sich noch bis zum 25. Juli für den Award bewerben. Ende November findet in Berlin das große Finale statt, bei dem sechs Teams die Gelegenheit haben, ihre Ideen vor einer internationalen Jury zu pitchen. Der Gewinner erhält ein Preispaket im Wert von bis zu 30.000 € und u.a. eine Reise nach Finnland zum Start-up Event Slush.  

Für Green Alley ist Kreislaufwirtschaft mehr als nur Recycling. Für den erfolgreichen Übergang zu einer ganzheitlichen Circular Economy gehören auch Ressourcenschonung, Abfallvermeidung, Wiederverwendung, Upcycling, effizientes Produktdesign und vieles mehr. Die Start-ups aus dem Green Alley-Netzwerk und bisherige Preisträger kommen daher aus ganz unterschiedlichen Sektoren, wie zum Beispiel Green City Solutions, die einen „City Tree“ entwickelt haben - eine freistehende Wand, die an beiden Seiten mit Moosen bewachsen ist und so viel Feinstaub und CO2 absorbiert, wie knapp 300 normale Bäume. Oder auch Adaptavate mit ihrer 100% recycelbare Wandverkleidung, die zu größten Teilen aus Abfällen der Landwirtschaft besteht.   

Zu den Partnern des Awards gehören Seedmatch, Bethnal Green Ventures, ERP Finnland, H2 Compliance und R2Pi. 

Mehr Informationen zum Green Alley Award finden Sie hier.

Was Sie wissen sollten
Bundesrat macht Weg für Verpackungsgesetz frei

Das Verpackungsgesetz hat seine letzte parlamentarische Hürde genommen. Der Bundesrat verzichtete am Freitag auf eine Anrufung des Vermittlungsausschusses und damit auf einen möglichen Einspruch gegen das Vorhaben. Das Gesetz kann damit wie geplant zum 1. Januar 2019 in Kraft treten. 

Mit dem neuen Verpackungsgesetz soll das klimaschonende Recycling von Wertstoffen ausgebaut und damit die Kreislaufwirtschaft gestärkt werden. Zukünftig müssen weitaus höhere Verwertungsraten für die anfallenden Verpackungsabfälle erreicht werden. So zum Beispiel sind mindestens 90% der enthaltenen Kunststoffe zu verwerten und davon mindestens 65 Prozent ab 2021 70% werkstofflich zu recyceln. Für die Fraktionen Glas, Papier und Metall liegen die verpflichtenden Anteile bei 80% - 85% und ab 2021 bei 90%. 

Eine weitere wichtige Neuerung ist die verpflichtende Registrierung aller Inverkehrbringer von Verpackungen vor Verkaufsstart bei der neu zu schaffenden Zentralen Stelle, welche diese im Internet zugänglich macht. Die Zentrale Stelle überprüft auch alle Mengenmeldungen. Diese Maßnahmen sollen mehr Transparenz, eine effizientere Marktüberwachung und somit einen fairen Wettbewerb gewährleisten. 

Zudem werden die dualen Systeme verpflichtet, ihre Beteiligungsentgelte stärker an ökologischen Kriterien, wie der Recyclingfähigkeit der Verpackungen sowie dem jeweils eingesetzten Recyclatanteil zu orientieren. So sollen Hersteller dazu angehalten werden, ökologisch vorteilhafte und recyclingfähige Verpackungen zu verwenden. Die Kriterien werden in einer Arbeitsgruppe der Zentralen Stelle im Einvernehmen mit dem Umweltbundesamt erarbeitet. 

Die Entscheidung des Bundesrates war mit Spannung erwartet worden. Der zuständige Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit hatte sich im Vorfeld für einen Einspruch gegen das Gesetz ausgesprochen und dem Plenum empfohlen, den Vermittlungsausschuss anzurufen. Seiner Auffassung nach verfehle das Vorhaben der Bundesregierung das Ziel, der Müllvermeidung, einer engeren Einbeziehung der Kommunen und mehr Produzentenverantwortung. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hatte sich daraufhin in einem Brief an die Bundesländer gewandt und um Unterstützung für das Gesetzesvorhaben gebeten. Bei einer Anrufung des Vermittlungsausschusses hätte das Gesetz in dieser Legislaturperiode vermutlich nicht mehr umgesetzt werden können, womit dringend notwendig Investitionen für mehr Recycling aufgrund fehlender gesetzlicher Rahmenbedingungen nicht ausgeführt oder gar gestoppt worden wären.

Neue Berechnungsmethoden für EEE- und WEEE-Mengen verabschiedet

Die Europäische Kommission hat am 18. April neue Regeln für die Berechnung von EEE- und WEEE-Mengen verabschiedet. Die in einer Durchführungsverordnung definierten Methoden sollen sicherstellen, dass in der Europäischen Union einheitliche Bedingungen für die Festlegung der jährlichen Mindestsammelquoten gelten. 

Die Durchführungsverordnung legt Berechnungsmethoden für die Gewichtsermittlung der in den einzelnen Mitgliedstaaten insgesamt in den Verkehr gebrachten Elektro- und Elektronikgeräte (EEE) fest. Zudem wurde eine Kalkulation vereinbart, wie aus diesen Mengen und der typischen Lebenszeit der Geräte die insgesamt angefallene Menge an Elektro- und Elektronikaltgeräten (WEEE) berechnet wird. Die Verordnung ist die Reaktion auf eine Anforderung aus Artikel 7 Absatz 5 der WEEE-Richtlinie. Die Berechnungsmethoden sind detailliert im Anhang der Verordnung dargestellt. Für jeden Mitgliedstaat soll es ein individuell zugeschnittenes Berechnungsinstrument geben, das auf der Website der Kommission zur Verfügung gestellt wird. 

Die Europäische Kommission hatte bereits Ende letzten Jahres einen ersten Entwurf der Durchführungsverordnung erarbeitet und anschließend zur öffentlichen Konsultation gestellt. Für das Inkrafttreten bedurfte es jedoch der Zustimmung der Mitgliedstaaten. Diese wurde bei einem Treffen des zuständigen Ausschusses (Ausschuss zur Durchführung der Richtlinie 2008/98/EG über Abfälle und zu ihrer Anpassung an den wissenschaftlichen und technischen Fortschritt) im Februar dieses Jahres eingeholt. Der Umsetzung der Verordnung stand danach nichts mehr im Wege. 

Hier finden Sie den Link zur Durchführungsverordnung.

Wie auch bisher steht Ihnen European Recycling Platform (ERP), ein Unternehmen der Landbell Group, bei allen Fragen rund um WEEE und Mindestsammelquoten beratend zur Seite. Mehr Informationen finden Sie hier.

Stiftung EAR bietet Anwendungshilfe zur Einordnung von Elektrogeräten



Die Stiftung Elektro-Altgeräte Register (EAR) hat Einordnungshilfen für Elektrogeräte und Batterien entwickelt, um die Anwendung des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG) und des Batteriegesetzes (BattG) zu vereinfachen. Die Einordnungshilfen sollen das richtige Entsorgen vereinfachen, da dieses bisher nicht immer eindeutig war. Besonders bei Geräten, die selbst Quelle elektrischer Energie sind, aber auch andere Funktionen erfüllen, kann die Einordnung problematisch werden.  

Die Anwendungshilfe besteht aus drei Instrumenten:
  • Die Einordnung von Batterien und Batterien enthaltenden Geräten in den Anwendungsbereichen des BattG bzw. des ElektroG,
  • eine Auflistung von häufig gestellten Fragen und Antworten zu Elektro- und Elektronikaltgeräten
  • und eine Gerätezuordnungsübersichtüber eine Reihe an Produkten, welche jeweils den in Teil II aufgelisteten 10 Kategorien zugeordnet werden können.   
Die von EAR veröffentlichte Einordnungshilfe soll dazu beitragen, dass Mengenangaben für die jeweiligen Geräte kontrolliert und gegebenenfalls angepasst werden können. Meldepflichtige können mit der Anwendungshilfe ihren Artikelstamm überprüfen und ihre Mengenmeldungen für Elektro- und Elektronikgeräte und Batterien anpassen. 

Hier finden Sie die Gerätezuordnungsübersicht und hier die Einordnungshilfe der Stiftung ear.  

European Recycling Platform (ERP), ein Unternehmen der Landbell Group, steht Kunden und Interessenten bei Fragen zur Gerätezuordnung und Einordnung gerne zur Verfügung: www.erp-recycling.de

UBA-Studie zeigt, Hersteller müssen das Kreislaufdenken übernehmen

Das Umweltbundesamt hat kürzlich den Endbericht der Studie „Umweltbezogene Bilanzierung von ‚intelligenten’ und ‚aktiven’ Verpackungen hinsichtlich der Recyclingfähigkeit und Durchführung eines Dialogs mit Akteuren der Entsorgungs- und Herstellungsbranchen“ veröffentlicht.  

Als ‚aktiv’ werden Verpackungen bezeichnet, die die Haltbarkeit eines Lebensmittels verlängern oder dessen Zustand erhalten. ‚Intelligente’ Verpackungen hingegen beziehen sich auf die Informationen und Überwachung des Zustands eines verpackten Lebensmittels. Darunter zählt auch der RFID-Transponder oder allgemeine Indikatoren.  


Die Studie ergab, dass die Herausforderungen beim Recycling für aktive und intelligente Systeme vergleichbar mit denen konventioneller Verpackungen sind. Nur einige Verbunde und Gemische, feste Einlagen oder Labels (RFID-Tags) können zu einer Beeinträchtigung der hochwertigen Verwertung führen.  

Daher empfehlen die Verfasser der Studie verschiedene Maßnahmen zur Sicherung der hochwertigen werkstofflichen Verwertung von Verpackungsabfällen, wie z.B. die Kommunikation und der Austausch zwischen Entsorgern und Verpackungsherstellern zur Optimierung des Produktdesigns. Dafür ist Kreislaufdenken gefragt. Wichtig sei es aber auch, die Recyclingfähigkeit in der Lizenzentgeltbemessung der dualen Systeme zu berücksichtigen.   

Hier finden Sie den Endbericht der Studie.

Studien und Publikationen
Studie zeigt den Zusammenhang zwischen dem Gewicht von PET-Flaschen und deren Recyclingfähigkeit 

Plastic Technologies Inc. (PTI), ein US-amerikanisches Unternehmen, hat analysiert, wie das Gewicht von PET-Flaschen die Produktleistung, die Herstellungskosten und die Umweltbelastung beeinflussen. Ziel der Analyse war, Erkenntnisse zu gewinnen, auf deren Grundlage das Produktdesign optimiert wird und eine hohe Recyclingfähigkeit gegeben ist. 

Die Ergebnisse zeigen, dass ultraleichte Flaschen die Wirksamkeit von Recycling-Systemen sogar negativ beeinflussen können. Gewicht ist daher ein entscheidender Faktor bei der Bestimmung der Flaschen-Recyclingfähigkeit.  

In den letzten Jahren haben einige Marken wie Nestlé Waters ultradünne, superleichte Flaschen verwendet. Das Unternehmen ist von der Idee ausgegangen, diese seien umweltfreundlicher, da sie weniger Energie für die Herstellung und den Transport verursachen. Doch laut PTI sind diese Flaschen ungeeignet. Einer der Gründe: Für die Entfernung ihrer Etiketten werden die Flaschen in einem großen Wassertank eingeweicht, um das PET von den Polyolefinen zu trennen. Ein Luftstrom drückt dabei die Etiketten aus dem Tank. Wenn die Flasche zu leicht ist, wird sie aber auch rausgedrückt.

Hier können Sie die Studie kostenlos beantragen.

Die Landbell Gruppe stellt sich vor

Herr Döll, was ist Ihr Job in der Landbell Gruppe? 
In der DS Entsorgungs- und Dienstleistungs-GmbH verantworte ich als Prokurist das Dienstleistungsportfolio der operativen Entsorgung im Bereich Standort- und Filialentsorgung im deutschsprachigen In- und Ausland. Die DS Entsorgungs- und Dienstleistungs-GmbH bietet Entsorgungsdienstleistungen in allen Facetten an, von der Handelsentsorgung über die Erfassung und das Recycling von Photovoltaikmodulen bis hin zu Verpackungsrücknahmesystemen für Hersteller beispielsweise aus den Bereichen IT und Reinigungsmittel.

Was zählt zu Ihren wichtigsten Aufgaben und Herausforderungen?

Hauptfokus und wichtigste Aufgabe der Tätigkeit ist der Service für den Kunden. Wir haben das logistische, technische und umweltrechtliche Know-How, das wir täglich für den Kunden einsetzen. Wir sind gleichfalls auch Partner der Recyclingunternehmen, die in unserem Namen die Dienstleistungen vor Ort erbringen. Diese Kommunikationsleistung zwischen den Beteiligten ist Aufgabe und Herausforderung, deren Weiterentwicklung hin zu einem digitalisierten und automatisierten Austausch der Informationen unser Ziel ist. Meine Aufgabe besteht dabei insbesondere in der Kundenakquisition und –betreuung, der Verfolgung rechtlicher Entwicklungen sowie der Koordination des für die operative Umsetzung verantwortlichen Teams.

Wie hat Sie ihr Weg zu Landbell geführt?
Nach meinem Studium des Bauingenieurwesens habe ich sechs Jahre operative Erfahrung als technischer Leiter in einem mittelständischen Entsorgungsunternehmen gesammelt. Es schlossen sich Tätigkeiten in einem Ingenieurbüro sowie einer Unternehmensberatung für den öffentlichen Bereich an, in denen ich sowohl mit der internationalen Abfallwirtschaft als auch in der Beratung des öffentlichen Sektors im Hinblick auf Optimierung und Ausschreibung von Entsorgungsaufgaben beschäftigt war. Seit 2007 bin ich nun in der Landbell Group tätig und bringe die vielfältigen Erfahrungen in die Entwicklung von Dienstleistungen für den Kunden und die Zusammenarbeit mit unseren Entsorgungsdienstleistern ein.


Was tun Sie privat für die Umwelt?
Wir leben in einem Passivhaus, das durch seine Konzeption wesentlich weniger Energie verbraucht als herkömmliche Häuser. Den Bezugspunkt, Energie durch Einsatz moderner Bauweisen und Technik zu reduzieren, setzen wir als Familie fort durch verantwortungsvollen Einsatz und Nutzung moderner Elektrogeräte und Leuchtmittel mit niedrigen Energieverbräuchen.

Wussten Sie schon, dass... ?
Trinken Sie in Zukunft aus der essbaren Wasserflasche? 

Ooho ist eine neue Flasche in Form eines gallertartigen Materials, die man nach dem Austrinken essen oder auch kompostieren kann. Die neue Verpackung basiert auf der Technologie der Sphärifizierung, die auch verwendet wird, um künstlichen Kaviar oder winzige Saftkugeln im Bubble-Tea herzustellen.  

Ooho ist eigentlich geschmacksneutral, kann aber durch Hinzufügen von Aromen appetitlicher gemacht werden. Da die Verpackung keinen Deckel hat, sind die Portionen typischerweise klein.  Sobald man ein Loch hineinstich, musst man Ooho in einem Zug auch austrinken.  

Drei Londoner Designstudenten haben Ooho entwickelt, da sie eine Alternative zu Plastikflaschen erschaffen wollten. Nach zwei Jahren der Entwicklung sind sie soweit, Ooho auf den Markt zu bringen. Das Unternehmen will mit seinem Produkt der wachsenden Annzahl von Plastikflaschen entgegenwirken, zumal etwa ein Drittel der in England verkauften Trinkflaschen ein Volumen von nur einem halben Liter oder weniger haben und damit unnötig viel Plastik benötigen. 

Lesen Sie hier mehr dazu.

Foto Copyright @Skipping Rocks Lab

Termine
22. - 24. Mai 2017
World Recycling Convention & Exhibition, China

05. - 07. Juni 2017 
World Circular Economy Forum 2017, Finland

06. - 08. Juni 2017 
WasteTech 2017, Moscow

12. - 13. Juni 2017 
Berliner Konferenz - Mineralische Nebenprodukte und Abfälle

21. - 24. Juni 2017
5th International Conference on Sustainable Solid Waste Management, Athen
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Landbell AG für Rückhol-Systeme
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